Wege der Selbstheilung Teil 17

Das Leben besteht aus vielen Wegen und noch mehr Möglichkeiten. Wenn Du Dich gedanklich dafür öffnest und auch die kleinen Stationen würdigst, wirst Du wesentlich mehr innere Zufriedenheit erfahren, als wenn Du Dein Seelenheil nur vom erreichen eines einzigen Ziels abhängig machst! Das Leben besteht aus vielen Wegen und noch mehr Möglichkeiten. Wenn Du Dich gedanklich dafür öffnest und auch die kleinen Stationen würdigst, wirst Du viel mehr innere Zufriedenheit erfahren, als wenn Du Dein Seelenheil, nur vom erreichen eines einzigen Ziels abhängig machst! © Emily-Star

Ich habe diesen Artikel, heute noch mal nach oben gesetzt, weil er durch das Vorkommnis, leider unter gegangen war.

Die innere Einstellung

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Nun komme ich zu einem ebenfalls sehr wichtigen Teil, wenn man einen Weg zur inneren Gesundheit beschreiten will. Nämlich der inneren Einstellung zu dem, was man da tut!

Ich bin ein Mensch, der sich gerne nur auf eine einzige Sache konzentriert und diese dann aber konsequent verfolgt. Das ist an sich ja auch nicht verkehrt. Fatal hingegen, ist die Erwartungshaltung, mit der ich meine Ziele verfolge und in der es auch keine Alternativen gibt. Viele kennen das vielleicht aus ihrem Job. Du hast ein bestimmtes Ziel angestrebt und willst das unbedingt erreichen. Zum Beispiel die große Beförderung, die Dir mehr Geld und Erfolg bringt. Wenn diese dann aber einfach nicht eintritt und stattdessen ein anderer befördert wird, oder Du noch schlimmer, Deinen Job sogar verlierst, dann bist Du plötzlich am Boden zerstört und verstehst die Welt nicht mehr. Da hast Du Dich so lange abgerackert, vielleicht noch durch die ganzen Überstunden Deine Familie vernachlässigt und Dein Chef weiß das einfach nicht zu schätzen!

Wenn Du zu den typischen Daueroptimisten gehörst, dann nutzt Du dies, um endlich mal etwas anderes zu machen und findest auch sehr schnell eine Alternative.
Aber meistens gehört man eher nicht dazu und ist erst einmal am Boden zerstört. Dann kommen die Selbstzweifel und der Neid auf den Erfolg, den irgendwie immer nur die Anderen haben, ganz gleich wie sehr man sich auch abmüht.

Ich kenne das von mir selbst. Ich habe mich jahrelang bemüht Erfolg als Sängerin zu haben, aber es wurde und wurde einfach nichts. Der große Durchbruch, kam trotz der kleinen Zwischenerfolge, einfach nicht zustande! Das sorgte oft dafür, daß ich am Boden zerstört war, weil ich keine einzige Alternative, für mich in Betracht gezogen hatte. Eine Alternative, die ich ebenfalls gelten lies, sollte ich keinen Erfolg haben. Und auch die kleinen Zwischenerfolge, lies ich nicht gelten. Es gab für mich nur, das ganz große Ziel, von dem ich hoffte, daß es mich endlich glücklich machen würde. Das sah in meinen Gedanken in etwa so aus:

„Jetzt warst du schon mehrmals im Fernsehen und dich hat immer noch keiner entdeckt. Jetzt hast du schon so viele Auftritte gehabt und trotzdem hast du keinen Plattenvertrag. Dann hast du dir die Nächte um die Ohren geschlagen, um wirklich tolle youtube videos zu machen und fast keiner guckt sie. Das Leben ist ungerecht- wieso haben nur die anderen Glück und kriegen alles in den Allerwertesten geschoben? Alles was du gemacht hast, hast du ohne Hilfe getan und keiner würdigt das, sondern hat im Gegenteil auch noch was zu meckern.“

Die gedankliche Liste war da noch länger, als ich sie hier beschrieb und vor allem aber war sie sehr fatal! Durch dieses denken, sorgte ich selbst, regelmäßig dafür, daß ich frustriert und unglücklich war. Und es hat lange gedauert, bis ich das endlich kapiert habe. Wer innerlich immer nur am nörgeln ist, wird sein Ziel nur sehr schwer, bis gar nicht erreichen. So ein Denken ist mitunter die beste Anleitung zum Unglücklichsein. Als ich das erkannt habe, versuchte ich einmal meinen Gedankengang abzuändern. Mir einfach mal zu sagen:

„Du durftest schon im Fernsehen auftreten und ein paar fanden es gut. Du hattest schon so viele Liveauftritte und die Leute haben geklatscht. Du hast so tolle youtubevideos und die auch noch ganz allein gemacht, das ist eine großartige Leistung. Viele können das in der Form gar nicht und ein paar Menschen fanden die auch richtig gut! Das Leben ist eine Herausforderung und wenn du damit einfach keinen Erfolg hast, dann schau doch mal, was dir noch Freude machen könnte. Die anderen mögen vielleicht Glück haben, mit dem was sie tun- aber vielleicht will dir das Leben auch sagen, daß deine Bestimmung eine ganz andere ist. Du hast vieles gelernt und ohne Hilfe geschafft, das allein zeigt dir doch, daß du gar nicht so unfähig bist, wie du immer von dir dachtest. Und das jeder etwas zu meckern hat, stimmt ja so auch nicht. Da gab es sehr wohl einige Menschen, die deine Arbeit wirklich toll fanden. Nur hast du das in deinem Übereifer gar nicht richtig wahr genommen und jetzt fängst du einfach mal damit an!“

Dieses Umdenken war weiß Gott nicht so einfach. Besonders, da es sich nicht nur auf die Musik bezog, sondern in vielen Bereichen in meinem Kopf vorherrschte!

Zum Beispiel auch, in meiner Gesundheit. Mein Ziel war es immer, endlich all die negativen Züge und Verhaltensweisen in mir auszumerzen. Zum möglichst perfekten Menschen zu mutieren. Der schlimmste Fehler war dabei, daß ich mich stets mit anderen, verglichen habe. Und dann auch noch mit Menschen, die eine andere Ausgangsbasis hatten, als ich. Die meine Probleme, überhaupt nicht kennen und das ich dabei immer verloren habe, dürfte ja wohl klar sein. Ich zählte mir gedanklich auf, was ich alles noch nicht war, nicht erreicht hatte und deprimierte mich auch in diesem Bereich immer wieder selbst. Man braucht wirklich nicht lange zu suchen, bis man etwas findet, was ein anderer besser kann oder mehr hat.

Also versuchte ich gedanklich auch in diesem Bereich, mein Denken etwas umzustrukturieren. Anstatt mir also aufzuzählen, was ich alles nicht war, nicht konnte und nicht hatte, versuchte ich von nun an, lieber die kleinen Fortschritte zu würdigen, die ich bisher gemacht hatte und zu schätzen, was ich alles besaß! Das war und ist teilweise, immer wieder eine Herausforderung. Aber es lohnt sich, denn man wird wirklich zufriedener.

Was hat das alles, also mit Selbstheilung zu tun? Nun…

Wenn Du Dein ganzes Glück und inneres Wohlbefinden,
nur vom erreichen eines einzigen Ziels abhängig machst,
dann kann es sein, daß wenn Du es nicht erreichst,
auch keine Lust mehr hast, etwas anderes auszuprobieren.

Deshalb ist es immer besser, auch die kleinen Zwischenerfolge auf Deinem Weg anzuerkennen.
Und wenn Du dann noch ein paar Alternativziele im Hinterkopf hast,
mit denen Du ebenfalls zufrieden wärst, bist Du auch nicht so aufgeschmissen, wenn etwas nicht so funktioniert, wie Du Dir das erhofft hast!

In meinem Fall hieß das also: Okay, ich bin also bisher noch keine berühmte Sängerin geworden. Dafür schreibe ich jetzt und tobe mich anderweitig aus. Das bringt mir zwar keinen großen Ruhm und erst recht kein Geld. Aber dafür etwas, was noch viel wichtiger ist. Innere Zufriedenheit und das Gefühl, zu etwas nütze zu sein. Und das kann man eh nicht kaufen!

Und was die Gesundheit angeht, so kann ich trotzdem ich kein perfekter Mensch geworden bin, oder vielleicht gerade deshalb, ja überhaupt erst diese Möglichkeiten zur Selbstheilung weiter geben. Hätte ich diese Schwierigkeiten nicht gehabt, hätte ich darüber auch nichts schreiben können. Und im Gegensatz zu den Autoren von vielen Selbsthilferatgebern, die es für nicht gerade wenig Geld zu kaufen gibt, habe ich das, worüber ich schreibe auch wirklich ausprobiert. Ich finde das nämlich immer ein bißchen befremdlich, Weisheiten von jemanden um die Ohren gehauen zu bekommen, der überhaupt keine Ahnung von meinen Schwierigkeiten hat und für den, darüber hinaus, auch meistens alles glatt, in seinem Leben verlief.

Vielleicht war sogar das der Grund, warum ich bisher, mit dem Gesang, gescheitert bin. Denn hätte ich den ersehnten Erfolg gehabt, gäbe es diese Selbsthilfereihe wahrscheinlich nicht. Vielleicht aber kommt der Erfolg auch erst später, dann wenn er kommen soll. Wenn ich dies hier geschafft habe und dadurch vielleicht nicht nur mir selbst, sondern auch anderen geholfen. Vielleicht rede ich mir das jetzt auch nur so ein, damit es mir leichter fällt, mit meinem bisherigen Misserfolg zurecht zu kommen und einen Lebenssinn oder Berechtigung zu besitzen. Doch wie es auch immer sei, Bestimmung hin oder her. Eines ist trotzdem Fakt.

(Bildertext:)

Das Leben besteht aus vielen Wegen
und noch mehr Möglichkeiten.
Wenn Du Dich gedanklich dafür öffnest
und auch die kleinen Stationen würdigst,
wirst Du viel mehr innere Zufriedenheit erfahren,
als wenn Du Dein Seelenheil
nur vom erreichen eines einzigen
Ziels abhängig machst!

© Emily-Star

13 Gedanken zu “Wege der Selbstheilung Teil 17

  1. Liebe Emily, vielleicht ist der Sinn meines Lebens, dass ich mich mit meinen Widerwärtigkeiten auseinandersetze. In allem das eigene Herz, im täglichen Versuch, das weinende innere Kind, zu trösten beginne. Das umsichtige Denken, verstehen, reflektieren, über meinen Lebenslauf, kann helfen, eine bessere Einsicht, zum eigenen Sein zu gewinnen.

    Herzliche Grüsse, Hans

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  2. Liebe Emily, du gehst deinen Weg recht entschlossen und unbeirrt…lässt dich nicht von Erwartungen treiben und wohl auch nicht von Enttäuschungen blockieren. Es ist immer der vernünftigere Weg, die Straßen unseres Lebens mit festem Schuhwerk zu begehen als mühsam zu versuchen, dem oft steinigen Weg ein weiches Polster überzuziehen. Alles Gute!

    Gefällt 2 Personen

  3. jetztistdiebestezeit

    Sehr gut dargelegt!
    Die eigene Erwartungshaltung bzw. wie du schreibst, innere Einstellung, ist doch tatsächlich ein nicht zu unterschätzender Faktor, was als Erfolg gewertet wird.
    Rückschläge frustrieren erstmal (oder tun auch weh), aber geben auch die Gelegenheit zur Strategie-Entwicklung dagegen.
    Und ja, es gibt viele Wege. Und: „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“ (Tucholsky zugeschrieben). 🙂

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  4. Es ist so prima, dass man sich diesen Beitrag vorlesen lassen konnte und der Text spricht mir sehr aus dem Herzen (könnte von mir sein ;-)) und gut geschildert ist er auch. Ja, das mit den Erwartungen – ist manchmal ein Problem, wäre gut, wenn wir auf unserem Weg die fallen lassen könnten. Geh weiter unbeirrt Deinen Weg der Weiterentwicklung und kümmere Dich nicht um das, ob andere Deinen Weg gut heißen.

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