Wege der Selbstheilung Teil 13

Echte Heilung geschieht nicht allein durch positives denken! Auch wenn viele Selbsthilferatgeber das so behaupten. Wie heißt es da so schön? “Pass auf was du denkst, dir wünscht und wie du deine Gedanken formulierst!“ Wenn ich schon aufpassen muß, wie ich denke und gedanklich meine Sätze formulieren soll. Da kommt bei mir Streß auf und aus Streß kann nichts DAUERHAFT positives entstehen! Überspitzt ausgedrückt heißt das: „Denke positiv- verdränge alles Negative schön weit nach hinten! Damit es aus dem Unterbewußtsein noch viel kraftvoller wirken kann, als es das durch: zulassen, bewußt machen, liebevoll annehmen, durchleben und damit heilen, je könnte...“ Sinnvoller wäre doch: "Mache erst einmal Platz für die positiven neuen Gedanken. Ein Zimmer, das schon zum bersten voll gestellt ist, bekommst Du auch mit noch so hübschen neuen Gegenständen nicht leerer!“ © Emily-Star

Stimmungen mit Musik beeinflussen Teil 1

(Um diesen Artikel vorgelesen zu bekommen, klickt bitte auf folgenden Link oder Player: https://archive.org/details/wegederselbstheilungteil13_201912)

Ist Dir eigentlich schon mal aufgefallen, welchen Einfluß Musik auf unsere Stimmung hat? Klar war es Dir wahrscheinlich schon irgendwo. Nämlich in den Momenten, wo Du Dir „Euer Lied“ noch einmal angehört hast. Genau das, was für Dich und Deinen Partner eine ganz besondere Bedeutung hat. Wo Du dann gedanklich in diese Zeit zurück versetzt wirst und bei genau dieser Erinnerung, ein kleines Lächeln Deine Lippen umspielt. Oder auch ein wehmütiges, wenn die Beziehung mittlerweile vorbei oder nicht mehr so schön ist.

Es gibt auch andere Lieder, die eine ähnliche Reaktion hervor rufen können, wenn Du sie entweder bewußt, oder ganz zufällig hörst. Hast Du diese ursprünglich immer in einer Zeit gehört, die für Dich mit besonders schönen Erinnerungen verknüpft ist, wirst Du beim erneuten anhören sehr wahrscheinlich, auch wieder ein paar Bilder daraus vor Augen haben. Genauso verhält es sich aber auch umgekehrt. Wenn Du ein bestimmtest Lied mit einer sehr traurigen oder für Dich traumatischen Zeit verbindest, wirst Du ebenfalls die entsprechenden Erinnerungen aus dieser Zeit wieder vor Augen haben. Und Erinnerungen sind ja bekanntlich auch immer mit Emotionen verknüpft. Wenn Du Dich an etwas erinnerst, hast Du automatisch auch die entsprechenden Gefühle dazu. Vielleicht nicht mehr ganz so intensiv, wie zu dem Zeitpunkt, als Du all diese Dinge erlebtest. Aber sie sind da. Hast Du das Lied zufällig gehört, dann kommen sie ganz plötzlich. Sind es schöne Gefühle, dann ist das ja auch wunderbar. Sind es aber negative Gefühle, dann wirst Du Dich sehr wahrscheinlich überrumpelt fühlen und es abschalten wollen. Das liegt je nachdem wo Du es gerade hörst aber leider nicht immer in Deiner Macht. Und selbst wenn, wird die Erinnerungen trotzdem noch eine Weile in Dir nachklingen.

Ich hatte dieses Problem oft, da ich sehr viele schlechte Zeiten erlebt habe und ich gegen meinen Willen genau dadurch, wieder an all das erinnert wurde. Und nicht jedes Mal hatte ich dann die Möglichkeit, das entsprechende Lied abzuschalten. Auf Dauer kann das ganz schön lästig werden, besonders wenn man wie ich, all die Jahre doch so fleißig versucht hat, vor all dem weg zu laufen und ganz „tapfer“ nach vorne zu schauen. Doch Moment, war das jetzt wirklich tapfer? Wenn ich ehrlich bin, war es eher feige und bequem. Denn sich mit unangenehmen Gefühlen auseinander setzen zu müssen, erfordert sehr viel Mut und innere Stärke. Davor weg zu laufen hingegen, ist zwar auch ganz schön anstrengend, weil man ja alle seine Energie in die Ablenkungen stecken muß, aber längst so unangenehm, wie sich dem zu stellen.

Nur die Sonnenseite der Gefühle erleben zu wollen, ist ganz normal. Wer will schon gern leiden? Da kenne ich niemanden! Und irgendwie wird das von den Menschen in unserer Umgebung ja auch erwartet und gelobt. „Schau nach vorne! Denk positiv! Man muß Vergangenes ruhen lassen usw.“ Dieses ganze zwar gut gemeinte, aber doch irgendwie leere Geschwätz. Man soll funktionieren, immer gut drauf sein- freundlich und nett zu jedem. Denn dieses Verhalten macht es ja auch leichter für unsere Umwelt, mit uns zurecht zu kommen. Nur wie kommen wir eigentlich auf Dauer so, mit uns selbst zurecht? Mit all diesen hohen und streckenweise unrealistischen Erwartungen an uns? Mit dieser inneren Angst, dem mal irgendwann nicht mehr gerecht werden zu können? Nicht mehr so zu funktionieren und alles hin zu bekommen, wie es von uns erwartet wird? Wie oft schon haben wir uns dann, als es soweit war, ein stückweit als Versager gefühlt? Weil wir fest stellen mußten, daß wir eben nicht rund um die Uhr positiv denken können, nicht immer nett sind und stets über allen Dingen stehen? Wir wollen ja so gerne der perfekte Mensch sein, aber irgendwie klappt das nie so richtig. Oftmals vergleichen wir uns dann noch mit anderen, die scheinbar „besser“ sind als wir. Unsere Probleme gar nicht kennen und fühlen uns anschließend noch ein bißchen unzulänglicher, als sowieso schon.

Und noch während wir dann doch wieder versuchen, gut drauf zu sein und alles im Griff zu haben; kommt doch da plötzlich so ein blödes Lied um die Ecke, was uns daran erinnert, daß es eben nur ein Versuch war, der aber (mal wieder) gescheitert ist. Das all die negativen Gefühlen doch noch irgendwo in uns verborgen sind. Das sie trotz all unserer Bemühungen nie wirklich weg waren und das „Vergessene“ nicht vergessen ist. Plötzlich fühlen wir uns miserabel, obwohl das vor ein paar Minuten, doch noch ganz anders war. Natürlich wollen wir dieses Gefühl und die Erinnerungen sofort wieder los werden und versuchen dies dann wieder mit allen möglichen Ablenkungen. Erst mal shoppen gehen, oder einen Film anschauen. Vielleicht auch ein bißchen mehr arbeiten oder sich im Haushalt austoben.

Es gibt so viele Möglichkeiten sich abzulenken. Wenn das dann geklappt hat, meinen wir, es ist nun alles wieder im Lot. Aber, das ist es leider nicht und solange wir uns diesen Gefühlen nicht stellen, uns damit auseinander setzen, werden sie uns immer wieder mal heim suchen. Das kann durch:

ähnliche Situationen sein, in die wir hinein schlittern.
Menschen, die ganz ähnlich sind wie die Person, die uns damals so verletzt hat
oder auch ein bestimmtes Lied, das wir hören.

Da kann man sich schon ein bißchen ausgeliefert fühlen, aber das muß man nicht. Im Gegenteil!

Wenn wir bereit sind, uns den Dingen zu stellen, dann kann genau das, was uns so fertig gemacht hat- der Schlüssel zur Heilung sein. Wir können die Musik ganz bewußt nutzen, um das Thema, vor dem wir so lange weg gelaufen sind, ein für alle Mal heilen zu lassen. Und nicht nur das! Wir können außerdem noch unsere Stimmungen mit Hilfe der Musik, ganz bewußt verändern. Wie das funktioniert, erkläre ich im nächsten Beitrag.

Bildertext:

Echte Heilung geschieht nicht allein durch positives denken!

Auch wenn viele Selbsthilferatgeber das so behaupten.
Wie heißt es da so schön?
“Pass auf was du denkst, dir wünscht und wie du deine Gedanken formulierst!“
Wenn ich schon aufpassen muß,
wie ich denke und gedanklich meine Sätze formulieren soll-
da kommt bei mir Streß auf und aus Streß kann nichts DAUERHAFT positives entstehen!

Überspitzt ausgedrückt heißt das:

„Denke positiv- verdränge alles Negative schön weit nach hinten,
damit es aus dem Unterbewußtsein noch viel kraftvoller wirken kann,

als es das durch:

zulassen, bewußt machen, liebevoll annehmen, durchleben und damit heilen,
je könnte…“

Sinnvoller wäre doch:

Mache erst einmal Platz für die positiven neuen Gedanken.
„Ein Zimmer, das schon zum bersten voll gestellt ist,
bekommst Du auch mit noch so hübschen neuen Gegenständen nicht leerer!“

© Emily-Star

5 Gedanken zu “Wege der Selbstheilung Teil 13

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