Licht der Hoffnung Teil 9

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Warnung: Dieser Beitrag kann triggern! Meine Biografie Teil 9 Im Mädchenhaus war es trotzdem sehr schön, aber es ist halt kein Wohnort für längere Zeit. Außerdem wollte mich das zuständige Jugendamt in mein altes Heim, aus dem ich doch gerade abhauen war, zurück schicken. Doch mit der Hilfe meiner beiden Bezugsbetreuerinnen, mußte ich letztendlich doch nicht dorthin zurück. Aber bleiben konnte ich natürlich auch nicht. Das war wieder ein ganz typisches Dilemma. Sobald ich mich anfing irgendwo wohl zu fühlen, mußte ich wieder weg. Das hatte ja früher schon mit meinen Großeltern angefangen und wurde nun, hier fort gesetzt. Manchmal fragte ich mich, ob ich das unbewußt so machte wie mein Vater. Der zog auch ständig woanders hin. Klar, anderer Arbeitsplatz- anderer Wohnort. Aber irgendwie wurde ich nie das Gefühl ganz los, daß noch mehr dahinter steckte...

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Licht der Hoffnung Teil 8

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Warnung: Dieser Beitrag kann triggern! Meine Biografie Teil 8 Seit meinem letzten Selbstmordversuch führte ich regelmäßige Gespräche mit meinem Psychologen. Am Anfang blieb ich ihm gegenüber sehr verschlossen. Doch als es mir noch schlechter ging, begann ich mich zu öffnen. Die Gespräche taten mir gut und hielten mich psychisch ein bißchen über Wasser. Trotzdem war ich frustriert und begann diesen Unmut nun auch auf immer negativere Weise zu zeigen. Ich lebte im Heim, meine Familie wollte mich nicht mehr haben und die Menschen, die ich geliebt hatte, waren tot. Also was sollte es? Ich zog mir an was ich wollte. Desto schriller meine Outfits waren, desto mehr innere Befriedigung verschaffte mir das. Dann begann ich mir meine Haare zu tönen. Aber nicht in harmlosen Farben, sondern nach und nach die ganze Farbpalette durch. Es gab glaube ich keine Farbe, die ich nicht schon mal in meinen Haaren gehabt hätte. Ich wollte um jeden Preis anders sein. Ich wollte protestieren. Gegen den Liebesentzug und die Verweigerung jeglicher Zuneigung, die ich mir doch so sehr gewünscht hatte. So ließ ich mir als Krönung vom Ganzen, sogar noch eine Hälfte meiner Haare abschneiden und tönte diese blau, während die ich die lang verbliebene in häßlichem moosgrün erstrahlen ließ. Passend dazu besorgte ich mir...

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Licht der Hoffnung Teil 7

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Warnung: Dieser Beitrag kann triggern! Meine Biografie Teil 7 KAPITEL 5 Als wir in der Psychiatrie ankamen, folgte zunächst ein Aufnahmegespräch. Ich hoffte, daß ich so lange wie möglich dort bleiben könnte und nicht nach Hause zurück müßte. Und ich mußte es nicht. Nach dem Aufnahmegespräch brachte man mich auf die geschlossene Station, wo man mich nach spitzen Gegenständen durchsuchte. Hätte ich welche bei mir gehabt, wären sie mir abgenommen worden. Genauso wie Haarspray, Deo und einfach alles was in den Augen der Ärzte und Pfleger als Gefahr angesehen wurde. Das mit dem Deo verstand ich nicht ganz. Später erfuhr ich dann, daß manche Patienten sich dies in den Mund sprühten. Ich schüttelte mich innerlich. Auf so eine Idee mußte man erst einmal kommen. Aber was sollte das bringen? Ja, es ginge da um den Alkoholgehalt im Deo. Das war mir gedanklich alles zu schwierig und so war ich froh, als man mir mein Bett in einem sehr großen und geräumigen 4 Bettzimmer zuteilte. Ich war so glücklich nun nicht mehr zurück nach Hause zurück zu müssen, daß ich...

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Licht der Hoffnung Teil 6

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Warnung: Dieser Beitrag kann triggern! Meine Biografie Teil 6 KAPITEL 4 Einen Vorteil hatte es allerdings in der Notaufnahme zu sein. Endlich konnte ich ungestörten Kontakt zu Frau Engblum aufnehmen, welche ich von nun ab, mit ihrer Erlaubnis nur noch Blümchen nannte. Der Spitzname Blümchen bezog sich auf eine Verniedlichung des hinteren Teils ihres Zunamens „Engblum“ von Blume. Mit der Sängerin Blümchen hatte dies aber nichts zu tun, da es diese 1994 noch gar nicht in den Charts gab. Ich wurde zu einer leidenschaftlichen Träumerin. In meinen Träumen war ich sicher vor jedem neuen Schmerz. Dachte ich zumindest. Am Anfang fühlte ich wohl und geborgen. Denn in meinen Träumen war ich die Herrscherin. Damit ich aber träumen konnte, brauchte ich Musik und diese war für mich wie ein Schlüssel, der mir verschiedene Gefühlsebenen aufschloß. Außerdem konnte ich nur durch das anhören, des immer gleichen Liedes, eine bestimmte Erinnerung mit dem dazugehörigen Gefühl abspeichern. Wenn ich später aus der Realität entfliehen wollte, oder auch einfach nur in eine frühere Situation zurück versetzen...

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Licht der Hoffnung Teil 5

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Warnung: Dieser Beitrag kann triggern! Meine Biografie Teil 5 Eines schönen Tages fing ich an Beeren zu suchen. Ich schluckte sie alle eifrig. Aber da ich mich in Sachen Beeren nicht aus kannte, wußte ich auch nicht, welche giftig waren und welche nicht. Aber außer, daß mir schlecht wurde, passierte mir rein gar nichts! Doch ich gab noch lange nicht auf. Ich ging in die Drogerien und Apotheken und kaufte mir beruhigende und schlaffördernde Mittel. Da ich den Medikamentenschrank meiner Eltern nicht fand, mußte ich mich wohl oder übel damit begnügen. Doch es geschah wieder nichts, obwohl ich 22O Stück genommen hatte. Es wurde mir noch nicht einmal schlecht. Es mag lächerlich erscheinen sich mit irgendwelchen Beeren umbringen zu wollen, geschweige denn mit Baldriandragees. Aber mit meinen damals 13 Jahren, dachte ich wirklich, daß das klappt! Es gab zu dieser Zeit einfach zu viele Gründe für mich, das zu tun. Der erste Punkt war, daß meine Mom wahnsinnig eifersüchtig auf mich war...

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Licht der Hoffnung Teil 4

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Warnung: Dieser Beitrag kann triggern! Meine Biografie Teil 4 Frühjahr '93. Meine Oma lag im Koma. Sie hatte ihren dritten Herzinfarkt erlitten. Bedrückt, fuhren meine Eltern mit mir nach Westdeutschland. Es war lange her, daß ich meine geliebten Großeltern gesehen hatte. Tausendmal, fragte ich mich nach dem "warum". Warum es denn erst so weit kommen mußte, daß wir wieder zusammen fanden. Und ich bekam keine Antwort. Jetzt lag meine Oma im Sterben und es war bereits zu spät, um noch irgend etwas zu klären. Zu Spät... Diese Worte, dröhnten in meinem Kopf und machten sich, in meinem Körper breit. Ich weinte. Außer Moms strengem Blick, blieb mir allerdings, jeder Kommentar erspart. Was sich aber genau, ein Jahr später, noch ändern sollte...

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