6 Befrei Dich! Mein Weg aus einer Beziehung voller Gewalt – Teil 5

Diese Folge, habe ich in Erinnerung an den heutigen Tag vor 4 Jahren gedreht, wo ich ihn über Nacht endgültig verließ und mich auf meinen langen Weg, in die Freiheit begab.

Hier geht es um Gewalt in der Partnerschaft. Sei sie nun psychisch, emotional oder körperlich. Meine Geschichte für Dich! Anonyme und professionelle Hilfe findest Du unter:

Frauen: www.hilfetelefon.de , www.re-empowerment.de
Männer: www.maennerberatungsnetz.de

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ berät unter der Rufnummer 08000 116 016 und online auf http://www.hilfetelefon.de zu allen Formen von Gewalt – rund um die Uhr und kostenfrei. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch Bekannte, Angehörige und Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wenden.

In der Praxis weist das Hilfetelefon gewaltbetroffene Männer, die anrufen, nicht ab. Sie werden nach Möglichkeit beraten und, soweit vorhanden, über für Männer geeignete Anlaufstellen informiert.

So fertig und voller Angst sah ich aus, als ich 2013 gerade ins Frauenhaus gekommen war:

emily-star im frauenhaus

Hier ist der DAMALIGE Zeitungsartikel unter dem Namen „Nina“ von 2013, der mir helfen sollte, eine Wohnung zu finden:

Südkurier Artikel

In den Armen des Engels, fliege ich fort von hier

Dieses Lied Angel, im Original von Sarah McLachlan, kennst Du wahrscheinlich. Besonders, wenn Du den romantisch/tragischen Fantasyfilm „Stadt der Engel“ gesehen hast. Doch so tragisch er auch endete, so ist in ihm dennoch, eine kleine Botschaft für Dich, versteckt. Ein Trost, eine Sehnsucht, ein Hunger nach Leben- der auch im Schmerz, noch irgendwo tief in Dir ist. Manchmal fängt man erst zu leben an, wenn der Tod, schon an die Tür geklopft hat.

Genauso ist es auch mit diesem Lied. Es handelt sowohl von Dunkelheit und Verzweiflung, die Du nur allzugut kennst; wie auch von Hoffnung und Trost!

Wie oft habe ich dieses Lied gehört oder gesungen? Manches Mal sogar, mit Tränen in den Augen und einem verzweifelten Blick, gen Himmel. In Momenten, wo ich glaubte am Ende zu sein und daß, der Schmerz mich auffrißt! Doch dann, war sie plötzlich wieder da. Ganz kurz. Die Sehnsucht, die Hoffnung…

Die Hoffnung auf bessere Zeiten. Den Glauben, doch noch inneren Frieden, finden zu können…

Und so träumte ich mich in Gedanken, in genau diese Arme. Damals war ich nicht gläubig und trotzdem, war da irgendetwas in mir, was an diesen Engel glauben wollte. Doch wenn es Engel gab, mußte es auch einen Gott geben. Ich war wirklich zwiegespalten. Gab es Engel, gab es einen Gott? Damals wußte ich es nicht. Doch heute ist das glücklicherweise anders. Mein Jakobsweg, hat mir das gezeigt. Heute weiß ich, dieser Engel in dem Lied, steht für Hoffnung und den Weg zu einem neuen Morgen. Ob nun hier, oder in der jenseitigen Welt.

Aber auch, wenn Du wie ich früher, lieber noch nichts von Gott und einem Engel hören willst, ist das dennoch ein sehr schönes Lied. Wenn Du in Dein Herz hörst, dann kannst Du vielleicht fühlen, wie es Dir trotz all der Schwere und Last, eine gewisse Hoffnung vermitteln will. Einen kleinen Trost, in Dein Herz hinein legen. Und sei es nur für einen Augenblick. Das würde ich mir so sehr wünschen!

Hier ist nun, zu meiner von mir im Video gesungenen Version, die deutsche Übersetzung des Liedes, für Dich:

Engel von Sarah McLachlan

Verbringst all deine Zeit mit Warten
auf die zweite Chance
auf die Pause, die es rechtfertigt
Es gibt immer einen Grund
um sich nicht gut genug zu fühlen
und am Ende des Tages ist es schwer
Ich brauche etwas Ablenkung
oh, schöne Befreiung
Erinnerungen sickern durch meine Adern
lassen mich leer und schwerelos sein und vielleicht werde ich heute Nacht etwas Frieden finden

In den Armen des Engels
fliege ich fort von hier
Aus diesem dunklen, kalten Hotelraum
und der Endlosigkeit die du fürchtest
Du wirst aus den Trümmern deiner
stummen Träumerei gezogen
Du bist in den Armen des Engels
mögest du hier etwas Trost finden

Des geraden Lebens so müde
und überall, wo du hingehst
sind Geier und Diebe hinter dir
und der Sturm stürmt weiter
Du baust weiterhin deine Lügen
die du für alles erfindest, was du nicht hast
Es macht keinen Unterschied
Entfliehe noch ein letztes Mal
Es ist einfacher zu glauben
an dieses süße Verderben
all diese glorreiche Trauer
die mich auf meine Knie zwingen

In den Armen des Engels
fliege ich fort von hier
Aus diesem dunklen kalten Hotelraum
und der Endlosigkeit die Du fürchtest
Du wirst aus den Trümmern deiner
stummen Träumerei gezogen
Du bist in den Armen des Engels
mögest du hier etwas Trost finden

Du bist in den Armen des Engels
mögest du hier etwas Trost finden
hier etwas Trost finden

„Böse Zellen“

Noch immer bin ich gedanklich, bei dem Vorgespräch zur Gewebeprobenentnahme und versuche zu verarbeiten, was die nette Frau mir alles gesagt hat. Bisher habe ich das alles, eher locker gesehen. Vielleicht auch ein bißchen verdrängt. Klar, solche Sachen haben ja immer nur die Anderen. Man selber, ach quatsch! Ich doch nicht. Auch wenn ich bereits zwei Mal an der Speiseröhre/Magen operiert worden bin. Aber das, ist doch Jahre her und überhaupt, man kann sich da ja auch in was rein steigern! Positiv denken ist der Schlüssel und was ich nicht wahr haben will, ist ja auch nicht da, oder?

Von diesem Ross, hat mich die nette Dame, jetzt herunter geholt. Es sind böse Zellen gefunden worden, sagte sie und ich dachte, ich falle vom Stuhl. In der Schleimhaut, die im übrigen auch beschädigt ist. Den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr. Ich war gedanklich zu sehr mit den bösen Zellen beschäftigt. Was hatte sie da gerade gesagt? Das die schwer zu finden sind und sowas reines Glück ist. Und man weiß auch nicht, ob man sie wieder findet?! Aber auch wenn nicht, sind sie ja da… Was ist daran eigentlich Glück? Warum kann man sie nicht wieder finden? Warum kann sie nicht einfach alle entfernen und gut ist das?

Es wird jetzt geguckt, was sie angestellt haben. Was und ob sie etwas angestellt haben. Also wie sie sich verhalten. Ob da vielleicht auch noch andere böse Zellen sind und was die so tun. Außerdem war die nette Frau sichtlich entsetzt, als ich ihr sagte, daß ich das Pantoprazol schon lange nicht mehr nehme, weil mein Arzt meinte, daß das auf Dauer nicht gut ist. Außerdem tut mir auch nichts weh. „Im Prinzip ist das richtig, aber bei ihnen, ist das etwas anderes. Sie müssen das Medikament nehmen. Täglich. Wir werden diese Empfehlung an Ihren Arzt weiter geben!“ Ja ganz klasse, is da nicht Aluminium drin? Das war doch mit ein Auslöser für Alzheimer?! Wobei, das kommt ja auch erst im Alter. So gesehen, ist das bei mir, dann vielleicht wirklich, etwas anderes. Aber nein, positiv denken, maßregele ich mich gerade selbst und frage mich im Stillen, ob ich den Sche… jetzt wirklich jeden Tag nehmen soll. Mir tut nichts weh! Alles ist gut, finde ich! Sie hatte mir das erklärt und noch ein paar andere Dinge gesagt. Aber irgendwie ist das an mir vorbei geflogen. Mist, ich weiß es nicht mehr. Muß ich wohl noch mal fragen. Aber den Satz: „Bei ihnen, ist das etwas anderes!“ Den sagte sie mehrmals. Von daher weiß ich ihn auch noch. Gefällt mir aber gar nicht. Interessiert jedoch nicht, ob mir das gefällt.

Zwei Wochen also noch, dann ist es so weit. Dann kommt die neue Untersuchung.

Die Frage, ob ich mal Speiseröhrenkrebs bekomme, stellt sich bei mir nicht mehr. Sondern nur noch wann. Im Vorstadium bin ich bereits.

Nächsten Monat gib es dazu einen Infotag in der Uniklinik Köln. Dort habe ich mich angemeldet. Mein Nichtwissen, hat mich bisher ja nicht bewahrt und die Infos aus dem Netz, sind auch nicht so prickelnd. Dort sind auch Professoren und Betroffene. Auch wenn es jetzt noch mal gut ausgeht, so wird es mich irgendwann treffen. Dann wäre ich gern gedanklich etwas vorbereitet. Ich bin also gespannt. In den nächsten Tagen, kommt ein Flyer nach Hause. Ich frage mich, warum sie mir den schicken. Ich habe doch bereits im Netz alles zu dem Tag, gelesen. Na ja, eine nette Geste vielleicht?!

Ich will nicht jammern, oder mich bedauern. Das bringt wirklich nichts. Ich nehme es an, was immer da kommt und bleibe unerschütterlich in meinem Glauben an Gott! Trotzdem beschäftigt es mich natürlich und das nieder schreiben, tut mir wirklich gut. Genauso wie Sheela, mein süßes, kleines Katzenkind. Sie ist so ein Sonnenschein! Verschmust, verspielt und einfach nur herzig! Ich liebe diese kleine Katze, von ganzem Herzen.

Trotzdem, sehe ich mich gerade außerstande, eine neue Folge der „Befrei Dich“ Videoreihe zu drehen. Die nächste Folge, kann also noch etwas dauern. Doch sie kommt sicher! Dafür ist mir das Thema einfach zu wichtig! Davon abgesehen, war die letzte Folge, ja sowieso seeeehr lang. Das waren ja quasi, fast zwei Folgen, in einer.

Die anderen Einträge hingegen, sind ja alle schon fertig geschrieben und werden nur, noch einmal, neu veröffentlicht. Zur Erinnerung, ich war früher bei Googleplus. Diese Plattform wurde geschlossen und deshalb, habe ich, diesen Weblog hier, eröffnet. Ich möchte gerne alle Einträge, wieder online haben. Naürlich nicht auf einmal, sondern nach und nach. Deswegen, sind sie auch nicht aktuell. Weil sie aber, laut dem Feedback, was ich damals in der Vergangenheit bekam, einigen geholfen haben, veröffentliche ich sie erneut. Die „Befrei Dich“ Videoreihe gegen häusliche Gewalt und bösartige Manipulation hingegen, ist neu und aktuell!

Was bleibt, ist jetzt die Hoffnung, daß die bösen Zellen, noch nichts böses getan haben. Das sie schlafen und nie aufwachen werden. Wie viel Zeit habe ich eigentlich bei sowas? Ein Jahr, zwei? Zehn? Vielleicht noch mehr?

Ich höre immer wieder ihre Stimme in meinem Kopf. Wie sie sagt „Auch wenn wir jetzt nichts finden, heißt das nicht, daß da nichts ist!“ Wie kann man das denn nicht (wieder) finden?! Keine Ahnung, ich hätte vielleicht noch etwas besser zuhören sollen…

Wolken

Mein Jakobsweg: Caminho Português – Einführung

Seit Donnerstag Abend bin ich wieder zurück in Deutschland und habe mir vorgenommen in den nächsten zwei Wochen, über jeden einzelnen Tag dieses Weges zu berichten. Dieser Jakobsweg war für mich persönlich voller Wunder und das Beste, was ich je in meinem Leben getan habe. Das ist auch der Grund, weshalb ich unbedingt näher darüber berichten will!