Das Leben beginnt immer wieder neu!

Das Leben besteht aus Veränderung. Ich kann versuchen mich innerlich dagegen zu stellen und dadurch nichts als Leid erzeugen. Denn ich kann nichts fest halten oder versichern, so gern ich es auch manchmal würde. Das einzige, was ich kann, ist mit dem Puls der Zeit zu gehen. Neue Situationen als Abwechslung aufzufassen. Neue Probleme, als Herausforderungen begreifen. Neue Krisen, als Chance etwas in meinem Leben zu verändern. So wie ich die Dinge betrachte, wird es mir damit jeweils besser oder schechter ergehen. Es liegt in meiner Hand! Und deshalb: Beginnt mein neues Leben beginnt, immer wieder neu! Immer wieder, verändere ich, was mir wichtig ist. Immer wieder, schaue ich in den Spiegel und bin endlich zufrieden. Immer wieder, werde ich mir meiner inneren Stärke bewußt. Immer wieder, erkenne ich, daß ich alles erreichen kann, was ich will. Auch Dein Leben beginnt immer wieder neu! Was wirst Du daraus machen? © Emily-Star

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Das Leben besteht aus Veränderung.
Ich kann versuchen mich innerlich dagegen zu stellen und dadurch nichts als Leid erzeugen.
Denn ich kann nichts fest halten oder versichern, so gern ich es auch manchmal würde.
Das einzige, was ich kann, ist mit dem Puls der Zeit zu gehen.

Neue Situationen als Abwechslung aufzufassen.
Neue Probleme, als Herausforderungen begreifen.
Neue Krisen, als Chance etwas in meinem Leben zu verändern.

So wie ich die Dinge betrachte, wird es mir damit jeweils besser oder schechter ergehen.
Es liegt in meiner Hand!

Und deshalb:

Beginnt mein neues Leben, beginnt immer wieder neu!

Immer wieder, verändere ich, was mir wichtig ist.
Immer wieder, schaue ich in den Spiegel und bin endlich zufrieden.
Immer wieder, werde ich mir meiner inneren Stärke bewußt.
Immer wieder, erkenne ich, daß ich alles erreichen kann,
was ich will.

Auch Dein Leben beginnt immer wieder neu!
Was wirst Du daraus machen?

© Emily-Star

Gedanken für Zwischendurch Teil 10

Stark ist nicht, wer seine Gefühle unterdrückt... Stark ist, wer sich ehrlich mit ihnen auseinander setzt! © Emily-Star

Der Weg zurück zum Herzen

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Manchmal verschließen wir unser Herz, weil wir tief verletzt und somit enttäuscht worden sind. In dem Augenblick, soll uns niemand anderes mehr verletzen können. Wir wollen nicht mehr leiden, nicht noch einmal diesen Schmerz spüren müssen, die große Enttäuschung. Ich kenne das von mir selbst und es ist nur allzu menschlich. Was wir dabei aber übersehen ist, daß der Schmerz damit nicht weg ist. Das wir in dem Augenblick, wo wir unser Herz verschließen, auch nichts wirklich schönes mehr empfinden können.

Es wäre ja so angenehm, nur das schmerzliche nicht mehr fühlen zu müssen. Aber alles andere was positiv ist, zulassen zu können. Quasi im stetigen Glück und Frieden zu schwelgen. „Frei von aller Negativität“ Was vielleicht Yogis oder sogenannten „höher entwickelten Menschen“, (Leute die emotional und geistig irgendwie immer weiter zu sein scheinen als wir selbst) möglich ist, bleibt den meisten von uns, trotz all der gutgemeinten Ratgeber und Lebenshilfeseminare, leider noch immer verborgen. Und diese Vorbilder, insofern sie denn als solche zu betrachten sind, wirken auf mich auch nicht immer so hilfreich, wie sie es vielleicht sollten. Sondern lösen in mir stattdessen, eher das Gefühl von Unzulänglichkeit und Unerreichbarkeit aus. Denn trotz all der klugen Ratschläge, besonders ja diesem mit dem „positivem denken“, können Verletzungen (zumindest bei mir), nicht einfach so umgedacht bzw. um-gefühlt werden. Ich bin trotz all der Versuche immer noch keiner dieser Übermenschen geworden, welcher mit sich so im Reinen ist, daß er immer gut drauf und nett ist.

Aber eines habe ich im Laufe der letzten Jahre, doch fest gestellt. Je länger und stärker ich ein unangenehmes Gefühl unterdrücke, desto heftiger kommt es irgendwann zurück. Was aber tun, wie werde ich es los und damit wieder ein bißchen freier und vielleicht sogar glücklich?! Nun da gibt es leider nur eines. Nochmal durchgehen, durch all den Schmerz- sein Herz wieder öffnen. Heulen und fluchen, wenn es sein muß und zwar solange bis es weniger wird. Und in dem Maße, wie der Schmerz weniger wird, kann dann auch die Freude wieder größer werden. Ich nenne das für mich den Weg zurück zum Herzen.

Es kostet sehr viel Mut wirklich alle seine Gefühle zu durchleben und zu fühlen.
Aber das ist es doch, was das Leben wirklich ausmacht.
Was uns noch von künstlicher Intelligenz unterscheidet.
Was uns wirklich menschlich und so einzigartig macht.

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Stark ist nicht,
wer seine Gefühle unterdrückt…

Stark ist,
wer sich ehrlich mit ihnen auseinander setzt!

© Emily-Star

5 Jahre rauchfrei

Als ich vor 5 Jahren meine letzte Zigarette aus machte, sollte das eigentlich nur vorübergehend sein. Da meine Frauenärztin mir empfohlen hatte, bereits vor der Schwangerschaft damit aufzuhören, habe ich ihren Rat befolgt. Ich habe mir so sehr ein Kind gewünscht, was sich dann, selbstverständlich ohne Qualm, in mir entwickeln sollte, daß es mir das wert war. Ich sah ein, daß ich den psychischen Streß des aufhörens, wohl besser schon hinter mir haben sollte, wenn es endlich so weit ist.

Das aufhören selbst, war für mich unglaublich schwierig. Schließlich hatte ich 20 Jahre lang geraucht, als ob es kein Morgen gäbe. 1 1/2, bis manchmal sogar 2 Schachteln Zigaretten am Tag, war so mein Standartwert.

Im ersten Jahr, mußte ich immer weg gehen, wenn jemand rauchte, weil ich Angst hatte, rückfällig zu werden. Im zweiten Jahr, wurde das dann endlich besser und heute, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, jemals wieder zu rauchen. Und das, obwohl ich nie schwanger wurde und mich da gedanklich auch nicht fest genagelt habe. Sprich, ich habe mir immer die gedankliche Freiheit gelassen, jederzeit wieder anzufangen. Das ist wichtig, denn das Wort „nie“ ist da extrem demotivierend und erzeugt unnötigen inneren Druck. Ich habe mir immer nur, den jeweiligen Tag vorgenommen. Also: „Nur heute rauche ich nicht! Was Morgen ist, sehe ich Morgen!“ Das klingt streßfreier als: „Ich darf bis zum Ende meines Lebens, nie mehr rauchen!“ Heute, denke ich da fast gar nicht mehr drüber nach. Das Verlangen sinkt mit den Jahren immer mehr und der Gedanke wieder anzufangen, wirkt immer befremdlicher auf mich. Vor 5 Jahren konnte ich mir ein Leben ohne Kippen nicht vorstellen und heute ist es genau umgekehrt!

Und so blicke ich jetzt, mit Stolz und einer gewissen Genugtuung, auf die, welche mich damals auslachten und verhöhnten. Die sagten, ich würde das eh nie schaffen, weil sie selbst nicht aufhören wollten und mit Sicherheit, auch heute noch, rauchen. Sie haben mich, wie in so vielen anderen Punkten, unterschätzt!

Ich bin kein militanter Nichtraucher geworden. Das war mir immer wichtig. Nie so extrem zu werden, wie viele andere ehemalige Raucher. Die gebärden sich ja teilweise schlimmer, als Menschen, die nie geraucht haben. Das finde ich ganz furchtbar! Ich habe Verständnis für jeden, der nicht davon los kommt.

Was ich meine, ist etwas anderes. Ich habe kein Verständnis für Missgunst und Demotivierung, so wie ich sie, damals erfahren habe!

In diesem Sinne, laß auch Du Dich nicht demotivieren und bleibe an Deinen Zielen dran. Laß Dir nie einreden, Du schaffst etwas ja eh nicht, weil Du zu dumm, zu arm oder zu unfähig bist. In Dir steckt viel mehr, als Du denkst!

Glaub mir, das habe ich schon mehrfach, selbst erlebt.

Foto von Georg Lukas

Wege der Selbstheilung Teil 18

Irgendwann in unserem Leben kommt der Punkt, wo wir nicht mehr weg laufen können. Wo der Schmerz uns eingeholt hat und wir mit dem Rücken zur Wand stehen. Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die Augen zu schließen und sobald wir wieder die Kraft gefunden haben, weiter weg zu laufen. Oder aber ihm ins Gesicht zu sehen und ihm dadurch, seine Macht über uns nach und nach zu entziehen. © Emily-Star

Über das loslassen von Menschen die wir lieben, weil sie entweder nicht bei uns sein wollen oder aber uns nicht gut tun. Teil 1

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Es tut weh zu hören und akzeptieren zu müssen, daß man nicht (mehr) geliebt wird oder auch nie geliebt wurde. Ein Schlag ins Gesicht und ins Herz!
Genauso wie die Tatsache, daß wir manchmal Kontakte zu Menschen pflegen, die uns eigentlich weder gutes wollen, noch gutes tun. Das kann der Partner, ein Familienmitglied oder aber auch ein sogenannter Freund sein. Den Kontakt zu beenden, ist auch da nicht immer so leicht, manchmal aber einfach besser für uns.
In beiden Fällen wissen wir, daß es besser wäre- den Menschen los zu lassen. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Es braucht Zeit und diese Zeit fangen wir jetzt ganz bewußt an, uns in diesen Teilen zu nehmen und zu nutzen.

Ich habe bisher in der Vergangenheitsform von den Methoden berichtet, die ich ausprobiert habe und die mir in irgendeiner Form halfen. Nun berichte ich zum allerersten Mal aus dem hier und jetzt. Nehme Dich gedanklich mal ganz gezielt in diese Phase der Arbeit an mir selbst mit, wenn Du das möchtest…

Ich habe gelernt wieder zu lieben. Ich habe erfahren, daß es eine innere Mitte gibt. Ich bin in meine Vergangenheit gereist und habe durch die Kraft der Liebe und Hoffnung ein paar Mauerstücke, oder auch Zwiebelscheiben in mir abbauen können. Ich habe den Weg zu meinem Herzen gefunden und die Kraft zur Selbstheilung aktiviert.

Und ich fühle mich stärker, die Menschen zu mir sind netter und ich zu ihnen. Ich habe endlich Kontakt zu meinen Nachbarn her gestellt, obwohl wir hier schon einige Zeit wohnen. Ich habe Werkzeuge gefunden, wie ich mit negativen Gefühlen besser umgehen kann, als in all den Jahren zuvor. Und ich habe sie auch ausprobiert. War in vielen sehr heiklen Situationen, wo ich vor der Wahl stand: Mein altes destruktives Verhalten, das schnelle- aber leider keine dauerhafte Besserung verspricht? Oder aber das Neue auszuprobieren. Von dem ich da ja noch gar nicht wußte, ob es mir überhaupt hilft. Wie viele Stunden lag ich da, inmitten meiner Ängste und meines Schmerzes und zum Schluß meiner Wut? Und ich bin hindurch gegangen, habe heilen können und dadurch kurzzeitig tiefen Frieden empfunden. Ich habe all dies erreicht, doch eines bleibt mir noch immer verschlossen.

Einen Menschen erreiche ich einfach nicht. Ganz gleich was ich auch tue und womit ich mich ablenke. Ich kann ihn weder erreichen, noch ihn loslassen. Ich kann das Gefühl der Sehnsucht kurzzeitig in den Hintergrund stellen, aber es kommt immer und immer wieder. Wie viele Tränen habe ich schon vergossen und doch scheinen es immer noch nicht genug zu sein.

Was habe ich übersehen?
Was habe ich falsch gemacht?
Was könnte ich noch versuchen, um diesen Menschen endlich los zu lassen?

Ich bin ratlos. Es gibt so viele Dinge, die man bewerkstelligen kann. Nur das eine scheint einfach nicht zu funktionieren. Ich versuche es also mit einer Art innerem Mantra. In der Hoffnung, daß durch die Wiederholung des immer gleichen Satzes „Das ist vorbei!“, mein Geist und vor allem aber meine Gefühle, dies endlich verstehen.

In Gedanken gehe ich die Orte durch wo ich mit diesem Menschen war. Die Situationen, die wir erlebten und sage mir immer wieder:

Das ist vorbei und es kommt nie wieder!

Ich versuche diese wie Bilder zu sehen, die an der Wand hängen und sie mit einer Fackel zu verbrennen. Schließlich hat das im Haus der Erinnerungen ja auch funktioniert. Aber ganz gleich wie viele ich anzünde, es kommen immer wieder neue hinzu. Ich greife nach einem Bild, nehme es von der Wand und schmeiße es auf den Boden. Trampel noch mal darauf herum und sage mir erneut:

Das ist vorbei und es kommt nie wieder!

Doch es hilft nicht. Ich stelle immer wieder fest, daß ich einfach alles, was ich von diesem Menschen besitze, horte und nicht her geben kann. Und wenn ich nur ein Feurzeug erblicke, was er mir mal schenkte, so ist es mir heilig. Halte ich es fest, wie einen Schatz- ganz so, als ob ich diesen Menschen damit zur Rückkehr bewegen könnte. Das sind alles nur Gegenstände und doch sind sie mir wichtiger, als sie es sein sollten.

Ich versuche also etwas anderes. Stelle mir in Gedanken vor, wie ich diesen Menschen gehen lasse. Ihm die Hand zum Abschied reiche und laut sage: „Ich lasse dich jetzt gehen und akzeptiere deine Entscheidung, daß du dein Leben von nun an, ohne mich als Teil darin leben möchtest. Auch wenn ich es nicht verstehe, wünsche ich trotzdem nur Gutes auf Deinem Weg!“

Aber auch das hilft mir nicht. Das Gefühl des Loslassens, des innren Friedens- es will sich einfach nicht einstellen. Alle bisherigen Methoden scheinen bei diesem Thema wirkungslos zu sein. Also versuche ich nun wieder etwas anderes und entscheide ich mich erst einmal für einen „Brief“ an genau diesen Menschen. Ihn direkt zu adressieren, wäre wohl sinnlos, da schon meine letzte Email unbeantwortet blieb.

Ich habe die Hoffnung das mich das niederschreiben, endlich von all dem Schmerz, der mich schon so lange nieder drückt und einfach nicht los läßt, befreien wird. Der Schmerz, welcher mich in der letzten Zeit, so sehr in meinen Leben beeinträchtigt, daß die Dunkelheit und Trauer in mir immer mehr Raum einnehmen. Lange habe ich mich um diesen Punkt gedrückt, darum den Schmerz zu fühlen. Als ich es einmal versuchte, konnte ich nicht aufhören zu weinen. Stundenlang, tagelang- immer wenn ich mich gerade knapp erholt hatte, ging es wieder los. Dann schloß ich das Thema erst einmal weg. Es weiter zu bearbeiten kostete mich einfach zu viel Kraft. Doch jetzt scheint es unausweichlich zu sein. Es ist zurück gekommen, aus dem Unterbewußtsein- Drückt mich mit dem Rücken an die Wand und zwingt mich nun, ihm endlich ins Gesicht zu sehen. Denn ich habe keine Kraft mehr zu verdrängen und ich will endlich davon frei sein. Nicht nur für ein paar Stunden oder Tage. Sondern nachhaltig! Und deshalb werde ich diesen Weg jetzt gehen. Ich versuche es noch einmal.

Nur weil es beim ersten Anlauf nicht klappte, heißt das ja nicht, daß es auch jetzt nicht helfen wird. Manchmal braucht man eben mehrere Versuche. Es ist mir mittlerweile klar, daß ich mich wahrscheinlich nie ganz von dem Thema befreien kann. Aber es soll mein Ziel sein, wieder besser mit all dem umgehen zu können. Wieder ein bißchen was von dem Schmerz los zu lassen und dadurch mehr Platz für Freude zu schaffen. Denn im Augenblick ist der innere Raum so voll von negativem, daß ich erst einmal etwas davon raus schmeißen muß, damit ich wieder positives dazustellen kann. Die Reise mag nun beginnen.

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Irgendwann in unserem Leben kommt der Punkt,
wo wir nicht mehr weg laufen können.
Wo der Schmerz uns eingeholt hat
und wir mit dem Rücken zur Wand stehen.
Dann gibt es zwei Möglichkeiten.
Entweder die Augen zu schließen
und sobald wir wieder die Kraft gefunden haben,
weiter weg zu laufen.
Oder aber ihm ins Gesicht zu sehen
und ihm dadurch, seine Macht über uns
nach und nach zu entziehen.

© Emily-Star

Gedanken für Zwischendurch Teil 9

In Dir steckt viel mehr, als Du glaubst! Durch all das, was Du erlebst, hast Du die Möglichkeit diese Dinge zu entdecken.. Deine innere Stärke, Deine Wandlungsfähigkeit, so viele Eigenschaften und Talente- die Du bisher immer nur den "Anderen" zugetraut hast. Und meistens sind es sogar die  negativen Erlebnisse, die uns genau das vor Augen führen. © Emily-Star

Alles Ansichtssache

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Einmal habe ich eine Schiene an die rechte Hand bekommen, weil meine Golden Retrieverhündin, einen Streit mit der an sich sehr friedlichen und wohlerzogenen Schäferhündin, vom Zaun brechen mußte. Die hat sich das, natürlich nicht bieten lassen und zurück gebissen. Aus lauter Panik habe ich dann gemacht, was man gar nicht sollte. Dazwischen gegriffen und versucht die beiden zu trennen. Na ja und dabei, gleich auch ein paar Bisse, mit einkassiert. Davon war eigentlich, auch nur einer schlimm. Aber nichts desto trotz, hat er mir dann diese Schiene an der rechten Hand eingebracht. Mit dem Endergebnis, nun erst mal alles mit links, machen zu müssen. Das ist als Rechtshänder gar nicht so leicht, aber im nachhinein das beste Training, was ich dann für das Klavierspiel mit der linken Hand, bekommen konnte. Und nicht nur das, ich habe mit großem Erstaunen fest gestellt, wie schnell mein Gehirn umdenken konnte, als es das mußte. Jeden Tag, konnte ich Dinge besser und leichter machen, als noch am Tag zuvor. Und mein Erfindungsreichtum, wie ich mir am besten helfen kann, wurde erst einmal so richtig wach. Die Konsequenz daraus, lautet für mich, daß wir gar nicht so hilflos sind, wie wir erst einmal glauben und das Gehirn viel mehr kann, als wir ihm zutrauen. Es ist alles nur reine Ansichtssache. Ich hätte mich jetzt hinsetzen und bedauern können. Aber das hätte mir nichts gebracht, als noch mehr Selbstmitleid und Blockaden. Stattdessen habe ich es als Experiment gesehen. Neugierig darauf, was sich mein Kopf wohl alles einfallen läßt, um viele der alltäglichen Aufgaben wieder zu meistern. Man sagt immer sehr schnell: „Kann ich nicht!“ oder „Geht nicht!“ Ist ja auch bequemer so und nur allzu menschlich! Aber wenn wir auf einmal müssen, dann stellen wir fest, wie sehr wir uns in vielen Punkten geirrt, ja selbst unterschätzt haben.

Ich selbst h,atte das unbeschreibliche Glück, daß keiner der Bisse eine Sehne beschädigt hat und ich nur etwas später wieder anfangen konnte, zu spielen. Ein Jahr zuvor, hätte ich das anders gesehen. Ich hätte mich gefragt, womit ich das verdient habe, jetzt auch noch ausgerechnet, alles mit links machen zu müssen, nicht spielen zu dürfen und mich dabei in Selbstmitleid ergangen. Jetzt bin ich dankbar, für diese Erfahrung (nach der Beisserei natürlich) und bin mir sicher, daß sie mir sehr geholfen hat, in Zukunft besser spielen zu können, als zuvor und auch andere Dinge, anders als sonst zu bewältigen.

Und den Hunden geht es ebenfalls wieder bestens!

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In Dir steckt viel mehr, als Du glaubst!
Durch all das, was Du erlebst, hast Du die Möglichkeit diese Dinge zu entdecken..
Deine innere Stärke, Deine Wandlungsfähigkeit, so viele Eigenschaften und Talente-
die Du bisher immer nur den „Anderen“ zugetraut hast.

Und meistens sind es sogar die negativen Erlebnisse, die uns genau das vor Augen führen.

© Emily-Star