Immer den gleichen Fehler wiederholen

Das Lied ist im Original von James Blunt und hat ebenfalls einen ganz besonderen Text. In diesem geht es darum, daß wir oft selbst unser größter Feind sind, weil wir bestimmte Fehler immer wiederholen. Manchmal wissen wir es in uns auch, wollen es aber nicht wahr haben. Mir persönlich ging es verdammt oft so, daß ich alle Warnungen in den Wind geschossen habe und impulsiv in mein nächstes Unglück gerannt bin. Ich machte etwas, wußte ganz genau- ich sollte das verdammt noch mal nicht machen- auf gar keinen Fall tun und konnte aber trotzdem nicht anders. Tja was passiert dann wohl??? Schwupp lag ich schon wieder mit dem Gesicht im Dreck! Aber so ist das Leben. Auf zur Schlammschlacht… Kann ja mit ein bißchen Selbstironie im nachhinein sogar noch ganz lustig sein. Aber auch nur im nachhinein…

Dieses Video ist schon etwas älter und ich war dort noch etwas jünger… gg Es ist in Korfu, Griechenland während eines Urlaubs von meinem Expartner aufgenommen und mir in mühevoller Fummelarbeit in einem kleinen Videobearbeitungsprogramm erstellt worden. Da diese Videos, von denen es nur ein paar gibt, so zeitaufwendig und nervenraubend sind, mache ich heute nur noch die schnellen „Live“ Aufnahmen.

Gefilmt auf der wunderschönen Insel Korfu in Griechenland)

Hier ist noch die deutsche Übersetzung zu dem Lied:

Ich sah in meinem Bett, wie die Welt sich dreht
Und ich kann wieder einmal nicht schlafen
Gehe aus der Tür und die Straße entlang
Schaue auf die Sterne unter meinen Füßen (Regen)
Erinnere mich an richtige Dinge, die ich falsch gemacht habe
Also, hier bin ich…

Hallo, Hallo
Es gibt keinen Ort, an den ich nicht gehen kann
Meine Gedanken sind trüb, aber…
Mein Herz ist schwer, sieht man das?
Ich komme vom Weg ab, der mich verliert

Also sandte ich ein paar Männer aus um zu kämpfen
Und einer kam mitten in der Nacht zurück
Sagte, er habe meinen Feind gesehen
Sagte, er sehe aus wie ich
Also begann ich, mich selbst zu verletzen

Ich rufe nicht nach einer zweiten Chance
Ich schreie so laut ich kann
Bring mich zur Vernunft, aber laß mir keine Wahl
Denn ich würde den gleichen Fehler wieder machen

Und vielleicht werden wir uns eines Tages begegnen
Und vielleicht auch reden und nicht nur sprechen
Nimm mir keine Versprechen ab, weil
Es keine Versprechen gibt, die ich halte
Mein Spiegelbild beunruhigt mich

Ich sah in meinem Bett, wie die Welt sich dreht
Und ich kann wieder einmal nicht schlafen
Gehe aus der Tür und die Straße entlang
Schaue die Sterne an.
Schaue die fallenden Sterne an
Und ich frage mich, was ich falsch gemacht habe

Vorbilder und Anregungen

Igel in der Hand © Emily-Star

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Seit ich hier wohne, habe ich ein paar wertvolle Menschen kennen gelernt, die mich zum richtigen Zeitpunkt tief beeindruckt haben.

Wenn man selbst so richtig frustriert und desillusioniert ist, ist das schon wunderbar. Denn durch viele bittere und enttäuschende Erfahrungen mit Menschen, hatte ich mein Herz verschlossen. Sogenannte Freunde haben mich verraten und für ein Butterbrot verkauft. Meine beiden Mütter (das erkläre ich zu einem späteren Zeitpunkt) hatten kein wirkliches Interesse an mir. Bei meiner leiblichen Mutter wußte ich das ja schon lange. Aber bei meiner Stiefmutter, wollte ich es einfach nicht wahr haben! Das zeigte sich letztens Endes dadurch, daß sie mir auf eine für mich sehr schlimme Diagnose vom Arzt (Krebsgefahr) antwortete, daß es schlimmeres gäbe. Da dachte ich nur, ich steh im Wald. Mein Arzt erzählte mir, daß meine Speiseröhre voll ist von Tumoren, die zwar jetzt gutartig, aber jederzeit bösartig werden können und sie sagt: „Da bin ich aber froh, ich dachte schon, es sei etwas schlimmes!“ Und tschüß! Das kann ich bis heute nicht fassen!!!

Auch das mein Vater, mich einfach nicht lieben kann und ablehnt, weil ich seinen Erwartungen nicht entspreche, war und ist für mich eine sehr traurige Erfahrung.

Tja und dann noch die nachträgliche Wut auf meinen Expartner, von dem ich mir viel zu lange, viel zu viel gefallen gelassen hatte, war für mich fast unerträglich. (Auch darauf komme ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zurück. Das hat jedoch den Hintergrund, daß ich über destruktive Gewaltbeziehungen aufklären will, um davon Betroffenen zu helfen!)

Diese Selbsthilfereihe zum Beispiel, ist nicht neu, sondern hatte ich schon vor ein paar Jahren veröffentlicht. Aber weil ich so enttäuscht vom Leben und einigen Menschen war, habe ich alles gelöscht. Auch mein eigenes Lied ist damals gefloppt. All meine Hoffnungen waren auf Sand gebaut. Diese riesige Enttäuschung, daß zwar alle gern bei mir gelesen hatten, aber sich fast keiner für mein Lied interessierte, führte dann zum absoluten Cut. Ich hatte eine richtige Homepage, gratis Podcasts und all das hat nicht nur Zeit und Mühe, sondern auch Geld gekostet. Das waren alles zu viele Erfahrungen, in (für mich) zu kurzen Zeitabständen, die ich psychisch einfach nicht mehr verabeiten konnte.

Und so habe ich mich eingeigelt und sehr viel mit Wut, Haß und Enttäuschung zu kämpfen gehabt. Aber dann, lernte ich auf einmal andere Menschen kennen. Menschen, die jetzt einen sehr wichtigen Standpunkt in meinem Leben einnehmen und mir meinen Glauben in das Gute im Menschen zurück gaben.

Meine jetzige Freundin holte in mir zum Beispiel die Liebe zum Gesang zurück (denn den hatte ich gleich mit verdammt) und ein anderer Mensch inspirierte mich dazu, die Selbsthilfereihe wieder neu aufzubauen. Er hat nichts dazu gesagt oder getan, ist einfach nur seinen Weg gegangen. Auch er hat weiter gemacht, als es ihm richtig schlecht ging und anderen geholfen, ohne einen Lohn dafür zu fordern. Straight und trotz allem! Da dachte ich mir nur, „Mädel hör auf zu jammern und mach einfach weiter!“ Das war dann auf google plus. Da die jetzt aber schließen, habe ich hier eben nochmal einen Neuanfang gemacht.

So können Menschen auch tatsächlich Vorbilder und Anregungen sein. Etwas in einem lostreten, was sehr gut sein kann. Beide Menschen haben etwas in mir geweckt. Das Verlangen nach Leben, der Wunsch nach Veränderung und selbst eine Anregung oder Hilfe für andere sein zu wollen. Trotz allem!

Wege der Selbstheilung Teil 2

Messe Dich mit Deinen eigenen Maßstäben, nicht mit denen der Anderen. Denn Du bist nun mal nicht „die Anderen“! © Emily-Star

Über Tablettensucht und wie ich sie besiegte

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Als erstes setzte ich von einem Tag auf den anderen die Antidepressiva „Dauermedikation“ ab. Das war kein leichtes Unterfangen, da mein Körper sich im Laufe der Jahre an die Wirkstoffe gewöhnt hatte und sie ihm nun fehlten. Angeblich sollte es ja gar keine Entzugserscheinungen geben, aber nach sieben Jahren, die ich dieses Medikament mittlerweile genommen hatte, kamen natürlich trotzdem reichlich. Dazu zählten unter anderem Schlaflosigkeit, Hitzewellen und der vorübergehende Verlust des Gleichgewichtssinns. Das hieß dann in der Praxis auf allen vieren durch die Wohnung zu kriechen und mich, wenn ich dann mal versuchte mich aufzurichten, sehr gut an Möbeln fest zu halten. Das dauerte ca. eine Woche. Aber dann wurde es endlich besser und es begann sich alles nach und nach zu normalisieren.

Später habe ich von einem (anderen) Arzt, als dem, der mir immer die Tabletten verschrieben hatte erfahren, daß das eigenmächtige abrupte absetzen ziemlich leichtsinnig und auch gefährlich gewesen ist. Und dann noch ohne ärztliche Aufsicht. Ich konterte daraufhin, daß mir ja mal gesagt worden war, daß es keine Entzugserscheinungen geben würde. Er meinte, ja das hätte man damals gedacht, aber heute wüßte man es besser. Na ganz toll, so viel also zu Langzeitstudien BEVOR! ein Medikament frei gegeben wird. Die Langzeitstudie waren dann wohl all jene, wie auch ich gewesen, die das Medikament dummerweise zu lange genommen hatten. Denn heute steht in der Packungsbeilage, daß man diese Arznei in keinem Fall länger als zwei Jahre nehmen soll. Warum stand das da damals nicht? Ebenso wie die Tatsache, daß es die Zahnsubstanz zerstört. Es hat sehr viel Zeit und Geld gekostet, meine Zähne wieder herstellen zu lassen… Ich war wirklich wütend und fühlte mich ein bißchen als Versuchskaninchen missbraucht. Ich schwor mir, so etwas nie wieder zu nehmen. Doch das war in der Praxis gar nicht so leicht umzusetzen. Wer einmal versucht hat mit dem rauchen aufzuhören oder durch eine Diät bestimmte Dinge, die er liebt einfach nicht mehr essen darf, der versteht gewiß, wovon ich da rede. Die ersten paar Tage laufen noch ganz gut, die Vorsätze sind alle frisch- aber dann kommt er auf einmal doch, der Moment der „Schwäche“ Den wo man denkt, „Jetzt eine Zigarette!“ oder „Jetzt eine Schokolade, oh ich habe so einen Heißhunger drauf!“ Und dann beim „Nein!“ zu bleiben, ist verdammt schwierig und erfordert sehr viel Selbstdisziplin! Denn natürlich hatte auch ich diese Momente, wo ich zwar wußte, wie schädlich diese Tabletten sind, ich mir ihre betäubende Wirkung jedoch zurück wünschte.

Da stand ich nun, am Ausgangspunkt angekommen. Mit den gleichen Schwierigkeiten konfrontiert, wie zu der Zeit, als mir dieses „Betäubungsmittel“ angeboten wurde. Ich stand da und begriff langsam, daß ich nicht geheilt war und viel kostbare Zeit einfach verschwendet hatte. Verschwendet an eine Illusion. Es war gar nichts geklärt, nichts geheilt. 7 Jahre im Dämmerzustand einfach an mir vorbei gezogen. Ich konnte immer noch nicht weinen und mein Bedürfnis mich wieder zu verletzen wurde genau dadurch immer größer. Ich hatte mir keinen Plan gemacht, keine Hilfe geholt für die Zeit danach. Aber einfach aufgeben? Nach all dem? Nein das wollte ich auch wieder nicht! Und irgendwie war es ja doch auch schön, wieder etwas zu fühlen. Also beschloss ich für mich, einfach mal etwas anderes auszuprobieren, mich anderes zu verhalten, als sonst. Ich schloß einen inneren Kompromiss ab. Jedes Mal, wenn meine Gefühle wieder heftig werden, körperlich aktiv zu werden. Da ich damals noch tanzen konnte, war das dann auch der Tanz. Die Gefühle wollten heraus, also versuchte ich ganz bewußt sie einmal durch etwas anderes, als das Altbekannte frei zu lassen. Und wenn ich merkte, daß es wirklich nicht half (und auch nur dann), nahm ich meine „Notfalltabletten“, die ich noch besaß. Die Wirkung bestand darin, daß sie mich vollkommen schachmatt setzten.

Denn ich stellte fest, daß wenn ich erst einmal eine Nacht darüber schlief, es mir am nächsten Tag für gewöhnlich besser ging. Das war zwar immer noch nicht das „non plus ultra“, aber TROTZDEM eine kleine Verbesserung. Und das ist wichtig! Die kleinen Verbesserungen zu schätzen. Denn von sich zu erwarten von heute auf morgen alles wieder im Griff zu haben, kann nur schief gehen. Der erste Schritt meiner Selbstheilung lag also erst einmal darin, mir meine Lage einzugestehen und mir selbst die Zeit zu geben, die ich dafür brauche, sie ganz langsam in meinem eigenen Tempo zu verbessern. Daher kam dann auch die Erkenntnis, wie wichtig es ist, zu sehen was man schon geschafft hat und dies zu würdigen. Wenn man das erst einmal verinnerlicht hat, daß man sich mit seinen eigenen Maßstäben messen sollte und nicht mit denen der Anderen, beginnt schon die erste kleine positive Veränderung in einem selbst. Ich sagte mir also: „Ich habe schon den Entzug vom Dauermedikament geschafft und endlich meine Gefühle zurück. Ich habe eine neue Möglichkeit aufgetan mit meinen heftigen Gefühlen umzugehen. Für den absoluten Notfall habe ich zwar etwas da, aber ich versuche trotzdem mal, ob es auch ohne diese Krücke geht. Und jedes Mal, wenn ich sie nicht brauche, wenn ich es ohne sie schaffe – ist ein Erfolg! Und sollte ich sie doch brauchen, ist das auch in Ordnung! Immerhin habe ich mich dann aber nicht selbst verletzt und vielleicht schaffe ich es ja beim nächsten Mal sogar ohne!“ Und mit genau dieser Einstellung schaffte ich es dann tatsächlich auch, sie immer seltener zu brauchen. Hätte ich mir jetzt gesagt: „Du hast ja immer noch diese Krücke, wie erbärmlich!“ Dann hätte ich meine ersten kleinen Erfolge selbst nieder gemacht und die Motivation weitere kleine Erfolge zu erzielen, wäre gewiß nicht so hoch gewesen.

Wenn man versucht ein „Problem“ in den Griff zu kriegen, dann darf man sich auf gar keinen Fall mit Menschen messen, die das Problem nie hatten. Gar nicht kennen. Da kann man nur verlieren.

Jemand der reich ist, wird nie verstehen wie sich ein Armer fühlt.
Jemand der essen kann was er will ohne zuzunehmen,
wird nie verstehen wie es ist, wenn man eine Diät macht.
Jemand der nie ernsthaft krank war, kann nicht verstehen wie es ist krank zu sein.

Wir sind alle einzigartig, haben unsere eigene Geschichte und deshalb unseren eigenen Weg!
Und wie meiner weiter ging, schreibe ich in Teil 3.

Bildertext:

Messe Dich mit Deinen eigenen Maßstäben,
nicht mit denen der Anderen.
Denn Du bist nun mal nicht „die Anderen“!

© Emily-Star