Ein Weihnachtslied, was mein Herz berührt und mich zum Weinen bringt

Wenn man den Namen „Helene Fischer“ hört, denkt man zu allererst an ihre großen Partyhits, die so mancher schon nicht mehr hören kann, weil sie zu oft gespielt wurden. Aber nur wenige, kennen auch die „leisen“ Töne von ihr, welche berühren und nachdenklich machen! Vor ein paar Jahren, ist sie mit diesem Lied bei der José Carreras Gala (Leukämie-Stiftung) aufgetreten und ich war so berührt, daß mir die Tränen in Strömen, die Wange herunter liefen. Das habe ich ganz selten, bei Liedern. Zu dem Zeitpunkt, hatte ich auch noch nichts mit dem Christentum oder Gott am Hut. Trotzdem, brachte mich das Lied zum Weinen. So eine Version, des Ave Maria, war mir neu. Schon gleich am Anfang hieß es nämlich:

„Ave Maria, heut`sind so viele ganz allein!“ Es war so treffend. Mein ganzes Leben, hatte ich mich immer nur, allein gefühlt. Da konnte ich von vielen Menschen umgeben sein und war doch im Herzen einsam. Weiter ging es dann ganz passend mit: „Es gibt auf der Welt so viele Tränen und Nächte voller Einsamkeit.“ Genau, diese Einsamkeit, entstammte nicht einem Partnermangel. Sondern einem Loch, einer Leere in meinem Herzen, die durch nichts zu füllen war. Einem unendlichen Schmerz und bis dahin, ungehörten Schrei nach Liebe. Dieser war so laut und stark, daß ich ihn oft mit Tabletten, betäubt hatte. Aber dies löste mein Problem nicht. Auch der nächsten Zeile, konnte ich nicht widersprechen: „Und jeder wünscht sich einen Traum, voller Zärtlichkeit.“ Und diese Zärtlichkeit, meint nicht nur die, wie man sie von einem Partner bekommen könnte. Ein allgemeines, liebevolleres Miteinander. Auch das ist Zärtlichkeit. Zartheit, anstelle der rohen Kälte, die mir oft begegnet war.

Und dann ging es auf einmal anders weiter, als zuvor und doch, noch immer eindringlich: „Und manchmal reichen ein paar Worte, um nicht mehr so allein zu sein. Aus fremden Menschen, werden Freunde und große Sorgen werden klein.“ Genau das war es, was auch mir, oft in meinem Leben gefehlt hatte. Nicht nur, es mir zu wünschen und zu ersehnen, sondern es vor allem, zu geben!

Füreinander, miteinander… So wie ich es in meinem letzten Beitrag bereits schrieb. Das sind Werte, welche die wahre Menschlichkeit, das Mensch sein ausmachen. Werte, die Du Dir immer wieder in Dein Bewußtsein rufen solltest. Da ist ein echter Mensch, am anderen Ende, der Internetverbindung. Auch wenn Du ihn nicht sehen kannst; so ist er doch wie Du selbst, nämlich aus Fleisch und Blut. Ein Mensch, der atmet wie Du. Der Wünsche hat, wie Du und der Gefühle hat, wie Du. Es ist verdammt wichtig, dieses bei allem, was wir schreiben und kommentieren, nicht zu vergessen!

Heute ist Weihnachten, das Fest der Liebe und nicht des Konsumrauschs. Eigentlich… Ich sage nichts, gegen Konsum. Ich konsumiere auch sehr gern und zwar alles mögliche. Aber was wirklich wichtig ist, sind andere Dinge.

Nämlich, den anderen wahr zu nehmen, wenn er spricht. Ihn in den Arm zu nehmen, wenn er es braucht. Ihn wirklich zu sehen, mit seinen Bedürftnissen, Stärken und Schwächen. Ihn zu unterstützen, wo es möglich ist. Einfach Mensch sein… Liebevoll sein… In der Liebe sein…

Sich der inneren Werte, wieder bewußt werden; die im Alltag und vor allem, der digitalisierten Welt, viel zu schnell wieder vergessen werden.

All das und noch viel mehr, verbinde ich, zusätzlich zu der Erinnerung an Christi Geburt, mit Weihnachten. Und genau das wünsche ich Dir Heute, Morgen und an jedem einzelnen Tag!

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten

Hier ist nun der ganze Text, zu dem wunderschönen Lied; an welchem ich mich, diesmal in einer anderen Umgebung, versucht habe:

Ave Maria (Heut sind so viele ganz allein)

Ave Maria
Heut‘ sind so viele ganz allein
Es gibt auf der Welt so viele Tränen
Und Nächte voller Einsamkeit
Und jeder wünscht sich einen Traum voller Zärtlichkeit
Und manchmal reichen ein paar Worte
Um nicht mehr so allein zu sein
Aus fremden Menschen werden Freunde
Und große Sorgen werden klein

Ave Maria
Weit ist die Reise durch die Nacht
Es gibt so viel Wege zu den Sternen
Und jeder sucht eine Hand die ihn hält
Vielleicht ist jemand so traurig wie Du
Komm und geh auf ihn zu

Verschließ‘ heut‘ Nacht nicht Deine Türe
Und öffne heut Dein Herz ganz weit
Und lass den andern Wärme spüren
In dieser kalten Weihnachtszeit

16 Gedanken zu “Ein Weihnachtslied, was mein Herz berührt und mich zum Weinen bringt

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