Gedanken für Zwischendurch Teil 13

Bär © Emily-Star

Der Unterschied zwischen „kann“ und „muß“

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Früher sagte ich mal: „Aller Anfang ist leicht, das durchhalten ist schwer!“ Dies werde ich nun revidieren. (Ich schrieb ja in einem anderen Beitrag bereits, daß ich mir auch das Recht heraus nehme, meine Meinung zu ändern, wenn ich andere Erfahrungen mache, oder mir etwas einleuchtender ist.) Denn ich habe fest gestellt:

Wenn man etwas wirklich liebt und von Herzen gern macht.
Wenn man sich, frei entschieden hat und es genau das Richtige ist; dann ist weder der Anfang schwer, noch das dabei bleiben!

Hier spreche ich übrigens nur vom eigenen, inneren Empfinden. Natürlich gibt es Hindernisse, Anstrengungen und Hürden. Aber diese werden dann, eher als Herausforderung, denn als Last, empfunden, wenn man etwas tut, was man liebt.

Ich denke, wenn es schwer ist, etwas durchzuhalten, dann ist es auch etwas, was man nicht von ganzem Herzen will!

Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich etwas innerlich als Herausforderung empfinde, oder als lästige Pflicht!

Alles, wo ein muß dabei ist, hat zudem noch einen faden Beigeschmack. Ich kann und darf hingegen, bringt immer eine gewisse Vorfreude mit. So wie als Kind, als wir etwas durften. Man hat mir in meiner Jugend oft gesagt, daß ich nie etwas zuende bringe. Nun, heute weiß ich, daß ich es nicht zu Ende gebracht habe, weil es nicht wirklich mein Ding war. Das konnte ich natürlich nur durch ausprobieren fest stellen. Und ich habe verdammt viele Dinge ausprobiert…

Nun habe ich aber auch, nach vielen Jahren fest gestellt, daß es für mich bei einer Sache, nie eine Phase des „Durchhaltens“ gab und die betrifft das Gärntern. Auch nach all den Jahren, empfinde ich eine tiefe Befriedigung, wenn ich mich um meine Pflanzen, kümmern kann. Als ich vor Jahren, noch in einer Gärtnerei gearbeitet habe, hat mich der Chef desöfteren mal nach Hause geschickt, weil ich so gedankenversunken in meine Arbeit war, daß ich den Feierabend, gar nicht mit bekommen hatte. Selbst das stundenlange Unkraut zupfen, störte mich überhaupt nicht. Leider konnte ich den Beruf damals nicht erlernen, da mir der passende Schulabschluß, dazu fehlte. Trotzdem gibt es bis zum heutigen Tage, keine Tätigkeit, die mir mehr Befriedigung verschafft, als das Pflegen von Pflanzen. Das strengt mich nicht an und ich muß mich auch nicht dazu zwingen.

Die Menschen sagen, ich hätte den grünen Daumen. Dabei glaube ich, daß es eher, mit meinem intensiven Interesse, zu tun hat. Mich durchflutet auch nach 20 Jahren noch immer, eine tiefe Liebe und Zufriedenheit, wenn ich mit Pflanzen zu tun haben kann.

Und so habe ich vor einigen Jahren, etwas sehr wichtiges begonnen, in meinem Sprachschatz, zu verändern. Man glaubt gar nicht, welche positiven Auswirkungen auf die Psyche, solche Kleinigkeiten in der Formulierung, doch haben können. Ich versuche so oft es mir möglich ist, das Wort „muß“ mit „darf“ und „kann“ zu ersetzen. Denn, ich darf zum Beispiel, löst bei mir Dankbarkeit und Vorfreude aus. Ich kann zudem, Selbstsicherheit und Freiheit. Es gibt so viele Dinge die man „muß“, wenn man nicht mit den Konsequenzen, die der Verweigerung folgen, leben will. Da ist es doch wirklich mal eine Wohltat stattdessen die Wörter dürfen und können zu benutzen. Probiere es mal aus. Je öfter Du Dir das bewußt machst, desto besser fühlst Du Dich.

5 Kommentare zu „Gedanken für Zwischendurch Teil 13

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  1. Pingback: Gedanken für Zwischendurch Teil 13 – RENE DASTRANGE45
  2. Guten Morgen liebe Gärtnerin 😊🍀
    Du sprichst mir aus der Seele. Vieles ist eine Sache des Blickwinkels. Und vieles was wir hier „müssen“, danach sehnen sich Andere. In die Schule gehen und Lesen lernen zum Beispiel. Arbeiten zum Beispiel.
    Und fürs Durchhalten habe ich mal eine super Richtschnur bekommen: Können, Wollen, Müssen. Zwei davon brauchst du, dann klappts.
    Ich wünsche dir und deinen Leser*innen Glück und Sicherheit und Zufriedenheit in deinem Herzen.

    Gefällt 2 Personen

    1. Das stimmt!

      Ich sage immer, das Wertvollste, was ich geschenkt bekommen habe, ist die Fähigkeit lesen und schreiben zu können. Selbst als kleines Kind, habe ich das schon so empfunden. Ich wollte bereits im Kindergarten, lesen und schreiben können. Nur leider, mußte ich damit, bis zur ersten Klasse warten. Ich war extrem ungeduldig, was das Erlernen, der einzelnen Buchstaben anging. Am liebsten, hätte ich schon alle in einer Woche gekonnt. 😊

      Ich wünsche Dir ein schönes Osterfest und bleib gesund!

      Herzlichst Emily

      Gefällt 2 Personen

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