5 Jahre rauchfrei

Als ich vor 5 Jahren meine letzte Zigarette aus machte, sollte das eigentlich nur vorübergehend sein. Da meine Frauenärztin mir empfohlen hatte, bereits vor der Schwangerschaft damit aufzuhören, habe ich ihren Rat befolgt. Ich habe mir so sehr ein Kind gewünscht, was sich dann, selbstverständlich ohne Qualm, in mir entwickeln sollte, daß es mir das wert war. Ich sah ein, daß ich den psychischen Streß des aufhörens, wohl besser schon hinter mir haben sollte, wenn es endlich so weit ist.

Das aufhören selbst, war für mich unglaublich schwierig. Schließlich hatte ich 20 Jahre lang geraucht, als ob es kein Morgen gäbe. 1 1/2, bis manchmal sogar 2 Schachteln Zigaretten am Tag, war so mein Standartwert.

Im ersten Jahr, mußte ich immer weg gehen, wenn jemand rauchte, weil ich Angst hatte, rückfällig zu werden. Im zweiten Jahr, wurde das dann endlich besser und heute, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, jemals wieder zu rauchen. Und das, obwohl ich nie schwanger wurde und mich da gedanklich auch nicht fest genagelt habe. Sprich, ich habe mir immer die gedankliche Freiheit gelassen, jederzeit wieder anzufangen. Das ist wichtig, denn das Wort „nie“ ist da extrem demotivierend und erzeugt unnötigen inneren Druck. Ich habe mir immer nur, den jeweiligen Tag vorgenommen. Also: „Nur heute rauche ich nicht! Was Morgen ist, sehe ich Morgen!“ Das klingt streßfreier als: „Ich darf bis zum Ende meines Lebens, nie mehr rauchen!“ Heute, denke ich da fast gar nicht mehr drüber nach. Das Verlangen sinkt mit den Jahren immer mehr und der Gedanke wieder anzufangen, wirkt immer befremdlicher auf mich. Vor 5 Jahren konnte ich mir ein Leben ohne Kippen nicht vorstellen und heute ist es genau umgekehrt!

Und so blicke ich jetzt, mit Stolz und einer gewissen Genugtuung, auf die, welche mich damals auslachten und verhöhnten. Die sagten, ich würde das eh nie schaffen, weil sie selbst nicht aufhören wollten und mit Sicherheit, auch heute noch, rauchen. Sie haben mich, wie in so vielen anderen Punkten, unterschätzt!

Ich bin kein militanter Nichtraucher geworden. Das war mir immer wichtig. Nie so extrem zu werden, wie viele andere ehemalige Raucher. Die gebärden sich ja teilweise schlimmer, als Menschen, die nie geraucht haben. Das finde ich ganz furchtbar! Ich habe Verständnis für jeden, der nicht davon los kommt.

Was ich meine, ist etwas anderes. Ich habe kein Verständnis für Missgunst und Demotivierung, so wie ich sie, damals erfahren habe!

In diesem Sinne, laß auch Du Dich nicht demotivieren und bleibe an Deinen Zielen dran. Laß Dir nie einreden, Du schaffst etwas ja eh nicht, weil Du zu dumm, zu arm oder zu unfähig bist. In Dir steckt viel mehr, als Du denkst!

Glaub mir, das habe ich schon mehrfach, selbst erlebt.

Foto von Georg Lukas

Kurze Info zur Kommentarfunktion

Da ich gesehen habe, daß sich eine (oder zwei unter einem Namen), mir äußerst unangenehme Personen, hier einen Account aufgemacht und auch noch „gefällt mir“ bei einem meiner Beiträge gedrückt haben, (was man ja leider NICHT entfernen kann); habe ich vorsichtshalber die Kommentarfreischaltung aktiviert. Von der Seite meines gewalttätigen Ex, über den ich hier berichte und meinem Verräterfreund, der wahrscheinlich immer noch mit ihm zu tun hat,

(Ich hatte ihn in meinem letzten Video Judas genannt. Aber tatsächlich ist er gar keiner. Denn dem echten Judas, tat der Verrat, am Ende leid. Ihm hingegen nicht, er versucht es dreist wie er ist, glatt nochmal.🤮)

kann und wird, nichts Gutes kommen!!!

Das hat also nichts, mit Kommentaren von Dir, zu tun. Und um das klar zu stellen, habe ich diese kurze Info geschrieben!

Nächtliche Gedanken

Es ist halb 5 Uhr in der Nacht und mein Blick fällt zum alljährlich geschmückten Weihnachtsbaum. Auch in diesem Jahr, habe ich einiges von dem Familienschmuck verwendet, den meine Stiefmutter mir gab, als wir uns das letzte Mal sahen. Sogar ihren Holzschneemann, den sie als Kind von ihrer Mutter bekommen hat, habe ich noch mit dran gehangen. Wohl wissend, daß er mich immer wieder, an sie erinnern würde. Aber ich sagte mir, daß ich jetzt stark genug sei, daß melancholische Ziehen, in der Herzgegend, zu ignorieren.

Wie immer lief auch der Plattenspieler, mit derselben Platte alter Weihnachtslieder; als Erinnerung an zwei Weihnachten in meiner Kindheit, die es so nie wieder geben wird. Die so ziemlich einzigen, welche wirklich schön waren. Zu der Zeit wohnten wir noch im Paderborner Raum, in Niederntudorf. In Niederntudorf, ist es ein wenig bergig, zumindest kam mir das als Kind so vor und an dem Tag, hatte es sogar geschneit. Der Schnee war recht hoch und ich ging mit meiner Stiefmutter, an all den geschmückten Fenstern vorbei. Als wir irgendwann nach Hause kamen, stand da ein, mit echten Kerzen beleuchteter Weihnachtsbaum und natürlich hatte das Christkind auch, Geschenke darunter gelegt. Das zweite schöne Weihnachten, fand nur ein paar Jahre später, in Scharmede statt. Ich wurde aufs Zimmer geschickt, damit ich das „Christkind“ nicht störte, während es die Geschenke brachte. Als es fertig war, klingelte ein Glöckchen und ich durfte, die Treppe herunter kommen. Es lief eine Schallplatte, mit schönen, alten Weihnachtsliedern und der große Baum, funkelte im Licht der Kerzen. Mein Vater war berührt und selbst meine Stiefmutter, schien sich für einen Augenblick, berühren lassen, zu wollen. Zwei besondere Weihnachten, die ich trotz meiner dramatischen Familiengeschichte, nie vergessen werde!

Ich erinnere mich auch an die Weihnachten, bei meinen Großeltern. Die, welche mich wirklich liebten und die anderen, welche nicht versäumten mir zu sagen, warum mein Cousin immer mehr kriegt, wie ich. Das ich das zu verstehen hätte. Irgendwann änderte sich das verbliebene Schöne, drastisch ins Gegenteil Es wurde von meiner Stiefmutter aufgerechnet, wer, was geschenkt hatte und so wurde Weihnachten für mich, zu einem roten Tuch! Erst viele Jahre später, habe ich verstanden, daß es nun in meinen eigenen Händen liegt, Weihnachten so zu gestalten, wie ich es haben möchte!

Das tue ich nun auch, indem ich sehr viel schmücke, viel Weihnachtsmusik höre und dazu singe. Es gibt immer ein schönes Essen und das kleine, liebgewonnene Ritual, mit der Schallplatte. Das ist der einzige Zeitpunkt im Jahr, wo der Plattenspieler läuft und ich ihn, aus eben diesen nostalgischen Gründen, wieder anschließe. Doch dann, wenn die Bescherung vorbei ist, sitze ich da und werde traurig. Traurig, weil ich, bis auf meine Tante und ihren Mann, keine Familie mehr habe! Nicht, weil sie, wie meine Großeltern gestorben wären; sondern, weil sie sich gegen mich entschieden haben. Mein Vater, der nach wie vor unversöhnlich ist. Meine leibliche Mutter, die mich schon als kleines Kind, abgegeben hat und meine Stiefmutter, nebst ihren Eltern; die nie vergaßen, mich auf irgendeine Art daran zu erinnern, daß ich nicht zu ihrer Familie gehörte.

Ich habe meine Stiefmutter wirklich sehr geliebt, war sie doch seit meinem zweiten Lebensjahr bei mir und das trotz all dem Leid, welches sie mir nicht nur in meiner Kindheit, sondern auch noch all die Jahre später, zugefügt hat. Aber Gegenliebe, kann man nun mal nicht, erzwingen. So mußte ich mich vor ein paar Jahren, von ihr trennen, damit sie keine Macht mehr hat, mir jemals nochmal weh zu tun!

Trotzdem, habe ich über alle drei nachgedacht. Über die Familie nachgedacht, die ich nur für Augenblicke hatte und die dann für immer verschwand. Ich habe versucht, eine eigene zu gründen, was mir ebenfalls nicht vergönnt war. So habe ich in diesem Jahr noch genauer hin gehört, als die Schallplatte lief und mich umso intensiver, an diese zwei besonderen Weihnachten in meiner Kindheit, erinnert. Ich fragte mich, was für ein Mensch ich wohl geworden wär, wenn alles anders gelaufen wäre. Wenn ich, eine ganz normale Familie gehabt hätte, die mich geliebt und aufgebaut hätte…

Ich werde es wohl nie heraus finden. Aber ich bin froh, wenigstens Gott als meinen besten Freund und gütigen Vater zugleich zu haben. Er ist meine Familie und ich weiß, daß er mich niemals verlassen wird! Es hat viele Jahre und einen Jakobsweg lang gedauert, bis ich das verstanden habe und so muß ich doch wieder lächeln. Immer noch traurig, doch voller Zuversicht!

Scheinen, wie das Licht der Kerzen, am Adventskranz

Was vor mir auf meinem Weg liegt, das weiß ich nicht. Aber dafür weiß ich, daß wenn ich meinem Herzen weiter folge, er für mich richtig ist! © Emily-Star

(Um diesen Artikel vorgelesen zu bekommen, klickt bitte auf folgenden Link oder Player: https://archive.org/details/3.advent111 )

Und wieder ist ein Tag vergangen. Ein Tag, wo mir erneut bewußt wurde, was es bedeutet zu leben und somit auch zu fühlen.

Ich fühle, also bin ich!

Der Spruch mit dem denken (Ich denke, also bin ich) klingt zwar nett, aber ich habe jetzt fest stellen müssen, daß es durchaus viele Gefühle gibt, die nach und nach in der Lage sind (zumindest vorübergehend), die komplette Vernunfts- und Gedankenwelt auszuhebeln. Also denken und sein? Na ja… Für mich persönlich, eher umgekehrt. Ich glaube, erst das Gefühl, macht uns lebendig. Welches auch immer!

Und so geht es weiter, jeden Tag ein Schritt und es werden, noch unendlich viele sein. Aber immerhin, ich bin jetzt los gelaufen. Ich habe keine Ahnung, wohin mein Weg mich noch führen wird, aber ich will darauf vertrauen, daß er für mich genau richtig ist. Garantien, gibt es sowieso nicht. Es ist besser etwas falsch gemacht zu haben, als es nicht probiert, oder?! Ich denke mir das so. Wenn ich jetzt sterben müßte, ich hätte nicht viel, zu erzählen. In den letzten Jahren, habe ich eindeutig zu viel gedacht und zu wenig gefühlt. Zu meinem eigenen Selbstschutz! Immer auf Nummer Sicher. Aber wirklich gelebt?

Ich weiß, im Augenblick, nur eines und das ist mir jetzt wichtig. Überaus wichtig sogar. Solange die Liebe, (in welcher Form auch immer und Liebe ist durchaus sehr vielfältig), in meinem Herzen ist, wird immer irgendwo, ein Licht der Hoffnung, brennen. Nämlich in mir selbst und JETZT, kann ich es auch endlich wieder sehen!

Denn die Liebe allein ist es, die passend macht, was nicht paßt.
Die wieder aufrichtet, was gefallen ist und ein wenig von dem heilt, was zerbrochen war. In diesem Sinne, Dir einen schönen dritten Advent! Mögest auch Du, für Dich selbst, Dein inneres Licht, wieder zum Leuchten bringen und scheinen, wie das Licht der Kerzen am Adventskranz…

Bildertext:

Was vor mir auf meinem Weg liegt,
das weiß ich nicht.

Aber dafür weiß ich,
daß wenn ich meinem Herzen folge,
er für mich richtig ist!

© Emily-Star

Erinnern an das Gute im Menschen

(Um diesen Artikel vorgelesen zu bekommen, klickt bitte auf folgenden Link oder Player: https://archive.org/details/Kevelaer )

Ich erinnere mich gerade an ein Erlebnis vor 3 Jahren.

Wir waren in Kevelaer zum Adventsessen bei der Emmausbewegung eingeladen, die es sich zum Ziel gemacht hat, Menschen zu helfen, die am Ende sind. Ganz besonders den für unsere Gesellschaft sogenannten „hoffnungslosen Fällen“. Denn sie haben eines erkannt. Das niemand ein hoffungsloser Fall sein muß, wenn er es nicht selber bleiben will…

Ich war nun also gespannt darauf, wie es sein würde, auf genau die Menschen zu treffen, die auch mir vor ein paar Jahren ganz unbürokratisch aus einer großen Notlage geholfen hatten. Und das ohne mich wirklich zu kennen, oder irgendetwas als Gegenleistung von mir dafür zu erwarten. Ich hatte so viel schlechtes erlebt und Grausamkeit von den Menschen erfahren, daß es mich immer wieder zutiefst bewegte, wenn ich dann genau das Gegenteil erfahren durfte. Ich hatte mich dann auch mit Tränen in den Augen bedankt, als ich vor genau diesen Menschen stand, die mich einfach nur liebevoll anlächelten.

Das sind so Dinge, ich gebe es ja zu- die bei mir immer viel zu schnell in Vergessenheit geraten, wenn ich wegen schlechter Erlebnisse wieder total frustriert bin. Ich neige dann gern zur Verallgemeinerung, was aber so weder fair noch richtig von mir ist. Zudem mache ich es mir dadurch ja immer wieder selber schwer. Durch das „ALLES ist scheiße! ALLE sind schlecht usw.“ habe ich mir selbst schon so viel Lebensqualität und Freude weg genommen. Erschreckend!

Aber an dem Tag war ich so ergriffen, daß mir fast nonstop die Tränen runter liefen. Ich hatte Menschen vor mir, die mich ohne Vorurteile ansahen und denen es egal war, was ich alles in meinem Leben verbockt hatte. Die einfach nur warmherzig meine Hand hielten und voller Liebe mit mir redeten… das war so ein intensives Erlebnis, wie ich es auch heute kaum in Worte fassen kann. Und das will schon mal was heißen!

Diese kostbaren Augenblicke, wo ich auf Menschen treffe, die auch mal ganz unten waren. Zwar nicht auf die gleiche Art wie ich, doch das ist unwichtig. Sie waren unten, sind wieder aufgestanden und kämpften jetzt für und mit anderen. Das ist einfach nur ergreifend! Und es hat auch nicht nur damit zu tun, daß diese Menschen hier (wie ich selbst mittlerweile auch wieder) gläubige Christen sind, sondern vor allem mit Charakter. Es gibt so viele verschiedene Religionen und das ist auch völlig in Ordnung! Solange man mit seinem Glauben niemanden verletzt, kann und soll in meinen Augen ein jeder das glauben, was er will. Denn letzten Endes zählt doch nur: Die Liebe und wie ich sie durch meine Handlung ausdrücke!

Ich weiß noch immer nicht, wohin der Weg meines Herzens mich führen wird, aber ich folge ihm weiter…

Und so war er heute zum ersten Mal nach langer Zeit wieder da. In einem Augenblick der absoluten Stille, ein kleiner Hauch des inneren Friedens. Eine Erinnerung an ihn. Er hat mir kurz zugewunken und ich mußte mit einem Mal lächeln. Unter all den Tränen der Ratlosigkeit kam bei dieser schönen Erinnerung heute wieder eines in mein Herz um Hallo zu sagen und das ist:

Die Hoffung!

Ganz so, wie ich es in der Geschichte mit den 4 Kerzen beschrieb. So habe ich es auch für mich selbst erleben dürfen und das wünsche ich Dir ebenfalls. Das Du die Hoffung in Deinem Herzen nie verlierst und falls doch, sie wieder finden kannst. Dieses eine kleine Licht, das tief in Deinem Herzen brennen und nie mehr verlöschen soll!