Mein Jakobsweg – zehnter Tag von O Porriño nach Cesantes

Da ich glaubte, die schlimmsten Hüftschmerzen bereits hinter mir zu haben, nahm ich gar keine Schmerztablette, vor dem Schlafen. Umso furchtbarer war dann allerdings, mitten in der Nacht das Erwachen, als alle Schmerzmittel restlos aus dem Körper geschwemmt und die Schmerzen somit wieder da waren. Ich hatte mich verschätzt. Durch die ständige Einnahme, des Ibusprofens, hatte ich geglaubt, daß die Schmerzen weg wären. „Wie blöd, kann man nur sein?“, schimpfte ich innerlich mit mir und bekam Panik, daß ich meinen Rucksack tragen müßte. Ich hatte ihn nämlich nicht zum Transport angemeldet, weil ich ja von meiner Heilung überzeugt war. „Oh mein Gott, wenn ich den jetzt tragen muß. Wie soll ich das denn schaffen? Nein!“ Ich betete innerlich zu Gott, daß es am nächsten Tag, doch noch irgendwie möglich wäre, den trotzdem noch weg zu schicken. Und tatsächlich. Ein paar Sunden später, kam eine der netten Betreiberinnen des Hostels und rief den Transportservice an. Ich war positiv überrascht, daß es sogar nur noch 5 Euro kostete. Su und ich, die sich ebenfalls wieder, spontan fürs verschicken entschieden hatte, guckten ganz erstaunt. Die Mitarbeiterin lachte: „Was habt ihr bezahlt? 7 Euro? Da haben sie euch aber übers Ohr gehauen. Das kostet hier in Spanien immer nur 5 Euro, pro Etappe.“ Su und ich waren aber viel zu erleichtert, um uns darüber zu ärgern und beschlossen, gemeinsam zu frühstücken. Um die Ecke, gab es ein tolles Cafe und dort war es üblich, zu dem extrem günstigen Kaffee, noch gratis etwas Gebäck zu bekommen. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Denn so ein kostenloses Extra, gibt es in Deutschland, meines Wissens nicht. Und als wir dort saßen, setzte sich auch noch eine andere nette Pilgerinnen zu uns an den Tisch. Es war ein wirklich schöner und entspannter Morgen.

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Nach dem Frühstück, trennten sich unsere Wege erst mal wieder und ich war froh, daß es zwar total bewölkt, aber wenigstens nicht regnerisch war.

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Besonders amüsant fand ich dann dieses Straßenschild. Während bei uns vor Wildwechsel gewarnt wird, wurde hier vor Pilgern gewarnt. Ich finde es immer noch lustig und muß beim Anblick des Fotos, erneut grinsen:

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Ich war richtig froh, als es sich nach und nach etwas aufklarte. Es ist wirklich schöner, mit wenigstens einem Hauch von Sonnenschein zu pilgern. Als alles nur, grau in grau, zu sehen.

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Gegen 11 Uhr kam ich dann an dieser schönen Kirche in Mos an und ging hinein:

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Ich war beeindruckt von all den schönen Figuren und der Atmoshäre. Aber auch davon, wie viel man in einen so kleinen Raum packen kann. Wahnsinn. Teils wirkte die Kirche, wie so eine kleine Höhle mit einer großen Schatzkammer, voller kostbarer Figuren.

Als ich zu den ganzen Kerzen kam, spürte ich mir, das tiefe Bedürftnis, eine für meinen Vater zu entzünden. Ich hatte die ganze Zeit über an ihn denken müssen. Eigentlich jeden Tag. Versunken in guten, wie in traurigen Erinnerungen. Ein Teil von mir, vermißte ihn noch immer. Auch wenn er, diesen Kontakt ablehnte und mir nicht mal mehr auch nur eine Zeile schrieb. Dennoch ist da ein Teil, das innere Kind in mir, welches von ihm verlassen wurde und ihn trotzdem jeden einzelnen Tag vermißt. Ich habe ja in meinem letzten Beitrag davon berichtet. Ich hatte nur nicht erwähnt, daß es mein größter Schmerz war, von meinem Vater verlassen worden zu sein und nicht nicht der, von einem Mann, wie du vielleicht dachtest.

Auch wenn das bereits einmal passiert war. Aber der Schmerz darüber, ist lange verwunden. Der Schmerz zu meinem Vater hin, jedoch nicht.

Ich weiß, daß ich ihm nie genügen kann. Es gibt wohl nichts, was er nicht im praktischen Sinne, besser beherrscht als ich und sowas wie mit der Hüfte, wäre ihm gewiß nie passiert. Dafür ist er viel zu erfahren. Ich wußte all diese Dinge und doch hatte ich in meinem Herzen ganz stark das Bedürftnis, ein Zeichen der Liebe und Hoffnung zu setzen. Ich hatte das Gefühl zu spüren, daß er diese Kerze nötig hatte. Das irgend etwas in seinem Inneren traurig war. Vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet und es war meine eigene Traurigkeit, die ich auf ihn projiziert habe?

Ich machte für ihn, diese Kerze an und ich wollte, daß er das auch weiß. Das er es spürt oder wenigstens liest. Das hätte aber voraus gesetzt, daß er sich für meine Facebookeinträge interessiert. Geschweige denn, daß er sich überhaupt für mich interessiert. Heute weiß ich, daß er das wohl nicht getan hat und all dies nur meinem Wunschdenken entsprach. Trotzdem war es mir in diesem Augenblick wichtig und gab mir für einen kostbaren Moment, ein Stück weit inneren Frieden und eine innere Verbundenheit. Wenn auch nur in meinen (Wunsch-) Gedanken.

Als ich aus der Kirche hinaus trat, sah ich Su wieder, die mir einen tollen Ring präsentierte, den sie, in einem Tourishop gekauft hatte. Ich war begeistert und ging ebenfalls hinein. Ich hoffte nach wie vor, eine schöne Kette, mit einer kleinen silbernen Jakobsmuschel zu finden. Aber auch hier, war das nicht der Fall. Dafür kaufte ich mir, diesen schönen Ring. Innen drin steht Ultreia und außen sind abwechselnd, die Pfeile und Jakobsmuscheln zu sehen. Ultreia ist übrigens ein alter Pilgergruß, der aufmuntern und mutmachen soll. Er bedeutet so viel, wie „Vorwärts! Weiter!“

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Es gibt sogar ein deutsches Pilgerlied dazu. Hier ist der Text:

‚Ultreia‘ – Lied der Pilger am Jakobsweg Melodie und Worte: Jean-Claude BENAZET, F 1989 * deutscher Liedtext , 2017, Meinrad Schneckenleithner

1. An jedem Morgen, müssen wir weiter, am Morgen treibt es uns hinaus und Tag um Tag erklingt ein Lied so hell, ertönt der Ruf, von Compostelle!

Ref.: Ul – tre – i – a, Ul – tre – i – a, Su – sei – a, Deus ad – juva nos!

2. Der Weg verbindet ganz Europa, von weit im Osten, bis nach West, im Guten leben wir hier zusammen, es soll nichts kommen was uns trennt! Ref.:

3. Ein Weg auf Erden, ein Ruf des Glaubens, an Jesus Christ, den Menschensohn, so haben wir ein Bild vor Augen, Nur keine Angst – die Liebe lohnt! Ref.:

4. Zu Jakobs Grab sind schon viele gegangen, geführt von Sternen, Tag und Nacht, so geh’n auch wir den Weg zusammen. ans End‘ der Welt, nach Finisterre! Ref.:

Das ist ein wirklich schönes Lied und die Musik dazu, erinnert ans Mittelalter.

Irgendwann fiel mir an den Wegweisern auf, daß die letzten 100 km bereits überschritten waren und ich sah diesen kleinen Teddybär, an einen von ihnen gelehnt. Ich fragte mich, welchem Kind er wohl gehört hatte. Wie ich bereits schrieb, hinterlassen die Pilger, viele Dinge. Man kann nur erahnen, welche tiefere Bedutung dahinter steckt. Der Anblick des Teddybärs machte sowohl mich als Erwachsene, als auch mein inneres Kind sehr traurig und für einen Moment stand die Welt in mir still:

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Nachdem ich eine ganze Weile schweigend und in mich gekehrt, weiter gegangen war, kam ich an einen interessanten Platz, wo eine Statue, sofort meine Aufmerksamkeit erregte. Ich erkannte mich in ihr wieder. Wie oft ging es mir so, wie dieser Steinfigur und deshalb nahm ich einen Stein vom Boden auf und legte ihn der Figur, ebenfalls in den Arm. Besonders berührte mich, daß auch andere Pilger dieser Frau, bereits viele Steine in den Arm gelegt hatten. Schläge, seien sie nun seelisch oder körperlich verursachen Demütigung und unglaublichen Schmerz… wie viele Male, hatte ich das in meinem Leben schon erdulden müssen. Und es tröstete mich die Anteilnahme, in Form dieser kleinen Steine zu sehen.

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Im Anschluß folgte wieder eine schönen Strecke durch den Wald und das Beste war, daß immer mehr die Sonne durch kam.

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Nach dem Wegstück durch den Wald, wechselte wieder das Panorama und meine Laune hob sich:

Besonders, als ich in der nächsten Ortschaft, diese liebevolle Dekoration, von den Anwohnern, für die Pilger in Form dieser bepflanzten Wanderschuhe sah. Genauso wie umgekehrt, die Antwort der Pilger, durch die mit lauter Steinen, gefüllte Jakobsmuschel:

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Das sind alles so Kleinigkeiten, die dem Herzen gut tun, wenn man sie entdeckt.

Je näher es auf Redondela zuging, desto schöner fand ich die Landschaft. Ich liebe ja Weinreben, Berge und überhaupt die Natur. Es war so ein Balsam für meine Seele, all das um mich herum gehabt zu haben:

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Kurz vor Redondela, sah ich dann wieder eine dieser lustigen Figuren und bat den nächsten vorbei kommenden Pilger, um ein Foto:

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Es dauerte auch tatsächlich nicht mehr lange, bis ich in Redondela selbst ankam. Kurz nach dem Ortseingang, traf ich Su. Da unsere nächste Herberge etwas abgelegen war, hatte die Besitzerin angeboten, Su abzuholen, da sie sowieso in der Nähe zum einkaufen war. Su fragte, ob ich auch mit fahren wollte, aber ich lehnte dankend ab. Ich wollte mir lieber Redondela ansehen und würde schon irgendwie dahin finden. Schließlich hatte ich ja noch die Googlemapsapp auf meinem Handy.

Und es lohnte sich auch Redondela zu besichtigen. Ich fand es sogar sehr bedauerlich, nur so wenig Zeit dort verbringen zu können. Denn im Gegensatz zu O Porriño, war Redondela wirklich ein schönes Städtchen:

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Ich überlegte kurz, ob ich noch irgendwo etwas essen sollte, entschied mich, aufgrund der Preise, aber dagegen. Ich beschloß, einfach später etwas einzukaufen und lieber selbst zu kochen.

Durch meine Sightseeingtour, war ich etwas vom Weg abgekommen und schaltete Googlemaps ein. Was ich dabei aber nicht beachtet hatte, war, daß ich wohl die Version fürs Auto an hatte. So wußte ich auch erst gar nicht, warum die Autofahrer, auf der viel befahrenen Straße, ständig wie wild hupten. Irgendwann ging mir auf, daß ich da wahrscheinlich gar nicht laufen durfte. 🙈 Also überlegte ich fieberhaft, wie ich jetzt von dieser Straße wieder weg kommen könnte und kletterte runter zu einem kleinen Bach. Dank meiner Wanderstöcke, konnte ich diesen auch sehr gut überqueren. Nachdem ich mich ein wenig, durchs Gestrüpp gekämpft hatte, kam ich dann über Feldwege endlich nach Cesantes. Das war wirklich abenteuerlich. Besonders mit meiner Hüfte, die sich bei jedem Kletterversuch erneut beschwerte. Ich war richtig glücklich, als ich endlich in der Herberge ankam. Nachdem ich Su begrüßt hatte, stellte ich erstaunt fest, daß die Herberge ja kaum besucht war und ich somit freie Bettwahl hatte. Na das war mir ja auch noch nie passiert. Ich entschied mich für eine Liege, die direkt am Fenster stand und war begeistert! Das besonders Tolle aber war, daß an diesem Tag, nicht nur wenige Pilger da waren, sondern auch alle aus Deutschland kamen, was die Verständigung extrem leicht machte. Es kam auch recht schnell eine Stimmung, wie im Zeltlager auf. Wir verstanden uns alle auf Anhieb gut und unterhielten uns freudig.

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Nachdem ich geduscht hatte, lernte ich Ralf kennen. Dieser kam ebenfalls aus Deutschland, wohnte und half vorübergehend in der Herberge mit. Er war es dann auch, der mich endlich darüber aufklärte, warum sich meine Blasen, immer wieder füllten und wie ich dem Ein für Allemal ein Ende setzen konnte. Ich sollte Fäden, durch die Blasen ziehen und diese am besten über Nacht drin lassen. Dadurch konnten die Blasen richtig auslaufen und würden sich auch nicht mehr füllen.

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Und genau so war es dann auch. (Die Blasen füllten sich nicht mehr und heilten endlich aus.) Ich wünschte, daß hätte ich vorher schon gewußt. Es hätte mir unglaublich viel Leid erspart. Desweiteren erklärte er mir, daß meine Wanderschuhe, viel zu groß für meine Füße waren. Ich habe 38 1/2 und meine Wanderschuhe hatte Größe 41! 40 hätte locker ausgereicht. Also alles in allem, ein Desaster und kein Wunder, wenn ich Blasen an den Füßen hatte. Dazu noch die Wollsocken und nicht zu vergessen, daß ständige Einschmieren mit Hirschtalgcreme. Die Füße konnten ja gar nicht mehr abtrocknen. Ich hatte nämlich sogar noch vor jedem losgehen, meine Füße fleißig damit, eingeschmiert.

Als Fazit, hatte ich so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Innerlich schlug ich mir mit der flachen Hand vor den Kopf und schüttelte, über mich selbst, den Kopf.

Nachdem das Problem endlich geklärt war, fragte ich, wo es hier einen Supermarkt gäbe und die ernüchternde Antwort war, daß es in diesem Ort keinen gab. Ich ging vor die Tür, weil ich das irgendwie nicht glauben wollte. Lief eine Weile im Ort herum und tasächlich. Hier in Cesantes, gab es bis auf eine schöne Aussicht, irgendwie nichts.

Ich wollte jetzt aber auch nicht zurück nach Redondela laufen und kramte stattdessen in meinem Rucksack, um zu schauen, was ich noch an eßbaren da hatte. Sah nicht gut aus. Da ich wirklich Hunger hatte, machte mich das richtig traurig. Ich hätte zwar etwas zu Essen bestellen können. Das war mir aber mit 10 Euro? (genau weiß ichs nicht mehr) auch zu teuer. Also stellte ich mich deprimiert auf einen Diättag ein.

Nur etwas später, fragte mich eine der anderen Frauen aus Deutschland, ob ich etwas von ihrem Essen ab haben wollte, was sie sich bestellt hatte. Es war ihr zu viel und selbst ihre Mutter, die mit aß, konnte schon nicht mehr. Ich war so erleichtert und nahm das Essen dankbar entgegen. Und noch einen Augenblick später kam Su ebenfalls in die Küche und sagte, daß ich ihr unbedingt mit dem gekauften Essen helfen müßte, weil sie einfach zu viel geholt hatte und keine Lust, das alles Morgen wieder mit zu schleppen. Und auf einmal hatte ich mehr zu Essen, als ich essen konnte. Du kannst dir nicht vorstellen, wie glücklich ich war und ich dankte Gott dafür. Wieder ein Wunder. Ich hatte nichts gesagt, aber auf einmal hatte ich etwas zu essen. Solche Dinge, habe ich so geballt, noch nie erlebt. Für dich mag es ein Zufall gewesen sein. Aber für mich war es ein Wunder. Eins, von so vielen. Ich hatte Hunger, nichts zu essen und auf einmal, da hatte ich mehr, als ich überhaupt essen konnte. Das war so wunderbar und wieder einmal spürte ich, daß Gott mich niemals allein ließ. Wenn ich etwas auf dem Weg wirklich brauchte, habe ich es erhalten. Immer. Das ist ein Gefühl, was ich nicht beschreiben kann. Auch der Begriff Dankbarkeit, trifft es nicht mal im Ansatz!

Als ich etwas später am Abend, meine Bilder in meinen Facebookaccount hoch lud, sah ich auf einmal Ralf wieder. Dieser war bei Nachbarn zu Besuch gewesen und erstaunt, daß ich noch wach war. Ich hatte mich in die Küche zurück gezogen, damit die anderen nicht, durch das Licht meines Handydisplays, gestört wurden. Er setzte sich zu mir und wir unterhielten uns sehr lange. Ralf ist einer von den Menschen, zu dem ich sofort eine totale Sympathie empfand und nicht nur das. Es stellte sich heraus, daß er als Polizist gearbeitet und so auch mit Opfern von häuslicher Gewalt zu tun gehabt hatte. Das konnte kein Zufall sein, da ja genau das, das Thema ist, was mir besonders am Herzen liegt und worüber ich (auch künftig noch) aufklären will. Ich erzählte ihm, die Sicht des Opfers und warum es zum Beispiel oft keine Anzeige erstattet. Er hingegen, machte mich auf einige wichtige Punkte aufmerksam, die ich, sobald ich die „Befrei Dich!“ Videoreihe fortsetze, unbedingt als Information an die Opfer, weiter geben möchte. Aber auch darüber hinaus, waren das sehr schöne Gespräche. Ich weiß nicht, ob du das auch kennst? Du triffst jemanden und könntest dich stundenlang mit ihm unterhalten. Nicht aus Verliebtheit, sondern einfach aus einer totalen Sympathie heraus. Das ist wirklich etwas besonderes! (Wir haben übrigens noch immer Kontakt.)

Leider mußten wir das Gespräch irgendwann unterbrechen, da ich ja am nächsten Tag, wieder weiter laufen und wenigstens noch etwas Schlaf abbekommen wollte. Ich schrieb in mein Tagebuch:

5. Juni 2019

Es ist so unglaublich, was für Wunder auf meinem Weg passieren. Da gibt es so viele Sachen, die kann ich gar nicht alle aufzählen. Und das geht nicht nur mir so. Der Jakobsweg ist nicht einfach irgend eine Wanderstrecke. Er ist etwas ganz besonderes und obwohl ich ihn allein gehe, habe ich keine Angst, sondern fühle mich so beschützt, wie noch nie in meinem Leben. Egal was ich bisher brauchte, es kam immer irgendwie zu mir und wie gesagt, das ist nicht nur bei mir so.

Auch die Pilger, welche nicht gläubig sind, erleben Wunder. Man muß sie nur wahr nehmen und zu schätzen wissen. Ich bin so dankbar und glücklich, diesen Weg gegangen zu sein und noch zu Ende zu gehen. Der Jakobsweg hat etwas in mir verändert, was ich schwer beschreiben kann und doch da ist.

Die Kerze für meinen Vater habe ich angezündet, weil es mir ein Bedarf war. Es ist nicht, weil er tot ist, sondern, weil ich in mir das ganz starke Gefühl hatte, daß er es braucht und weil ich ihn liebe!

Im Übrigen wurde ich wieder bewundert, daß ich bisher trotz meiner Schmerzen nicht aufgegeben habe. Für mich war das selbstverständlich. Aber für andere wohl nicht. Das wiederum erstaunt mich total und ja, es freut mich auch sehr.

Mein Jakobsweg – neunter Tag von Tui nach O Porriño

Der Tag begann extrem regnerisch und da Su und ich unsere nächste Unterkunft bereits gebucht hatten, bestand auch absolut kein Grund zur Eile. Ich kramte noch meine Regenhose aus dem Rucksack und zog sie, samt der Regenacke über. Es war schon ein komisches Gefühl, so ganz ohne Regenschirm in den strömenden Regen zu gehen und vor allem nicht zu wissen, wann der aufhört. „Willkommen in Galicien!“, dachte ich da nur schmunzelnd. „Kaum da, schon fängt der Regen an!“ Das war auch der Grund, warum ich recht wenig Fotos machte. Denn mein Handy hat zwar eine super Kamera, aber regendicht, ist das leider nicht. So ganz ohne Fotos, konnte ich dann aber doch nicht auskommen und beeilte mich mit dem Knipsen:

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Nach einem kleinen Stück, vorbei an der Autobahn; führte der Weg dann, in ein wunderschönes Waldstück, wo ich eine kurze Regenpause dazu nutzte, schnell etwas zu Essen. Auch hier, hatten wieder viele Pilger etwas von sich hinterlassen:

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Lange währte die regenfreie Zeit aber nicht. Deshalb packte ich schnell alles ein und ging weiter. Leider stellte sich relativ schnell heraus, daß meine superteure Regenjacke alles war, nur nicht dicht! Teile der Jacke mit einer angeblichen Wassersäule von 20.000 Litern (das ist theoretisch extrem dicht), klebten jetzt naß an meinem Rücken. Na ganz toll! Ich war extrem frustriert und ärgerte mich. Irgendwann kam ich zu einem Cafe, wo ich auch Su wieder traf. Ich setzte mich zu ihr, bestellte einen Cafe und sah auf dem Weg zur Toilette, Regencapes für 8 Euro. Die sahen nicht sonderlich vertrauenserweckend aus, aber waren ja hoffentlich besser als nichts! Und so kaufte ich mir, das äußerst fragil aussehende Teil. Ob es dicht war, lies sich an diesem Tag aber nicht mehr heraus finden, denn natürlich hörte es, nachdem ich das Ding gekauft und mich wieder auf den Weg gemacht hatte, auf zu regnen. War ja klar. Aber immerhin, konnte ich so, diese süßen Tierfotos machen:

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Kurz danach, kam ich wieder in ein wunderschönes Naturgebiet. Ich habe mal versucht, dieses während des Laufens zu filmen, um ein Gefühl davon zu vermitteln, wie schön es ist, dort hindurch zu pilgern:

Auch das Quaken der Frösche, überhaupt die ganze Strecke durch die Natur, war ein absoluter Traum:

Nach einer Weile kam ich dann an diesen Ort. Ich habe nicht nachgelesen, was das sein soll. Aber irgendwie wirkte es interessant:

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Etwas später jedoch, mußte ich richtig grinsen. Vor diesen zwei Schilder, hatte sich bereits eine kleine Traube Pilger versammelt und als ich genauer hinsah, wußte ich auch wieso:

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Einer der Pilger kramte aus seinem Rucksack, den Reiseführer und las ganz konzentriert darin. Nachdem er fertig war, verkündete er allen Umstehenden:

„Nach links, geht es durch die Natur. Aber der Weg dauert länger. Nach rechts, geht es durch ein Industrieviertel. Das geht schneller.“ Drei Mal darfst du raten, wofür sich alle (einschließlich mir) entschieden haben. Richtig, den Naturweg natürlich. Durchs Industrieviertel, wollte absolut keiner. Auch wenn der Weg kürzer war. Ich kannte zwar die Alternative des Industriewegs nicht, war aber im Anschluß sehr glücklich, über meine getroffene Wahl. Ganz besonders, als die Sonne, wieder richtig schön zum Vorschein kam:

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Nach einer Weile kam ich zu einer Stelle, wo an einem Baum ein Spiegel hing. Das fand ich sehr interessant und fragte mich, warum der dort hing. Dieser Platz, lag abseits des Weges und war ein bißchen versteckt. Man konnte diesen Baum mit dem Spiegel, nicht sofort entdecken. Zumindest nicht, wenn man schnell ging. Ich hingegen, erblickte ihn sehr rasch und als ich näher hin kam, betrachtete ich mich darin. „Reflektion“, ging es mir durch den Kopf. „Wer bin ich, wie wirke ich? Um mich zu finden, muß ich suchen, genau hin sehen. Aufmerksam sein. Ich bin innerlich nicht immer da, wo man mich vermuten würde. Genau wie dieser Spiegel an dem Baum.“ Denn wie schon gesagt, die Stelle, war ein bißchen versteckt.

Ich sah Pilger an mir vorbei gehen und zwar ohne, daß sie mich, den Baum oder gar den Spiegel entdecken. Die Idee, war wirklich klasse. Willst du diesen Spiegel finden, dann mußt du eben besonders aufmerksam sein. Und wenn du ihn gefunden hast, beginnt schon die nächste Herausforderung. Denn nur, weil du in den Spiegel siehst, heißt das noch immer nicht, daß du dich auch wirklich erkannt hast. Aber du bist vielleicht auf einem guten Weg dorthin.

Nun, ich bin ja, den Jakobsweg NICHT gegangen, weil ich mich selbst finden wollte. Ich wußte genau wer ich war und zwar mit all meinen Stärken und Schwächen. Ich lächelte, doch war das Lächeln eigentlich echt? Oder war es nur eingeübt, automatisiert. So wie bei Fotos „Cheese!“ gesagt wird. Ich stellte fest, daß es unecht war. Warum?

Ich wußte wer ich war, also wo lag das Problem? Warum konnte ich trotzdem nicht mit dem Herzen lächeln? Genauso wie weinen? Wo waren alle meine Gefühle eigentlich? Was war da los? Was stimmte denn nicht mit mir? Ich haßte mich mit einem Mal und dann sah ich es. Das Problem. Ich wußte zwar wer ich war, aber ich konnte mich nicht annehmen. Fühlte mich immer minderwertig. Egal was ich machte, es reichte nie. Es war nie gut genug. Sei es künstlerisch oder auch in anderen Bereichen. Egal wo, immer war jemand besser und letzten Endes wurde ich verlassen. Weil ich nicht gut genug war. Weil ich schwach war. Weil ich krank war. Weil ich Fehler machte. Weil ich nicht perfekt war. Weil man mich nicht vorzeigen konnte. Weil ich keine Kinder haben konnte, ja nicht mal das. Weil ich einfach gar nichts im Leben erreicht habe. Weil alles, was ich aufgebaut habe, doch wieder abgerissen wurde. Ich bin nichts und ich habe nichts wirklich wichtiges zu geben. Geld am wenigsten. Und trotzdem will ich jemand sein, der geliebt werden kann. „Aber einen Menschen wie mich, kann man den überhaupt lieben?“

„Halte ich mich selbst eigentlich für liebenswert?“ „Nein!“, die Antwort war ganz einfach „Nein!“ Es reichte also nicht, mich selbst zu finden. Ich mußte lernen, mich selbst zu lieben. Nur dann, konnte ich wirklich etwas in meinem Leben verändern.

Heißt es nicht auch „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst?“ Ich habe aber weder meinen Nächsten und erst recht nicht, mich selbst geliebt. „Überhaupt, was ist Selbstliebe? Was ist der Unterschied, zwischen Selbstliebe und Egoismus?“ Tief in Gedanken versunken, ging ich weiter. Wie sollte ich denn lernen, mich selbst zu lieben? Mich anzunehmen, ohne egoistisch zu sein? “ Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!“ „Ja, ja… Sagt sich so leicht. Ist es aber nicht!“ Wie geht das denn? Geht das überhaupt? Ich hatte keine Ahnung und war absolut ratlos!

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Irgendwann lenkten mich meine Blasen an den Füßen, von meinen Gedankengängen ab. Ich konnte nur noch humpeln und wußte, was jetzt wieder dran war. Schuhe ausziehen, Nadel desinfizieren und Blasen aufstechen. Es tat, wie immer, höllisch weh! Ich nahm eine der letzten 600 er Ibus und hoffte, daß sie schnell wirken würde. Eigentlich wollte ich mir die für die Nacht zum Schlafen aufbewahren, aber Laufen mußte ich ja auch noch irgendwie. Die Tablette nahm meine Schmerzen zwar nicht komplett weg, aber machte sie soweit erträglich, daß ich wieder einigermaßen normal laufen konnte. Zum Einen, was die Probleme in der Hüfte anging (von denen sich jetzt heraus gestellt hat, daß sie durch eine Schleimbeutelentzündung hervor gerufen wurden, die im Übrigen, immer noch nicht weg ist) und dann natürlich, die aufgestochenen Blasen. Ich verband meine Füße, so gut es eben ging und humpelte einfach weiter. Ich kannte die Prozedur nun schon in und auswendig. Ein bißchen warten, dann würde die Tablette wirken und ich könnte wieder besser Laufen. (Meine Wanderstöcke, waren mir dabei übrigens auch eine große Geh-Hilfe.) Das das Ganze, nicht ideal war, wußte ich natürlich. Aber ich wollte partout nicht aufgeben!

Das erzählte ich auch Barbara, einer sehr lieben Frau aus Amerika, die sich wunderte, daß ich zwar langsam humpelte, aber trotzdem, immer noch weiter ging. Ich sagte ihr voller Entschlossenheit, daß ich niemals aufgeben werde und beim Arzt rumheulen, könnte ich ja dann immer noch genug, wenn ich wieder Zuhause wäre. Sie sprach mir offen, ihre Bewunderung aus und das, freute mich total. Denn manchmal hatte ich schon ein schlechtes Gefühl, weil ich, im Gegensatz zu manch anderen, meinen schweren Rucksack, nicht mehr trug. Aber wenigstens, ging ich überhaupt noch.

Dann verabschiedeten wir uns wieder und ich war auch froh, endlich in O Porriño angekommen zu sein. Allerdings hatte Su mit ihrer Aussage „O Porriño ist nicht schön!“ Recht gehabt. O Porriño war auch in meinen Augen, absolut nicht schön! Von all den Orten, wo ich bisher war, empfand ich diesen, als den mit Abstand häßlichsten. Er paßte, nach all den tollen Orten und Landschaften, so gar nicht zum Idyll des Jakobsweg! Aber wenigstens, war das Hostel in Ordnung und ich fand die Idee mit den zuziehbaren Vorhängen, ganz toll. Da hatte ich zum ersten Mal wieder ein bißchen Privatsphäre:

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Nachdem ich meine Sachen zum Trocknen aufgehangen hatte, traf ich im Aufenthaltsraum das Pärchen aus Rubiães wieder. Sie sagten noch einmal, wie froh sie gewesen waren, daß ich ihnen gezeigt hatte, wo der Eingang zum „Supermarkt“ war. Sie hätten den, nämlich ohne mich, nicht gefunden. Anschließend fragten sie mich nach meiner Motivation, den Jakobsweg zu gehen. Ich antwortete ihnen, daß ich auf der Suche nach innerem Frieden, Vergebung, meinen Gefühlen und einem tieferen Kontakt zu Gott sei. Sie erzählten mir daraufhin, daß sie jeden Pilger, den sie trafen, nach seiner Motivation fragten und ich sei erst die Zweite, die auch aus religiösen Gründen heraus geht. Ich sagte ihnen, daß sie da noch ein paar Menschen mit hinzu nehmen könnten. Nämlich die Pilger aus der italienischen Gemeinde, welche ich getroffen hatte. Ganz so trostlos, sah es dann ja doch nicht aus. 😉 Ich weiß nicht, warum sie alle Pilger fragten, sie selbst konnten mir da auch keine wirkliche Antwort darauf geben. Ihre Motivation war touristisch. Ich dachte an die Worte des Herbergsvaters in Tamel und mußte grinsen:

„Selbst die Pilger, welche sich ja NUR die Natur angucken wollen, werden spätestens, wenn sie Zuhause sind merken, daß sich irgendetwas in ihnen verändert hat, was sie vorher gar nicht gedacht hätten! Das wissen sie nur noch nicht!“

Da ich mir aber trotzdem noch die Stadt ansehen und danach etwas essen gehen wollte, verabschiedete ich mich von den Beiden.

Besonders viele alte Bauwerke, die mich zum fotografieren gereizt hätten, sah ich leider nicht:

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Camino Portugues - Tag 9-170846

Also ging ich in die Kirche und war dort sehr beeindruckt, von dem schönen Lichteinfall. Dies war mir aber unmöglich, mit der Handykamera, einzufangen. Doch wie immer, versuchte ich es wenigstens. In der letzten Szene, (der Spiegelung von Jesus Grab), sieht man es ein bißchen auf dem Fußboden. Es war wirklich so schön anzusehen. Auf den Figuren, dem Fußboden… Schade, daß man es nicht so gut sehen kann. Dafür, bräuchte ich wahrscheinlich, eine richtige Kamera:

Dann faszinierte mich noch dieses Kirchenfenster, wegen der durchtrennten Fesseln. Denn gefesselt fühlte ich mich auch und zwar in vielerlei Hinsicht. Ich wünschte mir so sehr, daß auch meine inneren Fesseln, irgendwann durchtrennt werden können:

Camino Portugues - Tag 9-180945

Im Anschluß, deckte ich mich bei der Apotheke mit Pflastern in allen möglichen Variationen ein. Auch die 600 er Ibus versuchte ich zu bekommen, aber leider, waren die, wir auch hier in Deutschland, verschreibungspflichtig. „So ein Mist!“, fluchte ich leise vor mich hin. Also lies ich mir 400 er geben. Die halfen allerdings, wie sich später heraus stellte, überhaupt nicht und ich fragte mich, ob man mir Placebos angedreht hatte. Gut, daß ich das zu dem Zeitpunkt, aber noch nicht wußte. Sonst hätte es mir wahrscheinlich die Laune verhagelt!

Da sich auch hier kein Pilgermenü unter 8 Euro finden lies, bestellte ich eine günstige Pizza und amüsierte mich über dieses kleine Beilchen. Die Pizza war zwar geschmacklich nicht der Renner, aber sie machte wenigstens satt!

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Camino Portugues - Tag 9-192444

Als ich später zurück im Hostel war, schrieb ich in mein Tagebuch:

4. Juni 2019

Der heutige Tag fing sehr regnerisch an und leider war meine Regenjacke nicht dicht🤪Beim ersten Kaffee auf dem Weg habe ich mir dann für 8 Euro eine Mischung aus Poncho und Regenjacke gekauft. Ob der dicht ist, weiß ich noch nicht, denn natürlich hörte es danach auf zu regnen 🙈😂

Meine Blasen habe ich schon wieder ausgestochen und irgendwie nervt das langsam. Deshalb habe ich mich nicht nur mit Pflastern eingedeckt, sondern auch mit Ibus. Die sind hier besonders billig. Meine Hüfte fühlt sich auch wieder gut an, so daß ich ab Morgen den Rucksack wieder selber trage. Ich habe ihn drei Tage lang zu den Hostels schicken lassen. Das ist hier ein Service für 7 Euro, den vor allem ältere Leute in Anspruch nehmen oder auch welche, die vorübergehend Probleme haben. Ich denke aber, daß mein Hüftproblem erledigt ist und werde es Morgen einfach mal wieder probieren.

Die nächste Etappe geht doch etwas weiter, da es ein schöneres und günstigeres Hostel in einem anderen Ort gibt. Das macht aber nichts, dann ist die Etappe am Tag darauf, ja kürzer.