1 Befrei Dich! Mein Weg aus einer destruktiven Gewaltbeziehung – Einführung

Wie versprochen, hier der erste Teil der „Befrei Dich!“ Reihe als Videopost. Das Thema nimmt mich noch immer sehr mit, wie Ihr sicherlich bemerken werdet. Aber ich sagte ja bereits, daß ich das noch nicht aufgearbeitet habe und das ist das allererste Mal, wo ich die Geschichte komplett erzählen will. Also etwas ganz anderes, als die Musikvideos zuvor. Aber das Thema ist mir einfach zu wichtig, um es nur zum Lesen oder reinen Hören zu haben. Ich gebe der ganzen Geschichte ein Gesicht. Mein Gesicht! Authentisch, offen und absolut schonungslos.

Hier geht es um Gewalt in der Partnerschaft. Sei sie nun psychisch, emotional oder körperlich. Meine Geschichte für Dich! Anonyme und professionelle Hilfe findest Du unter:

Frauen: www.hilfetelefon.de , www.re-empowerment.de
Männer: www.maennerberatungsnetz.de

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ berät unter der Rufnummer 08000 116 016 und online auf http://www.hilfetelefon.de zu allen Formen von Gewalt – rund um die Uhr und kostenfrei. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch Bekannte, Angehörige und Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wenden.

In der Praxis weist das Hilfetelefon gewaltbetroffene Männer, die anrufen, nicht ab. Sie werden nach Möglichkeit beraten und, soweit vorhanden, über für Männer geeignete Anlaufstellen informiert.

24 Gedanken zu “1 Befrei Dich! Mein Weg aus einer destruktiven Gewaltbeziehung – Einführung

  1. Liebe Emily,

    es ist mutig von dir dieses Video gemacht zu haben und deine Geschichte zu erzählen. Ich war froh zu hören, dass es dir immer noch nicht leicht fällt, du es aber trotzdem tust, denn ich hätte dir das erste nicht so recht angemerkt!
    Am allerbesten gefällt mir deine natürliche Art, die du durch dein Äußeres jetzt ausstrahlst. Das passt zu deinem jetzt völlig ehrlich mit dir und deinen Gegenübern sein zu wollen.

    Das eine oder andere habe ich ähnlich erlebt und beim Lesen erinnere ich mich daran und sehe die Mechanismen, die ich so auch erlebte.
    Der Partner, mit dem ich direkt nach meiner ersten Ehe zusammen war, wurde in meinem Familienkreis immer als der Tolle und Nette angesehen, keiner von denen konnte sich vorstellen, dass er auch anders sein kann, wenn wir allein waren, eben manipulierend. Sie glaubten, dass ich nun endlich, nachdem ich aus der Sekte raus war, in der ich aufgewachsen war und von meinem ersten Ehemann getrennt war, einen netten Mann gefunden hatte, der gut für mich sorgt.
    Bis eines Tages eine Tante, zu der ich einen guten Draht hatte, sagte, sie hätte einen unverschämten Sex-Anruf erhalten und sie sei sich von der Stimme her sicher, dass es mein Partner war. Ich konnte mir das damals nicht vorstellen. Gepasst hat auch, dass er zu er Zeit verschnupft war und sie sagte, diese Stimme war es auch und sie ist sich ganz sicher. Er hat es nie zugegeben, sondern weit von sich gewiesen und ich glaubte ihm zunächst. Die Tante sagte, es macht nichts, sie ist mir deswegen nicht böse, sie weiß aber einfach was sie weiß. Und „drüben“ (nach dem Tod im Reich der Seelen, sie hatte einmal eine Nahtodeserfahrung gehabt) kommt die Wahrheit ans Licht.
    Ab diesem Zeitpunkt war sie jedoch bereit zu glauben, dass dieser Mensch noch eine ganz andere Seite hat als die, die er ihnen offen zeigte, wenn wir zusammen dort waren. Und nachdem ich beschlossen hatte mich von ihm zu trennen, rief er sie einmal in meinem Beisein an und versuchte sie zu manipulieren ihm zu glauben, dass er ein Guter sei und der Arme, der von mir verlassen werden soll. Sie kannte nun seine andere Seite und fand das gar nicht schön. Sie konnte jetzt verstehen, warum ich ihn verlassen wollte, während die anderen in der Familie nicht verstanden, warum ich diesen netten Mann jetzt auch wieder verlassen möchte.

    Ich kenne auch vom Hörensagen durch meine Kollegen den Fall, wo eine Frau ihren Mann psychisch beherrscht. Dass auch physische Gewalt im Spiel ist, ist nicht offensichtlich, er sagt es aber. Manchmal kommt er im Nachbarsumfeld und klagt sein Leid. Einmal hat eine Nachbarin ihn zum Arzt geschickt, als er von seiner Frau verletzt worden war. Sie hat ihn auch ermutigt, dort die Wahrheit zu sagen, woher die Verletzung kommt und nach Hilfe / Unterstützung zu fragen. Offensichtlich war der Arzt überfordert oder er wollte nicht glauben was man ihm erzählte. Der Arzt ermutigte diesen Mann, jetzt schön wieder heim zu gehen zu seiner Frau, es werde sich alles geben. Wenn die gleiche Nachbarin den gleichen Rat noch einmal aussprach, sagte dieser Mann: Es glaubt mir ja keiner. Er hat aufgegeben. Und niemand im Umfeld weiß was tun, sie schauen einfach zu. Das finde ich erschreckend.

    Ich bin auch erstaunt von der Kommentatorin, die sagt, sie selbst kenne 4 solcher Beziehungen in ihrem Umfeld, das ist ja irre. Sollte dieses Phänomen tatsächlich weiter verbreitet sind als man gemeinhin annimmt? Manchmal scheint mir, wir sind nur nicht in der Lage mit unserer Lebensgrundlage, der Erde, passend umzugehen, wir leben auch zwischenmenschlich teilweise in einer Art Steinzeit. Und das gehört nach Außen!

    Liebe Grüße
    Marion

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    1. Ja es ist egal wo, ein Riesentabu. Ich habe auch lange geschwiegen. Aus Angst und Scham. Meine Angst ist jetzt glücklicherweise weg. Aber meine Wut (auch auf mich selbst), ist im Augenblick noch schwer in den Griff zu bekommen. Ich leide darunter, kann sie ja nicht ausleben, wie ich gerne würde. Und wenn ich nicht so gläubig wäre, dann hätte ich mich vielleicht sogar an ihm gerächt. Aber Rache und Haß, sind keine guten Weggefährten. Ich bin mir sicher, daß er irgendwann seine Strafe erhalten wird. Da brauche ich mir gar nicht die Hände dreckig machen.

      Ich versuche stattdessen meine Wut für etwas Gutes einzusetzen. Wut ist ja eine ungeheure Energie. Ich nutze sie, um meine Geschichte hier zu erzählen, um das Tabu zu brechen. Ob ich ihm jemals vergeben kann, weiß ich heute noch nicht. Gut wäre es und zwar für meinen Seelenfrieden!

      Ich hoffe es und ich hoffe auch, daß der Mann von dem Du erzählt hast, sich irgendwann von dieser Frau lösen kann. All das zu lesen, motiviert mich nur noch mehr, diese Sache durchzuziehen.

      Und ich bin von auch verdammt froh, daß Du diesen Mann verlassen hast!!!!!!

      Ich finde es interessant, daß Du meine Nervosität nicht bemerkt hast. Es hat damit zu tun, daß mich das Ganze emotional so aufwühlt.

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      1. Ja, Wut ist eine ungeheure Energie und ich finde es prima, wenn du sie positiv statt destruktiv umsetzen kannst.

        Rache und Hass sind seine guten Weggefährten, das sehe ich auch so. Aber sie wahrzunehmen und darüber zu entscheiden, was man damit anfängt, ist gut. Von Rache wird nichts besser, es ist trotzdem passiert was dir passiert ist. Was mich in Zeiten der größten Wut am meisten getröstet hat ist der Glaube, dass jeder das ernten wird was er sät, auf die eine oder andere Weise, ob hier in diesem Leben oder später. Aber auch die Wut verraucht irgendwann einmal. Je mehr man für sich selbst zu tun in die Lage versetzt wird, umso schneller.

        Vergebung kann man nicht erzwingen, wenn man es nicht so fühlt. Alles braucht seinen natürlichen Lauf. Auch die Wut braucht ihren Platz und ihre Annahme. So dass sie sich verändern kann. Wichtig finde ich aber auch, dass du irgendwann dir selbst vergeben kannst. Das ist etwas, womit ich mich manchmal relativ schwer tue. Aber auch das braucht halt den richtigen inneren Zeitpunkt, wo es möglich wird.

        Ich hoffe auch, dass dieser Mann, von dem ich erzählt bekam, irgendwann die Kraft oder passende Hilfe erfährt, um sich aus dieser Situation heraus zu begeben. Denn er muss es letztendlich selbst tun; niemand kann ihm das abnehmen. Man könnte ihm einfach die Hand reichen, vielleicht. Vielleicht aber auch nicht, wenn die innere Abhängigkeit noch sehr stark ist.

        Ich bin auch sehr froh, dass ich diesen manipulierenden Mann verlassen habe, obwohl es länger dauerte als mir lieb war. Ich war nach 5 Jahren Beziehung so weit, dass ich es wollte. Aber es gingen noch ein paar Jahre ins Land, bis ich es schaffte. Er setzte alle psychischen Hebel an, um zu verhindern, dass ich an diesen Punkt komme. Und doch konnte er es nicht aufhalten. Auch für meine Kinder war es keine gute Zeit bei ihm. Er hat auch ihnen gegenüber mehr seine Macht ausgespielt, als wirklich sehen wollen was mit ihnen geschehen ist und sie zu schützen. Das gab den Ausschlag, dass ich ihm nicht mehr verzeihen konnte. Wer hilfsbedürftige Kinder den eigenen Launen und dem eigenen Ego zuliebe in Angst und Schrecken versetzt, obwohl sie gerade aus einer schwierigen Scheidung ihrer Eltern traumatisiert heraus kamen…, so einen Menschen kann und will ich nicht lieben.

        Ich bin auch froh, dass du heraus gefunden hast aus dieser zerstörerischen Beziehung und jetzt alles dafür tust, heil zu werden in der Seele.

        Deine Angespanntheit habe ich bemerkt, aber nicht, dass es dich emotional noch so aufwühlt. Aber letztlich spielt das keine Rolle, was ich wahrnehme. Die Hauptsache ist, dass du umsetzt, wozu es dich drängt.

        💜🌷🎊

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      2. Doch, doch. Ich habe nie wirklich darüber gesprochen. Mich eher versucht abzulenken. An was anderes zu denken. Aber das funktioniert immer nur solange, wie Ablenkung da ist. Abends im Bett, wenn es nichts mehr zu tun gibt, dann kommt es oft wieder und läßt mich stundenlang nicht einschlafen. Es hat mich verändert. Die einen sagen, ich wäre erwachsen geworden. Die anderen, ich wäre verbittert. Beides ist auf eine gewisse Art korrekt. Ich sehe es im Video selbst. Denn für gewöhnlich beobachte ich mich ja nicht beim sprechen. Ich kann mich fast gar nicht mehr freuen und wittere fast überall Verrat. Das ist nicht gut. Früher war ich zu naiv. Jetzt ist mein Herz streckenweise verhärtet und nur noch voller Misstrauen.

        Aber vielleicht ist das auch nur ein übermächtiger Schutz. Ich weiß es nicht. So lebendig, wie zu Zeiten der Selbsthilfereihe (die ist ja schon ein paar Jahre alt), habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Das würde ich aber gerne wieder. Ich habe mich in den letzten Jahren wirklich weg geschlossen. Das war schon sehr extrem!!! Niemand außer unseren ganz engen Freunde durfte die Wohnung oder den Garten betreten. Allein die Vorstellung war für mich schon unerträglich.

        Jetzt ist aber der Zeitpunkt da, wo ich für mich spüre, daß ich etwas ändern möchte. Ich habe wieder begonnen raus zu gehen und mit Menschen zu sprechen. Aber wenn ich jemals wieder richtig lachen und glücklich sein will, dann muß ich mich jetzt dem stellen, was mich so wütend und verbittert gemacht hat. Wie Du schreibst, damit es sich irgendwann verwandeln kann. Hoffentlich!

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      3. Es ist ganz verständlich, nach so einer intensiven Erfahrung misstrauisch zu sein, sein Herz zu schützen. Ich denke es ist ein vorübergehender Zustand, den du jetzt so brauchst. Das Geschehene hat Eindrücke hinterlassen und du brauchst Zeit für dich. Auch wenn es schwierig auszuhalten ist, weil du wie jeder andere auch vertraute Kontakte brauchst. Das wird wieder kommen, mit Geduld und liebevollem Verständnis für dich selbst.

        Verbittert wirkst du im Video nicht auf mich, eher ein wenig schauspielernd. Nach dem was ich jetzt von dir weiß würde ich sagen, vielleicht als Hilfskonstrukt, um mit diesen massiven Erlebnissen und ihren Folgen in dir nach außen treten zu können. Dennoch so ehrlich wie möglich.

        Ich kann mir gut vorstellen, dass dir dieses intensive Erleben in der letztlich positiven Verwandlung Weisheit und Reife einbringen, die du in deine Umgebung geben kannst, aber natürlich vor allem auch erst mal dir selbst helfen dein Leben auf eine ganz andere Basis zu bauen.

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      4. Ja im Grunde versuche das Thema erst einmal so objektiv wie möglich anzugehen und bin da mit mir in einem inneren Zwiespalt. Einerseits versuche ich sachlich zu bleiben, weil ich sonst nicht berichten kann und andererseits drängt da sehr viel, was an Gefühl heraus will. Das ist der Grund, weshalb es so schauspielerisch wirkt. Ich habe auch überlegt, das Ganze einfach so lange aufzunehmen, bis es ruhig rüber kommt. Auf der anderen Seite, wäre aber genau das schon unecht. Es ist der innere Kampf, den Du da siehst. Diese Unruhe. Im übrigen gestikuliere ich generell viel, wenn mich etwas aufregt. Es muß irgendwo hin. Na mal sehen. Ich bin selbst gespannt, wie ich das nächste Video hin kriege…

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      5. Diesen inneren Zwiespalt kann ich sehr gut nachempfinden. Es erinnert mich daran, dass ich bei den ersten Ex-Zeugen-Jehovas-Treffen, wenn ich gefragt wurde wie es bei mir war und ich meine Geschichte erzählte, erstaunt merkte, wie es während des Erzählens in mir heftig vibriert. Da waren noch so viele offene Gefühle.

        Dass du das Video genau so machst, wie es in dem Moment geht, ist richtig und eben authentisch. Es wär schade, wenn du versuchen würdest es zu perfektionieren. Es geht ja gerade darum, ganz du selbst zu sein, alles was du in dem Moment bist. Und wenn es zerrissen ist zwischen verschiedenen Gefühlen, das ist völlig verständlich. Ich verstehe jetzt, dass du es auf diese Weise erzählst, um irgendwie die Haltung zu wahren, während du über all das sprichst, wozu du noch unverdaute Gefühle hast.

        „Es ist der innere Kampf, den Du da siehst. Diese Unruhe.“ Ich verstehe!

        „Im übrigen gestikuliere ich generell viel, wenn mich etwas aufregt. Es muß irgendwo hin.“ Na klar, das sollst du ja auch, ganz so wie es deine Art ist. Ich kann gut nachvollziehen, dass die intensiven Gefühle dazu auch ihren Ausdruck finden wollen irgendwo.

        Also mach genau so weiter, das ist gut.

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      6. Danke. 🤗

        Ich habe heute die nächste Aufnahme gemacht, die ist sehr viel ruhiger. Das liegt aber daran, daß ich jetzt versuche die Gefühle, die kommen zu zu lassen, was sehr schwer ist. Teilweise mußte ich alles löschen und wieder von vorne anfangen, weil ich vor lauter Emotionen auf einmal sprachlos war. Aber jetzt ist sie endlich im Kasten.

        Sie wird aber erst Morgen veröffentlicht, da sie viele Stunden zum hochladen brauchen wird. Diese erste Folge hat 5 Stunden gebraucht, bis sie auf youtube hochgeladen war. Die von heute ist fast doppelt so lang, wird also noch länger zum hochladen brauchen.

        Im Augenblick fühle ich mich traurig und ausgelaugt, aber es tat im nachhinein trotzdem gut, darüber zu reden.

        Herzlichst Emily

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      7. Wow, das wird spannend, ich freu mich schon drauf.
        Ich kann mir vorstellen, dass dich das viel Energie kostet, noch dazu wenn du die Gefühle dazu hochkommen lässt. Kein Wunder, dass du dich jetzt ausgelaugt fühlst.
        Und zur Traurigkeit fällt mir ein, dass ich vor Jahren irgendwann einmal entdeckt habe, dass bei mir unter der Wut oft eine Traurigkeit lag, d.h. die Wut schützte mich davor sie zu fühlen. Aber wenn die Traurigkeit Raum bekommt und schließlich auch wieder etwas verrauchen kann, ist etwas geschafft. Das ist einer der anstrengendsten Teile, wenn man mit so einer Vorgeschichte lebt, die ganzen Gefühle irgendwann auf ein neutraleres Niveau zu bekommen, indem man hindurch geht, zulässt und ihnen Raum gibt. Aber du bist eine mutige Frau und du wirst den Weg gehen, wie er für dich passt.
        Es freut mich, dass es dir letzten Endes gut getan hat darüber zu reden.

        Morgen Früh kommt das Umzugsunternehmen bei mir, das bedeutet ich bin noch dabei heute wirklich alles, alles noch einzupacken und reisefertig zu machen. Irgendwie ist es jedes Mal wieder unglaublich, dass noch was und noch was da ist, was noch eingepackt werden muss. Ich bin schon müde, aber es wird ein gutes Gefühl sein, wenn es geschafft ist. Sieht so aus, dass die vorhandenen Kartons gerade so reichen, Glück gehabt.
        Ich sag das, weil es bedeutet, es könnte ein bisschen dauern, bis ich deinen nächsten Teil ansehen kann, wenn er dann hochgeladen ist (so lange dauert das? puh…, aber letztlich ja auch egal wie lange, Hauptsache dass, die Dauer passt zur von dir aufgewendeten Energie dafür 😉 ). Ich werde in der neuen Wohnung erst mal im Chaos sitzen und sortieren und räumen…

        Ich merke, wenn wir so miteinander reden, dass du mir ein bisschen ans Herz wächst. Ich nehme das erstaunt wahr, weil es nicht so häufig vorkommt. Es fühlt sich echt an, nicht aufgesetzt, nicht hergemacht, nicht erzwungen weil gewünscht, es ist einfach. Vielleicht, ja wahrscheinlich sogar hat es auch damit zu tun, dass ich dich in deinen Beiträgen hören und nun auch sehen kann. Das ist anders, als jemanden nur virtuell zu kennen.

        So, jetzt wünsche ich dir eine friedliche erholsame Nacht, ruhigen Schlaf und morgen ein gutes Erwachen – von Herzen.

        Marion

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      8. Vielen Dank liebe Marion. Ich bin auch immer sehr froh, von Dir und bei Dir zu lesen. Wir haben ja schon recht schnell fest gestellt, daß wir so einige Gemeinsamkeiten haben! 🤗 Das ist wirklich richtig schön!

        Ich wünsche Dir für Deinen Umzug viel Kraft und freue mich schon wieder von Dir und bei Dir zu lesen!

        Herzlichst Emily

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  2. Respekt! Ich weiß was es bedeutet diese deine Geschichte zu artikulieren. Du gibst mir Mut meine längst vergangene aber nie vergessene „andere Geschichte“ doch nun wirklich auch mal in Worte zu fassen. Es ist so lange her. Oft darüber nachgedacht, aber…. irgendwas ist doch immer! 😉

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    1. Liebe Elli,

      danke für Deine Zeilen. Es ist zwar nicht schön, aber dennoch ein Trost zu wissen, daß ich verstanden werde. Ich glaube, wenn man das nicht erlebt hat, kann man das nicht nachvollziehen. Ich konnte das vorher ja auch nicht begreifen. Umso wichtiger erscheint mir die Aufklärung darüber.

      Es freut mich, daß Du das ebenfalls hinter Dir lassen konntest. Zumindesten aus der Gefahrenzone heraus bist. Hinter sich lassen, das ist glaube ich wahnsinnig schwer. Es ist für mich das erste Mal, die ganze Geschichte in allen Einzelheiten zu erzählen. Wenn das nur einem Betroffenen (außer mir selbst beim psychischen verarbeiten) hilft, dann war es gut. Mach ganz langsam. Das tue ich auch. Mich nimmt das Thema noch immer sehr mit. Deshalb veröffentliche auch alle Videos in Etappen. Es wäre mir sonst zu viel.

      Alles Liebe von Emily

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      1. Es dauert seine Zeit. ich habe es eigentlich ganz gut „weggesteckt“. und die zeiten danach um so mehr genossen. doch unter der Haut waren reste lange da. nach mittlerweile 19 Jahren habe ich vor kurzem endlich alle Fotos vernichtet. letztes Jahr viel mir das noch schwer… ich könnte Ten Typen einfach nicht Sehen, ertragen. nun war der richtige Zeitpunkt und es fühlt sich gut an die Reste auch beseitigt zu haben.

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      2. Das kann ich gut verstehen. Da hast Du einen sehr langen Weg hinter Dir und kannst sehr stolz auf Dich sein, diesen (inneren) Abstand hin bekommen zu haben. Das wünsche ich mir für mich auch! Aber es ist noch zu frisch. Es sind gerade mal 3 1/2 Jahre vergangen, seit ich ihn verließ. Aber verarbeitet habe ich noch gar nichts davon. Der lange Weg liegt noch vor mir.

        Ich spiele mit dem Gedanken, irgendwann den Jakobsweg zu gehen. Laufen hat mir schon immer geholfen. Allerdings habe ich noch ein bißchen Sorge, so als Frau allein. Aber mit jemandem zusammen, da muß ich mich an sein Tempo anpassen und das will ich nicht. Mal sehen. Schade, daß man sich keinen Hund ausleihen kann 😉

        Ganz herzliche Grüße,

        Emily

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  3. Zunächst einmal möchte ich mich bedanken, dass Du mich auf Deine Seite hast aufmerksam werden lassen. Ich möchte/muss dieses Video erst einmal für mich „sacken“ lassen, ehe ich mich durch Deine anderen Beiträge lese.
    Aber ich möchte Dir trotzdem bereits jetzt sagen (der Part mit dem „manchmal zu spontan“ *lach*), dass Du sehr mutig bist, Deiner Geschichte, auch Dein Gesicht zu geben, denn Du bist nicht diejenige, die sich verstecken muss. Definitiv nicht. Vielen Dank für dieses Video und Deine Offenheit.
    Herzlichst,
    Missy

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    1. Danke für Deine ermutigenden Zeilen, liebe Missy. Laß Dir alle Zeit der Welt und pick Dir heraus, was Du für Dich interessant findest. Alles, was ich hier schreibe soll unterstützen und keine Zwänge ausüben. (So wie manche Blogger erwarten, daß alles von ihnen geliked und gelesen wird. Sonst sind sie beleidigt.) Das ist bei mir anders. Fühl Dich ganz frei und schön, daß Du hier bist! 🤗 Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende 🏵️

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  4. Das ist sehr mutig von dir, von deiner Erfahrung zu berichten, das kann nicht einfach sein.
    Solche Menschen, die andere beherrschen müssen sind wohl meistens in irgendeiner Form Psychopathen/Narzissisten oder? Also sehr überzeugend, manipulierend und meistens auch sehr charismatisch. Das erzählte eine Freundin mir jedenfalls, die in einer solchen Beziehung war und sich nicht lösen konnte. Wenn er erklärte warum er was machte, war das immer so logisch. Zum Glück ist sie dann auch gegangen, bevor sie ernsthaft zu Schaden kam, denn er war sehr brutal.
    Zwei andere Bekannte konnten sich lösen, weil sie ihre Kinder beschützen mussten, die auch in die „Schusslinie“ gerieten.
    Es scheint ja auch irgendwie oft so zu sein, dass diese Psychopathen die freundlichsten Menschen der Welt sind, sobald Dritte zugegen sind, aber dann, wenn man wieder allein mit ihnen ist … Frauen, die mit so einem zusammen sind, haben gar keine Chance auf Hilfe oder Mitgefühl, weil man ihnen einfach nicht glaubt.

    In meinem Bekanntenkreis gibt es vier solcher Fälle, mit dir fünf. Das finde ich erschreckend viel. Es wäre lobenswert, wenn in der Me Too Bewegung auch solche Fälle ans Tageslicht gebracht werden könnten.

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    1. Ganz genau. Aber bei me too, geht es um sexuellen Missbrauch. Auch ein sehr gewichtiges Thema!!! Trotzdem würde ich das trennen wollen und deshalb fange ich jetzt einfach mal an. Leider bin ich nicht berühmt, sonst würden das noch viel mehr Betroffene sehen. Aber auch für Außenstehende, ist es wichtig, aufzuklären. Meine damalige Nachbarschaft hätte mir nie geglaubt. Er war immer der liebevolle Mann, der sich um die kranke Frau (also mich) gekümmert hat. Und die Geschenke erst. Manche waren neidisch auf mich. Der tolle Garten, das Haus, der Pool. Das habe ich dann im nachhinein richtig zu spüren bekommen. Wenn die wüßten, daß es da absolut nichts zu beneiden gab… Einer habe ich es erzählt. Sie wohnte unter uns. Da war eine Einliegerwohnung im selben Haus. Sie hat mir nicht geglaubt. Im Gegenteil.

      Herzliche Grüße 🤗

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      1. Ich glaube eher, weil sie neidisch war. Ich habe das nicht wahr haben wollen, mochte sie sogar. Sie war immer so direkt und frei heraus. Am Anfang konnte ich damit nicht umgehen. Aber irgendwann habe ich das zu schätzen gewußt, weil ich dachte, daß ich bei ihr wenigstens immer weiß, woran ich bin. Im Gegensatz zu anderen, die mir schön ist Gesicht tun und hinten rum lästern. Aber da habe ich mich ganz schwer vertan. Ich hätte auf mein erstes Gefühl hören sollen!

        Es hat sie wahrscheinlich angekotzt, daß „wir“ oben mehr Palmen hatten. Er hat auch nicht versäumt, das heraus hängen zu lassen. Sie hat sich eben die Großen nicht leisten können und sich eine kleine Palme gekauft. Er hat sich dann über sie lustig gemacht. Das war ein schwerer Fehler. Bescheidenheit war nie sein Ding. Er mußte immer allen zeigen, was er tolles hat. Ich bin mir sicher, daß dieses Verhalten ihm viele Neider bringen wird. Das checkt er gar nicht. Ich habe dann gemerkt, was Neid bewirken kann. Obwohl ich mich nicht so verhalten habe. Vielleicht war es ihr sogar ganz Recht, daß ich weg war. Ich weiß es nicht. Ich kann ja nicht in ihren Kopf gucken. Aber das werde ich alles nach und nach in den Videos erzählen. Es würde jetzt den Rahmen sprengen.

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      2. Ja, jetzt kann ich es mir ungefähr vorstellen. Es gibt so viele unterschiedliche Facetten an Menschen und es ist nicht immer einfach sie zu verstehen.
        Du wirst die Geschichte in deinem Tempo erzählen, das ist gut. Und ich werde sie in meinem Tempo lesen 🙂

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  5. Starker und mutiger Beitrag! Wie gut, dass Du den Weg aus dieser destruktiven Beziehung raus gefunden hast. Gewalt in Paarbeziehungen kommt erschreckend häufig vor. Es gibt auch Frauen, die Frauen misshandeln 😦 😦 . Ebenfalls ein Tabu und vor allem, wenn eine Frau, die von einer Frau misshandelt wird, sich Unterstützung vom Hilfe- und Beratungssystem erhofft – dann wird man als Betroffene nochmals verletzt. Ich wünsche Dir auf Deinem weiteren Aufarbeitungsweg alles Gute! LG

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    1. Ja das stimmt. Es ist völlig gleichgültig in welcher Art Beziehung man lebt( homo oder heterosexuell), ob man reich oder arm ist, oder wo man her kommt. Das Problem gibt es leider in jeder Beziehungsform, Herkunft und Gesellschafftsschicht.

      Viele Grüße, Emily

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