All den Dingen zu trotzen, die mein Gesicht langsam, tief in den Staub drücken…

Beitragsauszug:

Es gibt Momente, wo es auch mir immer wieder schwer fällt, den Kopf weiterhin aufrecht zu halten. All den Dingen zu trotzen, die mein Gesicht langsam, tief in den Staub drücken. Vor zwei Wochen, habe ich die Nebenwirkungen nicht mehr ausgehalten und eins meiner Medikamente abgesetzt, welches ich für den Hauptübeltäter hielt. Die ständigen Krämpfe und Schmerzen in den Gelenken, waren das Eine. Aber des Nachts vor Schmerzen senkrecht im Bett zu stehen, weil meine Hüfte mit einem Mal so weh tat, obwohl ich sie gar nicht belastet habe... Nie Probleme mit ihr hatte... Zumindest nicht mit dieser Seite... Nein, das war genug! Jetzt reichts...

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Heute, vor genau einem Jahr, bin ich tränenüberströmt…

Beitragsauszug:

in Santiago de Compostela angekommen. Nie werde ich diesen überwältigenden Augenblick vergessen, wo mir klar wurde, daß ich es tasächlich geschafft hatte. Trotz all der Schmerzen, wegen einer Schleimbeutelentzündung in der Hüfte, habe ich diesen Weg Zuende gebracht. Mein Arzt war fassungslos, wie ich das geschafft hatte. Normalerweise, hätte ich ab Ponte de Lima gar nicht weiter gehen dürfen. Aber aufgeben? Niemals. Ich hatte mir vorgenommen, das zu schaffen und zwar zu Fuß! Auch wenn ich nach Santiago hätte kriechen müssen...

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Das Fenster im dunklen Raum, welches einen Ausblick verschafft

Beitragsauszug:

Ich war mein ganzes Leben auf der Suche nach einem Zuhause. Doch wo ich es fand, verschwand es wieder. So auch hier. Ich frage mich, warum das so ist. Natürlich, kann ich vom geschichtlichen Ablauf her, all die Gründe, für diese Stationen benennen. Die Ereignisse so detailreich wieder geben, so daß Du nach meiner Erzählung, wahrscheinlich verstehend nicken würdest. Dennoch wollte ich ursprünglich nur eins. Ein Zuhause, wo ich meine Ruhe haben kann. Vielleicht war gerade das, das Problem...

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Einschränkungen

Beitragsauszug:

Da habe ich doch, letztens im Fernsehen, von einer Psychologin gehört, welche Schäden, all die derzeitigen Einschränkungen; auf längere Sicht in der Psyche, hervor rufen können. Du meine Güte, denke ich bei mir, wenn das schon psychische Schäden hervor ruft, was für ein Ding, habe ich dann eigentlich an der Waffel? Ich habe Zeiten erlebt, wo ich Hunger und nichts zu Essen hatte, bis Nachbarn mir welches vorbei brachten. Wo ich fror, weil im Winter die Heizung kaputt war und mir verboten wurde, die Elektrische anzustellen. Wo ich das Wasser für die Toilettenspülung, aus dem Fluß holen mußte, an dem wir wohnten, weil es keine Spülung gab. Wo ich frierend, in einem Eimer warmen Wassers stand, der zuvor im Topf, auf einem Herd erwärmt wurde und mir den anderen Mangels Dusche, langsam über den Kopf kippte. Ich habe sogar Zeiten erlebt...

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Wertschätzung in unsicheren Zeiten

Beitragsauszug:

Vor knapp einer Woche bin ich 40 Jahre alt geworden. Ein Alter, von dem ich zeitweise dachte, daß ich es gewiß nie erreichen würde. War es erst der jugendliche Hochmut, welcher sich mit lebensmüder Verzweiflung abwechselte. Ging dann weiter, über die Borreliosediagnose, bis hin zum Bangen um mein Herz, mit wochenlanger Atemnot. Stunden, die sich zogen wie Kaugummi in denen ich zwar atmete, aber trotzdem das Gefühl hatte, nicht richtig Luft zu bekommen. Wo mein Herz urplötzlich, so deutlich aus dem Takt kam, daß ich Todesängste ausstand. Wer hätte gedacht, daß beides zusammen hängt und durch die entsprechende Medikation behoben werden kann. Ich zu dem Zeitpunkt nicht, weil es eine halbe Ewigkeit brauchte, bis ich mal einen Termin beim Kardiologen bekam, der fest stellte, daß tatsächlich Probleme da waren. Bis zu diesem Zeitpunkt kam ich mir streckenweise vor, wie ein Hypochonder. Kaum davon erholt, wurde mir klar gemacht, daß ich die regelmäßigen Magenspiegelungen ernst nehmen soll. (Ich hatte eine ausgelassen, getreu dem Motto, ist schon nicht so schlimm.) Man machte mir daraufhin klar, daß bereits Krebszellen in meiner Speiseröhre gefunden worden waren und nur eine regelmäßige Kontrolle, zeigen könnte, wie sie sich verhalten. Als mir das richtig bewußt wurde, saß ich da und sinnierte darüber, ob mein 40. Geburtstag wohl ein "erst 40", oder ein "schon 40" wird.

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5 Jahre rauchfrei

Beitragsauszug:

Als ich vor 5 Jahren meine letzte Zigarette aus machte, sollte das eigentlich nur vorübergehend sein. Da meine Frauenärztin mir empfohlen hatte, bereits vor der Schwangerschaft damit aufzuhören, habe ich ihren Rat befolgt. Ich habe mir so sehr ein Kind gewünscht, was sich dann, selbstverständlich ohne Qualm, in mir entwickeln sollte, daß es mir das wert war. Ich sah ein, daß ich den psychischen Streß des aufhörens, wohl besser schon hinter mir haben sollte, wenn es endlich so weit ist. Das aufhören selbst, war für mich unglaublich schwierig. Schließlich hatte ich 20 Jahre lang geraucht, als ob es kein Morgen gäbe. 1 1/2, bis manchmal sogar 2 Schachteln Zigaretten am Tag, war so mein Standartwert. Im ersten Jahr, mußte ich immer weg gehen, wenn jemand rauchte, weil ich Angst hatte, rückfällig zu werden. Im zweiten Jahr, wurde das dann endlich besser und heute, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, jemals wieder zu rauchen. Und das, obwohl ich nie schwanger wurde und mich da gedanklich auch nicht fest genagelt habe. Sprich, ich habe mir immer die gedankliche Freiheit gelassen, jederzeit wieder anzufangen. Das ist wichtig, denn das Wort "nie" ist da extrem demotivierend und erzeugt unnötigen inneren Druck...

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Kurze Info zur Kommentarfunktion

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Da ich gesehen habe, daß sich eine (oder zwei unter einem Namen), mir äußerst unangenehme Personen, hier einen Account aufgemacht und auch noch "gefällt mir" bei einem meiner Beiträge gedrückt haben, (was man ja leider NICHT entfernen kann); habe ich vorsichtshalber die Kommentarfreischaltung aktiviert. Von der Seite meines gewalttätigen Ex, über den ich hier berichte und meinem Verräterfreund, der wahrscheinlich immer noch mit ihm zu tun hat...

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Nächtliche Gedanken

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Es ist halb 5 Uhr in der Nacht und mein Blick fällt zum alljährlich geschmückten Weihnachtsbaum. Auch in diesem Jahr, habe ich einiges von dem Familienschmuck verwendet, den meine Stiefmutter mir gab, als wir uns das letzte Mal sahen. Sogar ihren Holzschneemann, den sie als Kind von ihrer Mutter bekommen hat, habe ich noch mit dran gehangen. Wohl wissend, daß er mich immer wieder, an sie erinnern würde. Aber ich sagte mir, daß ich jetzt stark genug sei, daß melancholische Ziehen, in der Herzgegend, zu ignorieren. Wie immer lief auch der Plattenspieler, mit derselben Platte alter Weihnachtslieder; als Erinnerung an zwei Weihnachten in meiner Kindheit, die es so nie wieder geben wird. Die so ziemlich einzigen, welche wirklich schön waren. Zu der Zeit wohnten wir noch im Paderborner Raum, in Niederntudorf. In Niederntudorf, ist es ein wenig bergig, zumindest kam mir das als Kind so vor und an dem Tag, hatte es sogar geschneit. Der Schnee war recht hoch und ich ging mit meiner Stiefmutter, an all den geschmückten Fenstern vorbei...

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Scheinen, wie das Licht der Kerzen, am Adventskranz

Beitragsauszug:

Und wieder ist ein Tag vergangen. Ein Tag, wo mir erneut bewußt wurde, was es bedeutet zu leben und somit auch zu fühlen. Ich fühle, also bin ich! Der Spruch mit dem denken (Ich denke, also bin ich) klingt zwar nett, aber ich habe jetzt fest stellen müssen, daß es durchaus viele Gefühle gibt, die nach und nach in der Lage sind (zumindest vorübergehend), die komplette Vernunfts- und Gedankenwelt auszuhebeln. Also denken und sein? Na ja... Für mich persönlich, eher umgekehrt. Ich glaube, erst das Gefühl, macht uns lebendig. Welches auch immer! Und so geht es weiter, jeden Tag ein Schritt und es werden, noch unendlich viele sein. Aber immerhin, ich bin jetzt los gelaufen...

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