„Böse Zellen“

Noch immer bin ich gedanklich, bei dem Vorgespräch zur Gewebeprobenentnahme und versuche zu verarbeiten, was die nette Frau mir alles gesagt hat. Bisher habe ich das alles, eher locker gesehen. Vielleicht auch ein bißchen verdrängt. Klar, solche Sachen haben ja immer nur die Anderen. Man selber, ach quatsch! Ich doch nicht. Auch wenn ich bereits zwei Mal an der Speiseröhre/Magen operiert worden bin. Aber das, ist doch Jahre her und überhaupt, man kann sich da ja auch in was rein steigern! Positiv denken ist der Schlüssel und was ich nicht wahr haben will, ist ja auch nicht da, oder?

Von diesem Ross, hat mich die nette Dame, jetzt herunter geholt. Es sind böse Zellen gefunden worden, sagte sie und ich dachte, ich falle vom Stuhl. In der Schleimhaut, die im übrigen auch beschädigt ist. Den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr. Ich war gedanklich zu sehr mit den bösen Zellen beschäftigt. Was hatte sie da gerade gesagt? Das die schwer zu finden sind und sowas reines Glück ist. Und man weiß auch nicht, ob man sie wieder findet?! Aber auch wenn nicht, sind sie ja da… Was ist daran eigentlich Glück? Warum kann man sie nicht wieder finden? Warum kann sie nicht einfach alle entfernen und gut ist das?

Es wird jetzt geguckt, was sie angestellt haben. Was und ob sie etwas angestellt haben. Also wie sie sich verhalten. Ob da vielleicht auch noch andere böse Zellen sind und was die so tun. Außerdem war die nette Frau sichtlich entsetzt, als ich ihr sagte, daß ich das Pantoprazol schon lange nicht mehr nehme, weil mein Arzt meinte, daß das auf Dauer nicht gut ist. Außerdem tut mir auch nichts weh. „Im Prinzip ist das richtig, aber bei ihnen, ist das etwas anderes. Sie müssen das Medikament nehmen. Täglich. Wir werden diese Empfehlung an Ihren Arzt weiter geben!“ Ja ganz klasse, is da nicht Aluminium drin? Das war doch mit ein Auslöser für Alzheimer?! Wobei, das kommt ja auch erst im Alter. So gesehen, ist das bei mir, dann vielleicht wirklich, etwas anderes. Aber nein, positiv denken, maßregele ich mich gerade selbst und frage mich im Stillen, ob ich den Sche… jetzt wirklich jeden Tag nehmen soll. Mir tut nichts weh! Alles ist gut, finde ich! Sie hatte mir das erklärt und noch ein paar andere Dinge gesagt. Aber irgendwie ist das an mir vorbei geflogen. Mist, ich weiß es nicht mehr. Muß ich wohl noch mal fragen. Aber den Satz: „Bei ihnen, ist das etwas anderes!“ Den sagte sie mehrmals. Von daher weiß ich ihn auch noch. Gefällt mir aber gar nicht. Interessiert jedoch nicht, ob mir das gefällt.

Zwei Wochen also noch, dann ist es so weit. Dann kommt die neue Untersuchung.

Die Frage, ob ich mal Speiseröhrenkrebs bekomme, stellt sich bei mir nicht mehr. Sondern nur noch wann. Im Vorstadium bin ich bereits.

Nächsten Monat gib es dazu einen Infotag in der Uniklinik Köln. Dort habe ich mich angemeldet. Mein Nichtwissen, hat mich bisher ja nicht bewahrt und die Infos aus dem Netz, sind auch nicht so prickelnd. Dort sind auch Professoren und Betroffene. Auch wenn es jetzt noch mal gut ausgeht, so wird es mich irgendwann treffen. Dann wäre ich gern gedanklich etwas vorbereitet. Ich bin also gespannt. In den nächsten Tagen, kommt ein Flyer nach Hause. Ich frage mich, warum sie mir den schicken. Ich habe doch bereits im Netz alles zu dem Tag, gelesen. Na ja, eine nette Geste vielleicht?!

Ich will nicht jammern, oder mich bedauern. Das bringt wirklich nichts. Ich nehme es an, was immer da kommt und bleibe unerschütterlich in meinem Glauben an Gott! Trotzdem beschäftigt es mich natürlich und das nieder schreiben, tut mir wirklich gut. Genauso wie Sheela, mein süßes, kleines Katzenkind. Sie ist so ein Sonnenschein! Verschmust, verspielt und einfach nur herzig! Ich liebe diese kleine Katze, von ganzem Herzen.

Trotzdem, sehe ich mich gerade außerstande, eine neue Folge der „Befrei Dich“ Videoreihe zu drehen. Die nächste Folge, kann also noch etwas dauern. Doch sie kommt sicher! Dafür ist mir das Thema einfach zu wichtig! Davon abgesehen, war die letzte Folge, ja sowieso seeeehr lang. Das waren ja quasi, fast zwei Folgen, in einer.

Die anderen Einträge hingegen, sind ja alle schon fertig geschrieben und werden nur, noch einmal, neu veröffentlicht. Zur Erinnerung, ich war früher bei Googleplus. Diese Plattform wurde geschlossen und deshalb, habe ich, diesen Weblog hier, eröffnet. Ich möchte gerne alle Einträge, wieder online haben. Naürlich nicht auf einmal, sondern nach und nach. Deswegen, sind sie auch nicht aktuell. Weil sie aber, laut dem Feedback, was ich damals in der Vergangenheit bekam, einigen geholfen haben, veröffentliche ich sie erneut. Die „Befrei Dich“ Videoreihe gegen häusliche Gewalt und bösartige Manipulation hingegen, ist neu und aktuell!

Was bleibt, ist jetzt die Hoffnung, daß die bösen Zellen, noch nichts böses getan haben. Das sie schlafen und nie aufwachen werden. Wie viel Zeit habe ich eigentlich bei sowas? Ein Jahr, zwei? Zehn? Vielleicht noch mehr?

Ich höre immer wieder ihre Stimme in meinem Kopf. Wie sie sagt „Auch wenn wir jetzt nichts finden, heißt das nicht, daß da nichts ist!“ Wie kann man das denn nicht (wieder) finden?! Keine Ahnung, ich hätte vielleicht noch etwas besser zuhören sollen…

Wolken

Vorbilder und Anregungen

Igel in der Hand © Emily-Star

(Um diesen Artikel vorgelesen zu bekommen, klickt bitte auf folgenden Link oder Player: https://archive.org/details/vorbilder-und-anregungen )

Seit ich hier wohne, habe ich ein paar wertvolle Menschen kennen gelernt, die mich zum richtigen Zeitpunkt tief beeindruckt haben.

Wenn man selbst so richtig frustriert und desillusioniert ist, ist das schon wunderbar. Denn durch viele bittere und enttäuschende Erfahrungen mit Menschen, hatte ich mein Herz verschlossen. Sogenannte Freunde haben mich verraten und für ein Butterbrot verkauft. Meine beiden Mütter (das erkläre ich zu einem späteren Zeitpunkt) hatten kein wirkliches Interesse an mir. Bei meiner leiblichen Mutter wußte ich das ja schon lange. Aber bei meiner Stiefmutter, wollte ich es einfach nicht wahr haben! Das zeigte sich letztens Endes dadurch, daß sie mir auf eine für mich sehr schlimme Diagnose vom Arzt (Krebsgefahr) antwortete, daß es schlimmeres gäbe. Da dachte ich nur, ich steh im Wald. Mein Arzt erzählte mir, daß meine Speiseröhre voll ist von Tumoren, die zwar jetzt gutartig, aber jederzeit bösartig werden können und sie sagt: „Da bin ich aber froh, ich dachte schon, es sei etwas schlimmes!“ Und tschüß! Das kann ich bis heute nicht fassen!!!

Auch das mein Vater, mich einfach nicht lieben kann und ablehnt, weil ich seinen Erwartungen nicht entspreche, war und ist für mich eine sehr traurige Erfahrung.

Tja und dann noch die nachträgliche Wut auf meinen Expartner, von dem ich mir viel zu lange, viel zu viel gefallen gelassen hatte, war für mich fast unerträglich. (Auch darauf komme ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zurück. Das hat jedoch den Hintergrund, daß ich über destruktive Gewaltbeziehungen aufklären will, um davon Betroffenen zu helfen!)

Diese Selbsthilfereihe zum Beispiel, ist nicht neu, sondern hatte ich schon vor ein paar Jahren veröffentlicht. Aber weil ich so enttäuscht vom Leben und einigen Menschen war, habe ich alles gelöscht. Auch mein eigenes Lied ist damals gefloppt. All meine Hoffnungen waren auf Sand gebaut. Diese riesige Enttäuschung, daß zwar alle gern bei mir gelesen hatten, aber sich fast keiner für mein Lied interessierte, führte dann zum absoluten Cut. Ich hatte eine richtige Homepage, gratis Podcasts und all das hat nicht nur Zeit und Mühe, sondern auch Geld gekostet. Das waren alles zu viele Erfahrungen, in (für mich) zu kurzen Zeitabständen, die ich psychisch einfach nicht mehr verabeiten konnte.

Und so habe ich mich eingeigelt und sehr viel mit Wut, Haß und Enttäuschung zu kämpfen gehabt. Aber dann, lernte ich auf einmal andere Menschen kennen. Menschen, die jetzt einen sehr wichtigen Standpunkt in meinem Leben einnehmen und mir meinen Glauben in das Gute im Menschen zurück gaben.

Meine jetzige Freundin holte in mir zum Beispiel die Liebe zum Gesang zurück (denn den hatte ich gleich mit verdammt) und ein anderer Mensch inspirierte mich dazu, die Selbsthilfereihe wieder neu aufzubauen. Er hat nichts dazu gesagt oder getan, ist einfach nur seinen Weg gegangen. Auch er hat weiter gemacht, als es ihm richtig schlecht ging und anderen geholfen, ohne einen Lohn dafür zu fordern. Straight und trotz allem! Da dachte ich mir nur, „Mädel hör auf zu jammern und mach einfach weiter!“ Das war dann auf google plus. Da die jetzt aber schließen, habe ich hier eben nochmal einen Neuanfang gemacht.

So können Menschen auch tatsächlich Vorbilder und Anregungen sein. Etwas in einem lostreten, was sehr gut sein kann. Beide Menschen haben etwas in mir geweckt. Das Verlangen nach Leben, der Wunsch nach Veränderung und selbst eine Anregung oder Hilfe für andere sein zu wollen. Trotz allem!