Jeder hat im Leben etwas, zu lernen

Dieses Lied, im Original von den Korgis gesungen, hat mich seit frühster Jugend an, tief berührt. Oberflächlich übersetzt, könnte man meinen, daß es sich um ein Liebeslied handelt. Aber, so war es, laut dem Texter James Warren, nie gemeint. Er sagte dazu einmal, daß er den Text in einer Zeit geschrieben hat, in der er sich intensiv, mit Philosophie beschäftigt hat.

"Für mich ging es darum, daß sich ein Individuum verändert und eine andere Art von Person ist - zu versuchen, die Wurzel Ihrer inneren Verwirrung herauszufinden, damit umzugehen und ein besserer Mensch zu werden. Es war also buchstäblich eine philosophische Lyrik." James Warren

Natürlich sind wir alle gut so, wie wir sind und es muß hier niemand, irgendwas. Gegen solche Menschen, die diese Behauptungen aufstellen, habe ich etwas. Genauso wie gegen die, welche von sich behaupten, die alleinige Lösung, für ein emotionales oder psychisches Problem zu haben. Wie ich immer gerne betone, ist auch dies der Grund, warum ich meinen Weblog „SelbstheilungswegE“ und nicht „Selbstheilungsweg“ genannt habe. Denn es gibt nie! nur einen Weg. Wir sind alle Individuen und sprechen auf unterschiedliche Dinge an. Deshalb zeige ich hier, auch immer nur Möglichkeiten auf. Nicht mehr und nicht weniger!

Trotzdem, arbeite ich seit Jahren, an mir selbst. Nicht für irgend jemand, sondern für mich! Damit ich mich wohler fühle und zufriedener mit mir und meinem Leben sein kann!

Obwohl ich in meiner Jugend noch nicht wußte, daß das Lied philosophisch gemeint ist, habe ich es dennoch instinktiv, für mich so empfunden. Die Zeile „Change your heart, look around you“ , was sinngemäß, so viel wie: „Verändere etwas in deinem Herzen und schau, was oder wer dich alles umgibt“ oder vielleicht auch, „schau doch einfach mal über deinen eigenen Tellerrand!“ bedeutet, ist da sehr aussagekräftig. Oft sieht man ja nur sich selbst. Ich schließe mich da nicht aus. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Aber manchmal, wäre es vielleicht hilfreich, sich auch einmal umzusehen. Zu merken, daß wir nicht alleine auf dieser Welt sind. Da sind noch andere Lebewesen und Lebensformen, für die man sein Herz öffnen könnte. Zum Beispiel in Form von Toleranz, oder Akzeptanz, an der es uns oft mangelt. Weiter geht es dann mit „Ich brauche deine Liebe, wie den Sonnenschein!“ Nun, das kann ein Aufruf an uns sein, unser Herz zu öffnen. Aber natürlich auch an das Gegenüber und an Gott. Wessen Liebe brauchen wir und wofür? Liebe ist so wichtig und ich rede hier nicht, von der romatischen Liebe. Ich weiß es, weil ich sie mein Leben lang, schmerzlich vermißt habe. Enden tut das Ganze dann sinngemäß mit „Jeder hat etwas im Leben, zu lernen.“ Das war es eigentlich auch schon. Oft braucht es nicht viele Worte, um uns zum Nachdenken anzuregen. Nur die richtigen.

Für mich, hat James Warren, sie mit diesem Lied getroffen. Das habe ich vor vielen Jahren (ich glaube es war 2010/11, aber genau weiß es gar nicht mehr), dann auch versucht, mit meinem Gesang und diesem Video wieder zu geben.

19 Kommentare zu „Jeder hat im Leben etwas, zu lernen

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  1. Die ganze Platte war super, dieses Stück erst recht ! Meine alte LP habe ich total zerschlissen und suche seit einiger Zeit nach einer gebrauchten aber noch guten LP…leider hat es die alte LP wohl nie als CD Version gegeben…. Danke und lieber Gruss, Jürgen

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    1. Dann wünsche ich Dir, daß Du sie noch einmal bekommen kannst. Vielleicht bei Ebay oder wenn Corona vorbei ist, auf einem Flohmarkt 🤗👍

      Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende, lieber Jürgen!

      Emily

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  2. Ich finde dieses Lied schön, aber die Bedeutung davon noch mehr. Wenn James Warren es wirklich so gemeint hat, dann gebe ich ihm recht. Meiner Meinung nach, gibt es zu viele Leute, die nur nach sich schauen, nichts teilen wollen, immer nach Materiellem Ausschau halten und vorallem keine Liebe geben können und schätzen. Sie sind so auf sich selbst und ihre Zukunft fixiert – ich definitiv auch -, dass sie nicht einmal merken, dass es auch etwas anderes gibt als sich selbst! Aber ehrlich, so wird es uns auch in den Kopf gesetzt und wir prägen uns das ein.
    Doch meine Mutter hat mir Mal was gesagt, dass mich immer verfolgt: ‚Du kannst so reich sein wie du willst, den besten Job haben den du haben kannst, aber das was die Leute oft vergessen: die Liebe. Dass ist das Wichtigste.‘ Und ja, du hast vollkommen Recht, wir brauchen Liebe von anderen Menschen, denn ohne das sind wir einsam auf der Welt. Aber wenn wir liebe bekommen wollen, müssen wir uns selber öffnen und das können die meisten nicht. Sich öffnen.

    Ein Spruch, den ich niemals vergessen habe: „Liebe gibt es viel auf Erden, doch es heißt, die Herzen zu öffnen. Aber wenn wir unsere Herzen öffnen würden, würden wir unsere Seelen öffnen und davor haben Menschen Angst.“

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  3. Die „romantische Liebe“ hab ich auch ein Leben lang gesucht und heute merke ich, dass dafür auf einmal irgendwie gar kein Bedürfnis mehr vorhanden ist ? Vielleicht verbinde ich dies nach all den Jahren mit kompliziert und schwierig, zuviel Aufregung, zuviel Unsicherheit, zuviel Angst dass es wieder den Bach geht… Dass man wieder Fehler macht, die man nicht machen will.

    In den Medien wird es einem immer als das Non-Plus-Ultra präsentiert, das doch jeder haben müsste. In der Realität ist es aber wirklich nicht einfach. Auch Einstein war der Meinung, es wäre einfacher für ihn, komplizierte mathematische Formeln zu verstehen, als die Liebe.

    LG Joe

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    1. Hallo Joe,

      das empfinde ich ganz genauso wie Du! Wobei ich mich selbst als den Part sehe, der all das nicht mehr zu geben bereit ist. Zumindest alles, was über eine innige Freundschaft oder Seelenverwandschaft hinaus geht. Von der Meinung der Medien und Allgemeinheit in diesem Bereich, habe ich mich komplett frei gemacht. Das tut gut. Ich lebe mein persönliches Konzept. Was ich vermisse, kann mir sowieso kein Partner je geben. Das ist so furchtbar, diese klaffende Wunde, diese Leere in meinem Herzen. Sie ist mit nichts zu füllen. Lange glaubte ich, daß diese Aufgabe ein Partner übernehmen kann. Aber ich lag falsch. Das kann niemand, zumindest kein Mensch.

      Herzliche Grüße,

      Emily

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      1. Hallo Emily,

        absolut ! Ich bin jetzt bald 42 Jahre auf diesem Planeten und ich hab immer noch keinen blassen Schimmer, warum ich aus dem Paradies weg musste um hier zu leben, wo selbst die kleinsten Dinge einen enormen Aufwand bedeuten, man nicht mehr erreichen kann, als das, was man mit den eigenen Muskeln zusammenbasteln oder bearbeiten kann. Dann wird man auch noch älter und man könnte diese Liste noch endlos so fortsetzen…

        Warum ? Dort war doch alles cool. Und hier nicht, also warum das ? *geradeziemlichmüdebin*

        Herzliche Grüsse,

        Joe

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        1. Auch diese Gedankengänge sind mir nicht fremd und ich habe bis heute keine Antwort darauf. Ich versuche mich damit zu trösten, daß wir vielleicht einfach mal etwas anderes, erleben sollen. Für mich selbst, rede ich mir ein, habe ich vielleicht eine Aufgabe anderen zu helfen, bekommen/angenommen. Zumindest macht dieser Gedanke, das Leid erträglicher und ab und zu, erlebe ich ja, auch mal einen schönen Augenblick, den ich nicht missen will. Es ist nicht oft, aber genau das, macht ihn dann für mich, um so wertvoller.

          Herzliche Grüße,

          Emily

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          1. Ja, kann sein. Weil man dort, ja alles hat, was sich ein Herz auch nur zu wünschen vermag. Und das hier ist der krasse Gegensatz dazu, die Abwechslung vom Komplett-Genuss.
            So ähnlich sehe ich das auch. Ich auf meine Weise und Du auf deine Weise. Gibt ja auch unterschiedliche Menschen und keiner kann allen gleichzeitig und gleich gut helfen.

            Ich weiss auch nicht, ob ich es wirklich „Hilfe“ nennen soll, bei mir, denn ich entwickle mich ja durch all die Menschen auch selbst weiter und daher müsste ich jedes Mal auch dem Gegenüber Danke sagen. Das Bloggen hat mich über all die Jahre stark voran-gebracht, gerade wegen den vielen verschiedenen Menschen, die ich im realen Leben sonst so nie so kennengelernt hätte.

            Und klar, hat mich auch vieles aufgeregt. Aber das gehört wohl zum irdischen Spiel – so ein bisschen an der Wunde kratzen, dann heilt sie eventuell besser.

            Schöne Grüsse zur Nacht, Joe

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    1. Danke für das schöne Kompliment, liebe Birgit.

      So wie Du, habe ich das mit den „besseren Menschen“ übrigens auch für mich verstanden. Aber das ist ja das Schöne, an diesen philosophischen Denkanstößen. Jeder, der will, kann sich seine eigenen Gedanken dazu machen. Mir gefällt so etwas richig gut. Die Freiheit, sich überlegen zu können, was gewisse Aussagen, für einen selbst bedeuten 🙂

      Ganz herzliche Grüße,

      Emily

      Gefällt 2 Personen

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