Wege der Selbstheilung Teil 23

Beitragsauszug:

-Wieso konnte ich nicht einfach mal den Augenblick genießen und so richtig bewußt wahr nehmen, was mich umgibt? Hatte das etwas mit dem Leben im jetzt zu tun? Und wenn ja, wie bekam ich das nun hin?- Im Urlaub fiel es mir in den ersten Tagen unheimlich schwer, innerlich zur Ruhe zu kommen. Durch das wegfallen des starren Tagesablaufs, der durch die immer gleichen Aufgaben und Verpflichtungen geprägt war, fühlte ich mich so unruhig und aufgedreht, wie schon lange nicht mehr. Und da fiel mir erst einmal auf, wie sehr ich eigentlich unter Strom stand. Jede Minute möglichst gut nutzen, um so viel wie es nur geht in kürzester Zeit zu schaffen und bloß keine Zeit an unnütze Dinge verschwenden...

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Wege der Selbstheilung Teil 22

Beitragsauszug:

Bevor ich mich dazu entschieden habe, diese Selbsthilfereihe zu schreiben, habe ich, einige Zeit mit mir gehadert. Gedanken wie „Wenn ich das jetzt mache, bin ich angreifbar!“ Nun ich habe dieses Risiko in Kauf genommen und fühle mittlerweile auch, daß es die richtige Entscheidung gewesen ist. Ich weiß nicht, wie lange ich mit einem künstlichen Image, glücklich gewesen wäre und eine Karriere auf Lügen aufzubauen, ist sowieso nicht gut. Irgendwann kommt doch, alles heraus! Ich habe lange versucht, jemand zu sein, der ich nicht bin, nur um zu gefallen und geliebt zu werden. Wie oft habe ich, in den Spiegel geschaut und mich selbst nicht mehr erkannt...

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Wege der Selbstheilung Teil 21

Beitragsauszug:

Am nächsten Tag, bin ich wütend und je mehr ich, über all die Erkenntnisse von Gestern nachdenke, umso wütender werde ich. Das erinnert mich, ja schon fast ein bißchen, an die sechs Liebeskummerphasen, die man durchläuftt. Phase 1: nicht wahr haben wollen Phase 2: Trauer Phase 3: zurück haben wollen Phase 4: Wut Phase 5: Trauer Phase 6: Akzeptanz Ja wenn das in meinem Fall auch so wäre, dann könnte ich ja sehr zufrieden sein...

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Wege der Selbstheilung Teil 20

Beitragsauszug:

Es hat schon einige Zeit gebraucht, um den Schmerz wieder auf ein erträgliches Maaß zu reduzieren. Die Spaziergänge und auch die Gespräche mit meinem Partner, haben mir da sehr geholfen, Schritt für Schritt aus meinem Gedankenkreislauf auszusteigen und in die Realität zurück zu kehren. Was bei lebensmüden Gedanken hilft, hat also auch hier, in dieser nicht ganz so dramatischen Situation, seinen Zweck erfüllt! Nun hat ein neuer Tag begonnen und es ist schon eine echte Herausforderung, wieder an dieses Gefühl heran zu kommen, nachdem es so schön im Unterbewußtsein verschwunden ist. Diesen Wechsel zwischen ganz bewußtem fühlen und anschließendem wieder ausblenden des Schmerzes zu bewerkstelligen, um die Aufgaben des Alltagslebens erfüllen zu können, erfordert schon recht viel Selbstdisziplin. Gerade jetzt, wo er nicht präsent ist, ist die Verführung groß, das Ganze einfach wieder zu den Akten zu legen...

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Wege der Selbstheilung Teil 19

Beitragsauszug:

Ich lege die Hände auf mein Herz, spüre die Traurigkeit und schließe meine Augen. Was genau tut mir eigentlich so weh? Ich habe Menschen, die mich wirklich lieben und respektieren. Ich habe einen wunderbaren Partner, der mir so viel Kraft gibt und mich mittlerweile so gut kennt, daß er sehr oft, ganz instinktiv die genau richtigen Worte findet. Worte die mich trösten, oder beruhigen. Ich wohne in einem so tollen Haus, habe materiell gesehen alles, was ich mir wünschen kann und bin wirklich sehr dankbar für das, was da ist. Ich sollte der glücklichste Mensch, auf Erden sein. Und doch kommt in letzter Zeit, immer mehr von dieser tiefen Traurigkeit, die mich schwerer atmen läßt, weil sie so schwer auf meiner Seele lastet. Es wird immer öfter so dunkel, so trostlos, so freudlos in mir drin. Alles was ich bisher erreicht habe, die Freude darüber, wird schwächer. Lieber Papa, Du hast immer gesagt, man muß Vergangenes ruhen lassen und im hier und jetzt leben. Du hast so vieles zu mir gesagt und manchmal wünschte ich fast ein bißchen, es wäre nur schlechtes dabei gewesen. Denn dann würde ich Dich jetzt nicht so verdammt vermissen...

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Wege der Selbstheilung Teil 18

Beitragsauszug:

Ich habe bisher in der Vergangenheitsform von den Methoden berichtet, die ich ausprobiert habe und die mir in irgendeiner Form halfen. Nun berichte ich zum allerersten Mal aus dem hier und jetzt. Nehme Dich gedanklich mal ganz gezielt in diese Phase der Arbeit an mir selbst mit, wenn Du das möchtest... Ich habe gelernt wieder zu lieben. Ich habe erfahren, daß es eine innere Mitte gibt. Ich bin in meine Vergangenheit gereist und habe durch die Kraft der Liebe und Hoffnung ein paar Mauerstücke, oder auch Zwiebelscheiben in mir abbauen können. Ich habe den Weg zu meinem Herzen gefunden und die Kraft zur Selbstheilung aktiviert. Und ich fühle mich stärker, die Menschen zu mir sind netter und ich zu ihnen. Ich habe endlich Kontakt zu meinen Nachbarn her gestellt, obwohl wir hier schon einige Zeit wohnen. Ich habe Werkzeuge gefunden, wie ich mit negativen Gefühlen besser umgehen kann, als in all den Jahren zuvor. Und ich habe sie auch ausprobiert. War in vielen sehr heiklen Situationen, wo ich vor der Wahl stand: Mein altes destruktives Verhalten, das schnelle- aber leider keine dauerhafte Besserung verspricht? Oder aber das Neue auszuprobieren. Von dem ich da ja noch gar nicht wußte, ob es mir überhaupt hilft. Wie viele Stunden lag ich da, inmitten meiner Ängste und meines Schmerzes und zum Schluß meiner Wut? Und ich bin hindurch gegangen, habe heilen können und dadurch kurzzeitig tiefen Frieden empfunden. Ich habe all dies erreicht, doch eines bleibt mir noch immer verschlossen...

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Wege der Selbstheilung Teil 17

Beitragsauszug:

Nun komme ich zu einem ebenfalls sehr wichtigen Teil, wenn man einen Weg zur inneren Gesundheit beschreiten will. Nämlich der inneren Einstellung zu dem, was man da tut! Ich bin ein Mensch, der sich gerne nur auf eine einzige Sache konzentriert und diese dann aber konsequent verfolgt. Das ist an sich ja auch nicht verkehrt. Fatal hingegen, ist die Erwartungshaltung, mit der ich meine Ziele verfolge und in der es auch keine Alternativen gibt. Viele kennen das vielleicht aus ihrem Job. Du hast ein bestimmtes Ziel angestrebt und willst das unbedingt erreichen. Zum Beispiel die große Beförderung, die Dir mehr Geld und Erfolg bringt. Wenn diese dann aber einfach nicht eintritt und stattdessen ein anderer befördert wird, oder Du noch schlimmer, Deinen Job sogar verlierst, dann bist Du plötzlich am Boden zerstört und verstehst die Welt nicht mehr. Da hast Du Dich so lange abgerackert, vielleicht noch durch die ganzen Überstunden Deine Familie vernachlässigt und Dein Chef weiß das einfach nicht zu schätzen! Wenn Du zu den typischen Daueroptimisten gehörst, dann nutzt Du dies, um endlich mal etwas anderes zu machen und findest auch sehr schnell eine Alternative. Aber meistens gehört man eher nicht dazu und ist erst einmal am Boden zerstört...

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Wege der Selbstheilung Teil 16

Beitragsauszug:

Es gibt ja so Menschen, die schauen immer irgendwie miesepetrig drein. Wenn man draußen mal, mit offenen Augen durch die Gegend geht, braucht man nach genau diesen (zumindest in Deutschland), auch nicht lange zu suchen. In der Schweiz, scheint das lustigerweise, umgekehrt zu sein. Wieso weiß ich auch nicht, aber es ist interessant, daß dort viel mehr Menschen lächeln, wenn sie einen erblicken, als hier. Wie auch immer. Ich habe mir mal den Spaß gemacht und mir genau die Menschen raus gepickt, die am frustriertesten aussahen und sie so freundlich, wie es mir nur möglich war, angelächelt. (Bei Menschen, die so aussehen, als könnten sie einem gefährlich werden, unterläßt man das natürlich. Wenn man eine Gruppe von Schlägern anlächelt, könnte das im Zweifelsfall, falsch aufgefaßt werden. Aber die meisten Menschen gehören ja, Gott sei Dank nicht, in diese Kategorie. Es bleiben also noch, genug andere, für dieses Experiment übrig.) Und noch während ich sie anlächelte, sagte ich mir innerlich die Worte...

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Wege der Selbstheilung Teil 15

Beitragsauszug:

Wenn ich frustriert war, dann machte ich mir sehr kraftvolle schnelle Musik an. Ich schrie und tanzte dazu. Was das tanzen angeht, so sah das sicherlich nicht so grazil aus, wie damals in der Ballettschule. Aber das ist auch unwichtig. Es ist im Grunde die kraftvolle Bewegung, um die es dabei geht. Jede Art von körperlicher Betätigung, wo Du Dich so richtig auspowern kannst. Und da zum Beispiel aufputschende Musik, Dir dabei noch mehr hilft, schau daß Du Dir währenddessen auch genau diese anmachst. Du kannst natürlich auch ein Lied nehmen, was Dich an eine Situation erinnert, die Dich richtig wütend macht. Und wenn Du dann tanzt, joggst oder Dich wie auch immer bewegst, dann konzentriere Dich unbedingt auf all Deine Wut. Hole sie so richtig in Dein Bewußtsein. Und dann versuche Dir vorzustellen, wie Du sie mit jeder Bewegung aus Dir heraus läßt...

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