Wege der Selbstheilung Teil 18

Irgendwann in unserem Leben kommt der Punkt, wo wir nicht mehr weg laufen können. Wo der Schmerz uns eingeholt hat und wir mit dem Rücken zur Wand stehen. Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die Augen zu schließen und sobald wir wieder die Kraft gefunden haben, weiter weg zu laufen. Oder aber ihm ins Gesicht zu sehen und ihm dadurch, seine Macht über uns nach und nach zu entziehen. © Emily-Star

Über das loslassen von Menschen die wir lieben, weil sie entweder nicht bei uns sein wollen oder aber uns nicht gut tun. Teil 1

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Es tut weh zu hören und akzeptieren zu müssen, daß man nicht (mehr) geliebt wird oder auch nie geliebt wurde. Ein Schlag ins Gesicht und ins Herz!
Genauso wie die Tatsache, daß wir manchmal Kontakte zu Menschen pflegen, die uns eigentlich weder gutes wollen, noch gutes tun. Das kann der Partner, ein Familienmitglied oder aber auch ein sogenannter Freund sein. Den Kontakt zu beenden, ist auch da nicht immer so leicht, manchmal aber einfach besser für uns.
In beiden Fällen wissen wir, daß es besser wäre- den Menschen los zu lassen. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Es braucht Zeit und diese Zeit fangen wir jetzt ganz bewußt an, uns in diesen Teilen zu nehmen und zu nutzen.

Ich habe bisher in der Vergangenheitsform von den Methoden berichtet, die ich ausprobiert habe und die mir in irgendeiner Form halfen. Nun berichte ich zum allerersten Mal aus dem hier und jetzt. Nehme Dich gedanklich mal ganz gezielt in diese Phase der Arbeit an mir selbst mit, wenn Du das möchtest…

Ich habe gelernt wieder zu lieben. Ich habe erfahren, daß es eine innere Mitte gibt. Ich bin in meine Vergangenheit gereist und habe durch die Kraft der Liebe und Hoffnung ein paar Mauerstücke, oder auch Zwiebelscheiben in mir abbauen können. Ich habe den Weg zu meinem Herzen gefunden und die Kraft zur Selbstheilung aktiviert.

Und ich fühle mich stärker, die Menschen zu mir sind netter und ich zu ihnen. Ich habe endlich Kontakt zu meinen Nachbarn her gestellt, obwohl wir hier schon einige Zeit wohnen. Ich habe Werkzeuge gefunden, wie ich mit negativen Gefühlen besser umgehen kann, als in all den Jahren zuvor. Und ich habe sie auch ausprobiert. War in vielen sehr heiklen Situationen, wo ich vor der Wahl stand: Mein altes destruktives Verhalten, das schnelle- aber leider keine dauerhafte Besserung verspricht? Oder aber das Neue auszuprobieren. Von dem ich da ja noch gar nicht wußte, ob es mir überhaupt hilft. Wie viele Stunden lag ich da, inmitten meiner Ängste und meines Schmerzes und zum Schluß meiner Wut? Und ich bin hindurch gegangen, habe heilen können und dadurch kurzzeitig tiefen Frieden empfunden. Ich habe all dies erreicht, doch eines bleibt mir noch immer verschlossen.

Einen Menschen erreiche ich einfach nicht. Ganz gleich was ich auch tue und womit ich mich ablenke. Ich kann ihn weder erreichen, noch ihn loslassen. Ich kann das Gefühl der Sehnsucht kurzzeitig in den Hintergrund stellen, aber es kommt immer und immer wieder. Wie viele Tränen habe ich schon vergossen und doch scheinen es immer noch nicht genug zu sein.

Was habe ich übersehen?
Was habe ich falsch gemacht?
Was könnte ich noch versuchen, um diesen Menschen endlich los zu lassen?

Ich bin ratlos. Es gibt so viele Dinge, die man bewerkstelligen kann. Nur das eine scheint einfach nicht zu funktionieren. Ich versuche es also mit einer Art innerem Mantra. In der Hoffnung, daß durch die Wiederholung des immer gleichen Satzes „Das ist vorbei!“, mein Geist und vor allem aber meine Gefühle, dies endlich verstehen.

In Gedanken gehe ich die Orte durch wo ich mit diesem Menschen war. Die Situationen, die wir erlebten und sage mir immer wieder:

Das ist vorbei und es kommt nie wieder!

Ich versuche diese wie Bilder zu sehen, die an der Wand hängen und sie mit einer Fackel zu verbrennen. Schließlich hat das im Haus der Erinnerungen ja auch funktioniert. Aber ganz gleich wie viele ich anzünde, es kommen immer wieder neue hinzu. Ich greife nach einem Bild, nehme es von der Wand und schmeiße es auf den Boden. Trampel noch mal darauf herum und sage mir erneut:

Das ist vorbei und es kommt nie wieder!

Doch es hilft nicht. Ich stelle immer wieder fest, daß ich einfach alles, was ich von diesem Menschen besitze, horte und nicht her geben kann. Und wenn ich nur ein Feurzeug erblicke, was er mir mal schenkte, so ist es mir heilig. Halte ich es fest, wie einen Schatz- ganz so, als ob ich diesen Menschen damit zur Rückkehr bewegen könnte. Das sind alles nur Gegenstände und doch sind sie mir wichtiger, als sie es sein sollten.

Ich versuche also etwas anderes. Stelle mir in Gedanken vor, wie ich diesen Menschen gehen lasse. Ihm die Hand zum Abschied reiche und laut sage: „Ich lasse dich jetzt gehen und akzeptiere deine Entscheidung, daß du dein Leben von nun an, ohne mich als Teil darin leben möchtest. Auch wenn ich es nicht verstehe, wünsche ich trotzdem nur Gutes auf Deinem Weg!“

Aber auch das hilft mir nicht. Das Gefühl des Loslassens, des innren Friedens- es will sich einfach nicht einstellen. Alle bisherigen Methoden scheinen bei diesem Thema wirkungslos zu sein. Also versuche ich nun wieder etwas anderes und entscheide ich mich erst einmal für einen „Brief“ an genau diesen Menschen. Ihn direkt zu adressieren, wäre wohl sinnlos, da schon meine letzte Email unbeantwortet blieb.

Ich habe die Hoffnung das mich das niederschreiben, endlich von all dem Schmerz, der mich schon so lange nieder drückt und einfach nicht los läßt, befreien wird. Der Schmerz, welcher mich in der letzten Zeit, so sehr in meinen Leben beeinträchtigt, daß die Dunkelheit und Trauer in mir immer mehr Raum einnehmen. Lange habe ich mich um diesen Punkt gedrückt, darum den Schmerz zu fühlen. Als ich es einmal versuchte, konnte ich nicht aufhören zu weinen. Stundenlang, tagelang- immer wenn ich mich gerade knapp erholt hatte, ging es wieder los. Dann schloß ich das Thema erst einmal weg. Es weiter zu bearbeiten kostete mich einfach zu viel Kraft. Doch jetzt scheint es unausweichlich zu sein. Es ist zurück gekommen, aus dem Unterbewußtsein- Drückt mich mit dem Rücken an die Wand und zwingt mich nun, ihm endlich ins Gesicht zu sehen. Denn ich habe keine Kraft mehr zu verdrängen und ich will endlich davon frei sein. Nicht nur für ein paar Stunden oder Tage. Sondern nachhaltig! Und deshalb werde ich diesen Weg jetzt gehen. Ich versuche es noch einmal.

Nur weil es beim ersten Anlauf nicht klappte, heißt das ja nicht, daß es auch jetzt nicht helfen wird. Manchmal braucht man eben mehrere Versuche. Es ist mir mittlerweile klar, daß ich mich wahrscheinlich nie ganz von dem Thema befreien kann. Aber es soll mein Ziel sein, wieder besser mit all dem umgehen zu können. Wieder ein bißchen was von dem Schmerz los zu lassen und dadurch mehr Platz für Freude zu schaffen. Denn im Augenblick ist der innere Raum so voll von negativem, daß ich erst einmal etwas davon raus schmeißen muß, damit ich wieder positives dazustellen kann. Die Reise mag nun beginnen.

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Irgendwann in unserem Leben kommt der Punkt,
wo wir nicht mehr weg laufen können.
Wo der Schmerz uns eingeholt hat
und wir mit dem Rücken zur Wand stehen.
Dann gibt es zwei Möglichkeiten.
Entweder die Augen zu schließen
und sobald wir wieder die Kraft gefunden haben,
weiter weg zu laufen.
Oder aber ihm ins Gesicht zu sehen
und ihm dadurch, seine Macht über uns
nach und nach zu entziehen.

© Emily-Star

Wege der Selbstheilung Teil 17

Das Leben besteht aus vielen Wegen und noch mehr Möglichkeiten. Wenn Du Dich gedanklich dafür öffnest und auch die kleinen Stationen würdigst, wirst Du wesentlich mehr innere Zufriedenheit erfahren, als wenn Du Dein Seelenheil nur vom erreichen eines einzigen Ziels abhängig machst! Das Leben besteht aus vielen Wegen und noch mehr Möglichkeiten. Wenn Du Dich gedanklich dafür öffnest und auch die kleinen Stationen würdigst, wirst Du viel mehr innere Zufriedenheit erfahren, als wenn Du Dein Seelenheil, nur vom erreichen eines einzigen Ziels abhängig machst! © Emily-Star

Ich habe diesen Artikel, heute noch mal nach oben gesetzt, weil er durch das Vorkommnis, leider unter gegangen war.

Die innere Einstellung

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Nun komme ich zu einem ebenfalls sehr wichtigen Teil, wenn man einen Weg zur inneren Gesundheit beschreiten will. Nämlich der inneren Einstellung zu dem, was man da tut!

Ich bin ein Mensch, der sich gerne nur auf eine einzige Sache konzentriert und diese dann aber konsequent verfolgt. Das ist an sich ja auch nicht verkehrt. Fatal hingegen, ist die Erwartungshaltung, mit der ich meine Ziele verfolge und in der es auch keine Alternativen gibt. Viele kennen das vielleicht aus ihrem Job. Du hast ein bestimmtes Ziel angestrebt und willst das unbedingt erreichen. Zum Beispiel die große Beförderung, die Dir mehr Geld und Erfolg bringt. Wenn diese dann aber einfach nicht eintritt und stattdessen ein anderer befördert wird, oder Du noch schlimmer, Deinen Job sogar verlierst, dann bist Du plötzlich am Boden zerstört und verstehst die Welt nicht mehr. Da hast Du Dich so lange abgerackert, vielleicht noch durch die ganzen Überstunden Deine Familie vernachlässigt und Dein Chef weiß das einfach nicht zu schätzen!

Wenn Du zu den typischen Daueroptimisten gehörst, dann nutzt Du dies, um endlich mal etwas anderes zu machen und findest auch sehr schnell eine Alternative.
Aber meistens gehört man eher nicht dazu und ist erst einmal am Boden zerstört. Dann kommen die Selbstzweifel und der Neid auf den Erfolg, den irgendwie immer nur die Anderen haben, ganz gleich wie sehr man sich auch abmüht.

Ich kenne das von mir selbst. Ich habe mich jahrelang bemüht Erfolg als Sängerin zu haben, aber es wurde und wurde einfach nichts. Der große Durchbruch, kam trotz der kleinen Zwischenerfolge, einfach nicht zustande! Das sorgte oft dafür, daß ich am Boden zerstört war, weil ich keine einzige Alternative, für mich in Betracht gezogen hatte. Eine Alternative, die ich ebenfalls gelten lies, sollte ich keinen Erfolg haben. Und auch die kleinen Zwischenerfolge, lies ich nicht gelten. Es gab für mich nur, das ganz große Ziel, von dem ich hoffte, daß es mich endlich glücklich machen würde. Das sah in meinen Gedanken in etwa so aus:

„Jetzt warst du schon mehrmals im Fernsehen und dich hat immer noch keiner entdeckt. Jetzt hast du schon so viele Auftritte gehabt und trotzdem hast du keinen Plattenvertrag. Dann hast du dir die Nächte um die Ohren geschlagen, um wirklich tolle youtube videos zu machen und fast keiner guckt sie. Das Leben ist ungerecht- wieso haben nur die anderen Glück und kriegen alles in den Allerwertesten geschoben? Alles was du gemacht hast, hast du ohne Hilfe getan und keiner würdigt das, sondern hat im Gegenteil auch noch was zu meckern.“

Die gedankliche Liste war da noch länger, als ich sie hier beschrieb und vor allem aber war sie sehr fatal! Durch dieses denken, sorgte ich selbst, regelmäßig dafür, daß ich frustriert und unglücklich war. Und es hat lange gedauert, bis ich das endlich kapiert habe. Wer innerlich immer nur am nörgeln ist, wird sein Ziel nur sehr schwer, bis gar nicht erreichen. So ein Denken ist mitunter die beste Anleitung zum Unglücklichsein. Als ich das erkannt habe, versuchte ich einmal meinen Gedankengang abzuändern. Mir einfach mal zu sagen:

„Du durftest schon im Fernsehen auftreten und ein paar fanden es gut. Du hattest schon so viele Liveauftritte und die Leute haben geklatscht. Du hast so tolle youtubevideos und die auch noch ganz allein gemacht, das ist eine großartige Leistung. Viele können das in der Form gar nicht und ein paar Menschen fanden die auch richtig gut! Das Leben ist eine Herausforderung und wenn du damit einfach keinen Erfolg hast, dann schau doch mal, was dir noch Freude machen könnte. Die anderen mögen vielleicht Glück haben, mit dem was sie tun- aber vielleicht will dir das Leben auch sagen, daß deine Bestimmung eine ganz andere ist. Du hast vieles gelernt und ohne Hilfe geschafft, das allein zeigt dir doch, daß du gar nicht so unfähig bist, wie du immer von dir dachtest. Und das jeder etwas zu meckern hat, stimmt ja so auch nicht. Da gab es sehr wohl einige Menschen, die deine Arbeit wirklich toll fanden. Nur hast du das in deinem Übereifer gar nicht richtig wahr genommen und jetzt fängst du einfach mal damit an!“

Dieses Umdenken war weiß Gott nicht so einfach. Besonders, da es sich nicht nur auf die Musik bezog, sondern in vielen Bereichen in meinem Kopf vorherrschte!

Zum Beispiel auch, in meiner Gesundheit. Mein Ziel war es immer, endlich all die negativen Züge und Verhaltensweisen in mir auszumerzen. Zum möglichst perfekten Menschen zu mutieren. Der schlimmste Fehler war dabei, daß ich mich stets mit anderen, verglichen habe. Und dann auch noch mit Menschen, die eine andere Ausgangsbasis hatten, als ich. Die meine Probleme, überhaupt nicht kennen und das ich dabei immer verloren habe, dürfte ja wohl klar sein. Ich zählte mir gedanklich auf, was ich alles noch nicht war, nicht erreicht hatte und deprimierte mich auch in diesem Bereich immer wieder selbst. Man braucht wirklich nicht lange zu suchen, bis man etwas findet, was ein anderer besser kann oder mehr hat.

Also versuchte ich gedanklich auch in diesem Bereich, mein Denken etwas umzustrukturieren. Anstatt mir also aufzuzählen, was ich alles nicht war, nicht konnte und nicht hatte, versuchte ich von nun an, lieber die kleinen Fortschritte zu würdigen, die ich bisher gemacht hatte und zu schätzen, was ich alles besaß! Das war und ist teilweise, immer wieder eine Herausforderung. Aber es lohnt sich, denn man wird wirklich zufriedener.

Was hat das alles, also mit Selbstheilung zu tun? Nun…

Wenn Du Dein ganzes Glück und inneres Wohlbefinden,
nur vom erreichen eines einzigen Ziels abhängig machst,
dann kann es sein, daß wenn Du es nicht erreichst,
auch keine Lust mehr hast, etwas anderes auszuprobieren.

Deshalb ist es immer besser, auch die kleinen Zwischenerfolge auf Deinem Weg anzuerkennen.
Und wenn Du dann noch ein paar Alternativziele im Hinterkopf hast,
mit denen Du ebenfalls zufrieden wärst, bist Du auch nicht so aufgeschmissen, wenn etwas nicht so funktioniert, wie Du Dir das erhofft hast!

In meinem Fall hieß das also: Okay, ich bin also bisher noch keine berühmte Sängerin geworden. Dafür schreibe ich jetzt und tobe mich anderweitig aus. Das bringt mir zwar keinen großen Ruhm und erst recht kein Geld. Aber dafür etwas, was noch viel wichtiger ist. Innere Zufriedenheit und das Gefühl, zu etwas nütze zu sein. Und das kann man eh nicht kaufen!

Und was die Gesundheit angeht, so kann ich trotzdem ich kein perfekter Mensch geworden bin, oder vielleicht gerade deshalb, ja überhaupt erst diese Möglichkeiten zur Selbstheilung weiter geben. Hätte ich diese Schwierigkeiten nicht gehabt, hätte ich darüber auch nichts schreiben können. Und im Gegensatz zu den Autoren von vielen Selbsthilferatgebern, die es für nicht gerade wenig Geld zu kaufen gibt, habe ich das, worüber ich schreibe auch wirklich ausprobiert. Ich finde das nämlich immer ein bißchen befremdlich, Weisheiten von jemanden um die Ohren gehauen zu bekommen, der überhaupt keine Ahnung von meinen Schwierigkeiten hat und für den, darüber hinaus, auch meistens alles glatt, in seinem Leben verlief.

Vielleicht war sogar das der Grund, warum ich bisher, mit dem Gesang, gescheitert bin. Denn hätte ich den ersehnten Erfolg gehabt, gäbe es diese Selbsthilfereihe wahrscheinlich nicht. Vielleicht aber kommt der Erfolg auch erst später, dann wenn er kommen soll. Wenn ich dies hier geschafft habe und dadurch vielleicht nicht nur mir selbst, sondern auch anderen geholfen. Vielleicht rede ich mir das jetzt auch nur so ein, damit es mir leichter fällt, mit meinem bisherigen Misserfolg zurecht zu kommen und einen Lebenssinn oder Berechtigung zu besitzen. Doch wie es auch immer sei, Bestimmung hin oder her. Eines ist trotzdem Fakt.

(Bildertext:)

Das Leben besteht aus vielen Wegen
und noch mehr Möglichkeiten.
Wenn Du Dich gedanklich dafür öffnest
und auch die kleinen Stationen würdigst,
wirst Du viel mehr innere Zufriedenheit erfahren,
als wenn Du Dein Seelenheil
nur vom erreichen eines einzigen
Ziels abhängig machst!

© Emily-Star

Wege der Selbstheilung Teil 16

Forscher fanden heraus, daß wenn man lächelt, im Gehirn Glückshormone frei gesetzt werden. Und zwar unabhängig davon, ob es ein echtes oder künstliches Lächeln ist. Je länger man lächelt, desto besser fühlt man sich! Wenn Du es also schaffst durch Dein Lächeln, Deinem Gegenüber ebenfalls eines abzuringen; schenkst nicht nur Dir, sondern auch ihm einen zwar kurzen, aber dennoch glücklichen Moment! © Emily-Star

Das Lächeln Experiment

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Es gibt ja so Menschen, die schauen immer irgendwie miesepetrig drein. Wenn man draußen mal, mit offenen Augen durch die Gegend geht, braucht man nach genau diesen (zumindest in Deutschland), auch nicht lange zu suchen. In der Schweiz, scheint das lustigerweise, umgekehrt zu sein. Wieso weiß ich auch nicht, aber es ist interessant, daß dort viel mehr Menschen lächeln, wenn sie einen erblicken, als hier. Wie auch immer.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und mir genau die Menschen raus gepickt, die am frustriertesten aussahen und sie so freundlich, wie es mir nur möglich war, angelächelt. (Bei Menschen, die so aussehen, als könnten sie einem gefährlich werden, unterläßt man das natürlich. Wenn man eine Gruppe von Schlägern anlächelt, könnte das im Zweifelsfall, falsch aufgefaßt werden. Aber die meisten Menschen gehören ja, Gott sei Dank nicht, in diese Kategorie. Es bleiben also noch, genug andere, für dieses Experiment übrig.) Und noch während ich sie anlächelte, sagte ich mir innerlich die Worte: „Du bist Liebe!“ Das machte es mir leichter zu lächeln. Man kann natürlich auch etwas anderes, nettes denken. Es geht nur darum, daß wenn man einen positiven Gedanken dabei im Kopf hat, das Lächeln erstens leichter fällt und zweitens nicht so verkrampft wirkt.

In 80% der Fälle stellte ich fest, daß die Menschen die ich so anlächelte, irgendwann auch zurück lächelten. Das fand ich einfach unglaublich! Da habe ich erst mal gemerkt, was der Satz: „Was Du aussendest, bekommst auch zurück!“ wirklich bedeutet. Ich mache das teilweise heute noch und freue mir dann jedes Mal fast ein Loch in den Bauch, wenn ich es geschafft habe, daß meine Zielperson zurück lächelt.

Bei uns im Supermarkt gibt es zum Beispiel eine Kassiererin, die irgendwie immer schlecht drauf ist. So eine richtige Zicke. Und zu genau der, habe ich dann versucht, ganz besonders nett zu sein. Aber nicht auf eine unterwürfige, angstvolle Art und Weise. Sondern auf eine eher liebe- und verständnisvolle. Ich dachte mir dann „Ich weiß nicht, was du hast, aber vielleicht läuft es in deinem Leben, derzeit nicht so gut. Vielleicht hast du auch das Gefühl, daß dich sowieso keiner mag und du dir deshalb auch keine Mühe mehr geben willst, durch eine andere Reaktion von dir, auch eine andere Erfahrung zu machen. Oder aber, diese Unfreundlichkeit ist ein Schutzschild, getreu dem Motto: „Wenn ich grimmig gucke, traut sich auch keiner, mich anzumachen!“ Und genau deshalb, schicke ich dir jetzt dieses Lächeln!“ Und dann, nach fast einem dreiviertel Jahr, habe ich es endlich geschafft. Sie lächelte zum ersten Mal zurück und hatte darüber hinaus, sogar noch ein paar nette Worte für mich übrig. Ich finde das wirklich faszinierend!

In unserem Inneren, sehnen wir uns alle nach Freundlichkeit. Wünschen wir uns, gemocht zu werden. Nur verhalten wir uns selten dementsprechend. Wir machen es uns lieber erst einmal leicht und fahren das Schutzschild hoch getreu dem Motto: „Ich gucke mal lieber grimmig, dann macht mich auch keiner dumm an!“ Manchmal mag das durchaus sinnvoll sein! Wir sollten nur aufpassen, daß wir das nicht, zur Gewohnheit werden, lassen!

Es ist wirklich ein tolles Experiment und kostet Dich auch keinen Cent, wenn Du das einfach mal ausprobierst und dann schaust, was das mit Dir macht. (Also wie Du Dich danach fühlst, wenn es geklappt hat.)

Auf die Art verbessere ich übrigens ab und zu meine Laune. Denn von zehn Leuten, sind es bei mir, auf jeden Fall, immer acht, wo es funktioniert und ein Lächeln zurück kommt! 😉

Übrigens fanden Forscher heraus, daß wenn man lächelt, im Gehirn Glückshormone frei gesetzt werden und zwar unabhängig davon, ob es ein echtes oder ein künstliches Lächeln ist. Je länger man lächelt, desto besser fühlt man sich! Und nicht nur das, während wir lächeln, sind wir zudem noch körperlich schmerzunempfindlicher, können leichter lernen, empfinden weniger Ängste und haben eine bessere Grundwahrnehmung.

Die Wirkung des Lachens ist da sogar noch effektiver. Nur fällt es uns viel schwerer, uns ein echtes Lachen abzuringen, als ein Lächeln. (Mir zumindest!) Und wie schon beschrieben, unser Gehirn kann nicht nicht unterscheiden, ob das Lächeln echt ist oder nicht. Die Reaktion wird also trotzdem kommen. Je länger wir das durchhalten, umso wirkungsvoller ist es. Und wenn wir durch unser Lächeln, dem anderen auch noch eins abringen, schenken wir nicht nur uns ein bißchen Freude, sondern auch ihm.

Bildertext:

Forscher fanden heraus,

daß wenn man lächelt,
im Gehirn Glückshormone frei gesetzt werden und zwar unabhängig davon,
ob es ein echtes oder künstliches Lächeln ist.

Je länger man lächelt,
desto besser fühlt man sich!

Wenn Du es also schaffst durch Dein Lächeln,
Deinem Gegenüber ebenfalls eines abzuringen,
schenkst nicht nur Dir,
sondern auch ihm einen zwar kurzen,
aber dennoch glücklichen Moment!

© Emily-Star

Wege der Selbstheilung Teil 15

Aggression, die Du gegen einen anderen richtest, läßt Dich nicht heilen. Sondern erzeugt stattdessen, wieder eine Gegenaggression. Das ist dann wie beim Ping Pongspiel. Und da willst Du doch nicht wirklich dran teil nehmen, oder? © Emily-Star

Stimmungen mit Musik beeinflussen Teil 3

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Wenn ich frustriert war, dann machte ich mir sehr kraftvolle schnelle Musik an. Ich schrie und tanzte dazu. Was das tanzen angeht, so sah das sicherlich nicht so grazil aus, wie damals in der Ballettschule. Aber das ist auch unwichtig. Es ist im Grunde die kraftvolle Bewegung, um die es dabei geht. Jede Art von körperlicher Betätigung, wo Du Dich so richtig auspowern kannst. Und da zum Beispiel aufputschende Musik, Dir dabei noch mehr hilft, schau daß Du Dir währenddessen auch genau diese anmachst. Du kannst natürlich auch ein Lied nehmen, was Dich an eine Situation erinnert, die Dich richtig wütend macht.

Und wenn Du dann tanzt, joggst oder Dich wie auch immer bewegst, dann konzentriere Dich unbedingt auf all Deine Wut. Hole sie so richtig in Dein Bewußtsein. Und dann versuche Dir vorzustellen, wie Du sie mit jeder Bewegung aus Dir heraus läßt.

Du kannst auch so tun, als ob Du boxt. Was Du Dir dabei vorstellst, nun ja, obliegt ja Dir 😉 Du tust damit ja keinem weh. Im Gegenteil, Du läßt dieses Gefühl endlich mal heraus, ohne es (oft ungewollt) immer wieder mal an Deine Mitmenschen zu verteilen! Wichtig ist dabei, daß Du alles gibst. Versuche Dich wirklich in dieses Gefühl hineinzusteigern und dann laß es heraus. Mit jedem Tanzschritt, mit jedem Laufschritt, mit jedem Schrei, oder jedem Boxhieb (in die Luft oder ins Kissen). Auch wenn die Versuchung groß ist, aber Du boxt in der Realität bitte keinem ins Gesicht, ganz gleich wie sehr er es Deiner Meinung nach auch verdient hätte. In Deinen Gedanken hingegen, kannst und solltest Du Dich da völlig frei fühlen. Es wird immer so viel vom verzeihen geredet. Man darf nicht wütend sein und soll alles sofort verzeihen. Dem Anderen vielleicht auch noch die andere Wange hin halten! Ich sehe das nicht so. Ich bin kein Verfechter von Rache, aber jeder hat das Recht wütend über eine Verletzung zu sein, die ihm zugefügt wurde oder eine Ungerechtigkeit, die erfahren hat.

Dieses ganze scheinheilige und unrealistische Gequatsche vom verzeihen per Finger schnipsen, ist meiner Meinung nach Unsinn! Du hast das Recht wütend, verletzt und eingeschnappt zu sein. Das ist menschlich und absolut in Ordnung. Keiner hat Dir zu sagen, wie Du zu empfinden hast! Du empfindest wie Du nun einmal empfindest, basta. Das kann man nicht weg argumentieren oder schön reden. Dafür mußt Du Dich auch nicht rechtfertigen oder entschuldigen! Und wer behauptet verziehen zu haben, ohne seine Wut zuvor heraus zu lassen, der hat es meiner Meinung nach nicht verziehen, sondern nur verdrängt. Und mittlerweile wissen wir ja. Verdrängt heißt nicht gleichzeitig auch vergessen.

„Verdrängt“ bedeutet: Wirken aus dem Unterbewußtsein!

Plötzlich wütend zu sein und nicht mehr zu wissen warum. Angeblich war es ja die berühmte „Zahnpastatube“, die schon wieder offen da liegt oder irgendeine andere Lapalie, die uns gerade ausflippen lies… Oder etwa doch nicht? Keine Ahnung, ich habe es schon zu gut versteckt. Hinter all den klugen Sprüchen und vernünftig, lieben Argumenten. Ich rede mir jetzt mal ein, daß es bestimmt die Zahnpastatube war, denn die bringt mich schließlich auch immer wieder auf die Palme. Tja so ist das, wenn man seine Wut nie heraus lassen durfte. Dann sucht man sich unbewußt eben andere Sündenböcke. Denn egal wie sehr wir das Faß auch füllen, irgendwann ist es voll und dann wird immer wieder etwas von der Wut heraus schwappen. Und wer unbewußt Gründe sucht, der findet! Der regt sich dann über die kleinsten Kleinigkeiten auf, ohne auf die Idee zu kommen, daß ihn eigentlich was ganz anderes aufregt. (Im übrigen gibt es bei uns das Zahnpastatubenproblem Gott sei Dank nicht. Aber es ist halt, das wohl bekannteste Beispiel, warum man sich, wegen unwichtigen Dingen streiten kann. Der Eine läßt sie immer offen da liegen und der Andere regt sich deshalb jeden Tag künstlich aufs Neue auf. Und das alles nur, weil man aus welchen Gründen auch immer nicht sagen kann, was einen wirklich stört. Vielleicht weil man es auch schon so gut verdrängt hat, daß man es selber gar nicht mehr weiß.)

Aber zurück zum heraus lassen. Du darfst und sollst auch Deine Wut fühlen und ihr Raum geben. Aber tue das für Dich. Mit Hilfe der Musik hast Du ein weiteres Werkzeug dazu in der Hand. Denn sie putscht Dich auf und das kannst Du ganz gezielt nutzen, indem Du Deine ganze Energie in Deine körperliche Bewegung gibst. So lange, bis Du merkst, daß Du Dich beruhigt hast. Ich habe versucht meine Wut weg zu meditieren. Das ging nicht, denn die Wut ist ein aktives Gefühl. Sie wünscht sich eine Aktion von Dir. Du kannst sie meiner Erfahrung nach auch nicht aussitzen. Zumindest stelle ich mir das äußerst frustrierend und sehr langwierig vor. Sondern sie nur los werden, indem Du sie erst einmal zuläßt und ihr dann Raum durch Bewegung gibst. Power Dich aus.

Damit tust Du im übrigen nicht nur Dir selbst einen großen Gefallen, sondern auch noch denen, die Deine schlechte Laune immer wieder mal abkriegen, obwohl sie oftmals gar nichts damit zu tun haben. Sie mögen sie vielleicht auslösen. Aber oftmals sind die Verursacher ganz Andere. Wie dem auch sei. „Sei wütend, so viel Du willst, aber mache das mit Dir aus. Selbst wenn der Andere es noch so verdient hätte. Aggression, die Du gegen einen Anderen richtest, läßt Dich nicht heilen, sondern erzeugt stattdessen wieder eine Gegenaggression. Das ist dann wie beim Ping Pongspiel. Und da willst Du doch nicht wirklich dran teil nehmen, oder?“

Bildertext:

Aggression,
die Du gegen einen Anderen richtest,
läßt Dich nicht heilen,
sondern erzeugt stattdessen
wieder eine Gegenaggression.

Das ist dann wie beim Ping Pongspiel.
Und da willst Du doch nicht
wirklich dran teil nehmen, oder?

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Wege der Selbstheilung Teil 14

Musik ist eine Brücke zu unseren Gefühlen und so mancher Erinnerung. Mit ihrer Hilfe können wir Zugang zu vielen inneren Bildern erhalten, die wir zusammen mit dem passenden Lied in unserem Unterbewußtsein abgespeichert haben! © Emily-Star

Stimmungen mit Musik beeinflussen Teil 2

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Ich habe mal ein sehr interessantes Experiment gestartet. In einer Situation wo ich tieftraurig war, habe ich mich überwunden und anstelle der passenden traurigen Musik, die ich sonst immer hörte, stattdessen ein paar lustige Lieder angemacht. Das fiel mir unheimlich schwer, denn in einer traurigen Stimmung alberne Musik zu hören, ist schon ein bißchen gegen die menschliche Natur. Denn wenn wir traurig sind, sind fröhliche Lieder sicherlich das Letzte was wir in diesem Moment hören wollen.

Die erste Phase war Widerstand. Der unbändige Wunsch den „Scheiß“ sofort wieder auszumachen. Doch ich hielt durch und widerstand ihm.
Die zweite Phase war dann Trotz. Gedanken in Form von „Das Leben ist nicht immer so lustig, wie kannst Du Dir nur so was anhören.“
Doch nachdem ich mich innerlich auch da durch gekämpft hatte, kam die dritte Phase und meine Gefühle veränderten erneut. Der innere Widerstand war gebrochen und ich mußte tatsächlich lachen.

Das heißt jetzt natürlich nicht, daß wenn Du tieftraurig bist, Dir die alten Lieder von Mike Krüger oder wem auch immer anhören sollst. Ich wollte damit nur einmal verdeutlichen, daß wenn wir es zulassen, wir kurzzeitig mit Musik unsere Stimmung verändern können.

Ich weitete dieses Experiment dann aus. In einer Situation wo ich innerlich unruhig war, legte ich mir entspannende Musik ein. Und nach einer Weile wurde ich nach und nach, tatsächlich immer ruhiger und entspannte mich schließlich.

Natürlich hielt das nicht lange an. Aber ich speicherte diese Erkenntnis für mich, als wieder eine neue Möglichkeit ab, die ich nutzen könnte, wenn ich mal wieder drohte in negativen Gefühlen zu versinken. Denn nicht immer hat man die Kraft oder auch die Zeit an sich zu arbeiten. Manchmal geht es dann nur noch darum, erst einmal psychisch über die nächsten Stunden zu kommen. Und wenn man zum Beispiel total aufgeregt ist, oder unter Streß steht, dann kann man sowieso nicht klar denken. Dann sollte erst einmal wieder eine gewisse innere Stabilität geschaffen werden, bevor man sich in seine psychischen Abgründe begibt. Wie ich ja bereits in einem meiner anderen Beiträge erwähnte, wird selbst in der Psychiatrie nicht mit einer richtigen Therapie begonnen, bevor der Mensch nicht stabilisiert ist. Da kann der Schuß nämlich auch ganz schnell mal nach hinten los gehen!

Das ist also Punkt 1. Du kannst die Musik dazu benutzen, kurzzeitig Deine Stimmung zu verändern!

Hast Du Streß oder bist total aufgeregt, dann hilft Dir wahrscheinlich, das anhören von beruhigender Musik.
Fühlst Du Dich hingegen antriebslos, dann versuche es einfach mal mit kraftvollen, pulsierenden Liedern.

Du merkst also, auch hier nehme ich immer das Gegenteil. Ich unterscheide da zwischen Gefühlen, die uns innerlich lähmen und denen, die uns so aufwühlen, daß wir kaum noch klar denken können. Für jedes Extrem braucht man ein Stück vom Gegenteil. Es ist wie mit einer Waagschale. Ist zu viel von dem Einen da, dann braucht man etwas mehr von dem Anderen, um es einigermaßen wieder auszugleichen.

Ist diese innere Stabilität nun vorhanden, dann kann man die Musik außerdem noch ganz wunderbar als ein weiteres Mittel zur inneren Heilung benutzen. Und damit komme ich nun zu

Punkt 2.

Wenn Du ein Lied hast, welches Dich immer wieder, wenn Du es hörst, an etwas schmerzhaftes in Deiner Vergangenheit erinnert, dann kannst Du jetzt ganz bewußt gedanklich in dieses Erlebnis zurück reisen. Du machst Dir also exakt dieses Lied an, am besten auf Dauerschleife und schaust Dir die Situation noch einmal an. Du fühlst jetzt ganz bewußt, was Du damals gefühlt hast. Wenn es Traurigkeit ist, dann weine. Das beweinen dieses Erlebnisses hat gleich drei Vorteile.

  1. Du läßt endlich mal den ganzen angestauten Schmerz aus Dir heraus und nach und nach stellt sich dann
  2. ein Gefühl der Erleichterung ein, nach der Du Dich so lange gesehnt hast. Der elende Druck, der immer auf Deiner Seele lag verschwindet endlich und damit hast dann auch
  3. das Lied für Dich neutralisiert. Das heißt, wenn Du es jetzt irgendwo hörst, wird es Dich nicht mehr fertig machen. Du hast zwar immer noch die Erinnerung daran. Aber Du kannst jetzt damit leben. Es zerreißt Dich nicht mehr!

Je nachdem wie schlimm diese Erinnerung für Dich ist, wirst Du Dir das Lied wahrscheinlich öfter anhören müssen. Aber achte einmal darauf. Der Druck wird wirklich weniger, es wird langsam immer besser werden. Stell Dir vor, daß mit jeder einzelnen Träne, die Du vergißt, ein Stück von dem alten Schmerz aus Dir heraus fließt. All das setzt natürlich voraus, daß Du auch weinen kannst. Ich selbst konnte das nämlich viele Jahre gar nicht und habe stattdessen zu anderen Möglichkeiten gegriffen, die jetzt nicht heilsam, sondern eher schädlich waren.

Wenn Du also noch nicht weinen kannst, dann laß diese Methode bitte erst einmal bleiben. „Rote Tränen“ zu weinen, Du weißt genau was ich meine, ist da leider nicht heilsam- sondern gleich noch zerstörerischer! Ich weiß es, denn ich habe es selbst unzählige Male „ausprobiert“. Und ich kann Dir jetzt schon verraten, daß die Erleichterung, die Du danach verspürst, nicht lange andauern wird. Im Gegenteil, Du wirst Dich nur noch schlechter fühlen, als vorher! Es ist dadurch leider nichts in Dir geheilt worden, sondern eher noch mehr kaputt gegangen. Und das willst Du doch nicht, oder? Nein, denn sonst würdest Du Dich ja nicht für meine Beiträge interessieren! Du liest oder hörst sie, weil Du etwas ändern willst. Richtig? Weil irgendwas in Dir endlich auch mal glücklich sein will. Wenigstens ab und zu! Mit Deinen bisherigen Methoden hast Du das ja leider nicht geschafft und deshalb schaust Du nach etwas anderem und bist irgendwie bei mir gelandet. Ich habe hier zwar leider kein Allheilmittel für Dich. Aber ich kann Dir ein paar Möglichkeiten vorstellen, die Du ausprobieren kannst. Und die habe ich auch nur deshalb, weil es mir in vielen Punkten genauso ging wie Dir. Und, damit Dir das zu glauben, auch leichter fällt und Du siehst, daß Du mit all dem nicht alleine da stehst, erzähle ich Dir ab und zu, auch Dinge aus meinem Leben. Ich hoffe, daß vielleicht irgendetwas von dem, was ich Dir an Möglichkeiten vorstelle, für Dich dabei ist. Und auch, wenn eine Methode, Dir jetzt gerade nicht weiter helfen kann, sei unbesorgt. Ich stelle nach und nach noch viel mehr vor.

Wie auch im nächsten Beitrag. Denn nicht nur zum beweinen von Erlebnissen ist die Musik sehr hilfreich, sondern auch, um der Wut, die schon so lange Zeit in Dir ist und Dich in all den Jahren innerlich vergiftet hat, endlich mal Raum zu geben. Und nicht nur Raum zu geben, sondern sie schlußendlich auch los zu werden! Und zwar so, daß dabei weder Du selbst, noch jemand anderes zu Schaden kommt!

Bildertext:

Musik ist eine Brücke zu unseren Gefühlen und so mancher Erinnerung.
Mit ihrer Hilfe können wir Zugang zu vielen inneren Bildern erhalten,
die wir zusammen mit dem passenden Lied in unserem Unterbewußtsein abgespeichert haben!

© Emily-Star