Die vier Kerzen

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Zum ersten Advent möchte ich Dir gern eine kleine Geschichte erzählen. Vielleicht kennst Du sie sogar. Sie hat mich, als ich sie damals zum ersten Mal las, wirklich tief berührt und ist so wunderschön:

Die 4 Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, daß man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden- sie wollen mich nicht. Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich. Die zweite Kerze flackerte und sagte: Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen nichts von Gott wissen. Es hat keinen Sinn mehr, daß ich brenne. Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus. Leise und traurig meldete sich die dritte Kerze zu Wort: Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich zur Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die Anderen, die sie lieb haben sollen. Und mit diesem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: Aber, aber- ihr sollt doch brennen und nicht aus sein! Fast fing es zu weinen an. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden.

Ich heiße Hoffnung!

– Verfasser unbekannt

Gedanken für Zwischendurch Teil 7

Das Leben hat mehr zu bieten, als sich alles bieten zu lassen! © Emily-Star

Du bist, was Du denkst oder sich nicht alles bieten zu lassen

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Du bist, was Du denkst, daß Du bist!
Was andere über Dich denken, vergiß es! Wichtig ist, was Du selbst über Dich, Deinen Körper und Deine Fähigkeiten denkst!

Oftmals war mir gar nicht klar, daß vieles, was ich über mich glaubte, mir nur eingeredet wurde. Eigentlich gar nicht meinem eigenen Gedankengut entsprach. Ich habe es einfach nur übernommen- fraglos. Und das tragische daran war, daß es dann auch exakt so wurde. Mir geschah (wie es schon in der Bibel steht- nach meinem Glauben.) Diesen dann wieder abzustreifen und durch neue Glaubenssätze auszutauschen, war ein schweres Unterfangen und an vielen Punkten arbeite noch heute.

Das schwierige an inneren Veränderungen ist, daß sich dann auch, das „Außen“ verändert. Das ist nicht immer leicht zu akzeptieren und kann erst mal Angst machen.

Dazu ein Beispiel. Ich hatte mal gute Bekannte, mit denen kam ich immer nur dann klar, wenn es mir möglichst schlecht ging. Entweder, genauso schlecht wie ihnen, oder noch schlechter. Das war so eine Leidensgemeinschaft. Ich selbst fühlte mich zu dem Zeitpunkt in der Rolle der leidenden und schwachen Person, die stets Rat brauchte und beschützt werden wollte, auch ganz wohl. Sie hingegen redeten mir immer gut zu, wie es schon viele andere, in meinem Leben, vor ihnen getan hatten. Irgendwann aber, gefiel mir diese Rolle nicht mehr, wollte ich diese Person einfach nicht mehr sein. Ich entsann mich nach und nach, daß ich nun nicht mehr, das hilflose Kind von damals, war. Das, welchem immer eingeredet wurde, wie dumm und unfähig es sei. Und das alles daran setze, dem „Außen“ zu gefallen. Das Kind, was nie erwachsen wurde. Das nicht mitbekommen hatte, daß es nun selbst Entscheidungen treffen konnte. Erst als der Leidensdruck zu groß wurde und es gesagt bekam, daß es wahrscheinlich keine 80 Jahre alt werden würde. Erst da und auch nur ganz langsam wurde ihm klar, daß das Leben mehr zu bieten hat, als sich alles bieten zu lassen!

Erst da, wachte ich so richtig auf. Ich schrieb ja bereits in einem anderen Beitrag (Geboren um zu leben oder das zweite Talent) davon. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich nie BEWUSST gelebt, ich hatte einfach alles, nur passieren lassen. Auch, wenn manchmal das Gefühl in mir laut wurde, daß das Leben an mir vorbei huscht, tat ich doch nichts dagegen.

Und genau das, wurde dann jedoch, anders. Nach und nach. Ich entdeckte die Kämpferin in mir und fing an mich langsam aus dieser Rolle, die ich jahrelang inne hatte, zu befreien. Ich sah gar nicht mehr ein, wieso ich eher sterben sollte, als andere. Und jeden Tag darauf warten, daß die Krankheit wieder ausbricht.

Also trainierte ich das Laufen und es klappte ja auch. Nach einiger Zeit konnte ich wieder ohne Schiene laufen. Ich lernte auch mal nein zu sagen oder meine Meinung zu äußern. Kurz: Ich begriff, daß das Leben zu kurz ist, um es jedem Recht machen zu wollen! Ich begann mich nun zu fragen, was ich erleben wollte, wie ich gern wäre und begann dies auch umzusetzen. Anstelle von: Was andere von mir erwarten und wie sie mich wohl am liebsten haben! Während es mir damit, langsam immer besser ging, geschah etwas seltsames im Außen. Meine Bekannten, von denen ich annahm, daß sie sich über diese innere Wandlung freuten, versuchten mich auf einmal in meine alte Rolle zurück zu drängen. Mit Sätzen wie: „Das bist doch nicht du!“ und vielem anderem. Ich antwortete darauf, daß ich das sehr wohl bin und entdeckt habe, daß mehr in mir ist, als nur diese leidende Person. Daraufhin wandten sie sich von mir ab. Das tat mir schon sehr weh, dachte ich doch, daß es meine Freunde sind. Aber das waren sie nicht! Nüchtern betrachtet, waren wir nur eine Leidensgemeinschaft, aus der ich ausschied. Den Preis, des Verlustes ihrer Bekanntschaft, mußte ich nun in Kauf nehmen. Und wenn man eh kaum Menschen kennt, dann ist das gar nicht so einfach. Dennoch war ich nicht allein. Ich merkte in dem Augenblick, wer mein Freund ist und wer nicht. Auch lernte ich neue Bekannte kennen. Ich zog automatisch Menschen an, die nun zu meinem neu entdeckten Inneren paßten und das wiederum bestärkte mich, immer weiter zu machen. Außerdem machte es mir klar, was der Satz bedeutet: „Veränderst Du Dich im Inneren, verändert sich auch das Außen!“

Manchmal kommt sie schon noch, die kleine innere Stimme, die alte Doktrinen wiederholt. Und wenn sie sagt „Wie blöd bist du eigentlich?“ oder andere negative Dinge, dann antworte ich im Geiste „Das Leben ist zu kurz, um dir weiter zuzuhören!“ Das ist im Augenblick, mein neuer Leitspruch. Er nimmt mir viele Ängste. Wie auch die vorm schwimmen. Ich denke, so viel wie ich in den letzten 2 Jahren geschwommen bin, bin ich in meinem ganzen Leben nicht geschwommen. Ich habe mir vorgenommen, meinen Körper wieder auf Vordermann zu bringen. Und das klappt immer besser. Die verkümmerte Rückenmuskulatur (wie mein Arzt sagte), wird wieder aufgebaut. Schluß mit Rücken- und Kopfschmerzen. Wie ich in einem anderen Eintrag bereits schrieb: Das Leben beginnt immer wieder neu. Und jetzt kann ich das auch fühlen und vor allem nutzen. Und siehe da, ich fühle mich besser als je zuvor und bin gespannt, was noch alles passiert.

Bildertext:

Das Leben hat mehr zu bieten,
als sich alles bieten zu lassen!

© Emily-Star

Wege der Selbstheilung Teil 16

Forscher fanden heraus, daß wenn man lächelt, im Gehirn Glückshormone frei gesetzt werden. Und zwar unabhängig davon, ob es ein echtes oder künstliches Lächeln ist. Je länger man lächelt, desto besser fühlt man sich! Wenn Du es also schaffst durch Dein Lächeln, Deinem Gegenüber ebenfalls eines abzuringen; schenkst nicht nur Dir, sondern auch ihm einen zwar kurzen, aber dennoch glücklichen Moment! © Emily-Star

Das Lächeln Experiment

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Es gibt ja so Menschen, die schauen immer irgendwie miesepetrig drein. Wenn man draußen mal, mit offenen Augen durch die Gegend geht, braucht man nach genau diesen (zumindest in Deutschland), auch nicht lange zu suchen. In der Schweiz, scheint das lustigerweise, umgekehrt zu sein. Wieso weiß ich auch nicht, aber es ist interessant, daß dort viel mehr Menschen lächeln, wenn sie einen erblicken, als hier. Wie auch immer.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und mir genau die Menschen raus gepickt, die am frustriertesten aussahen und sie so freundlich, wie es mir nur möglich war, angelächelt. (Bei Menschen, die so aussehen, als könnten sie einem gefährlich werden, unterläßt man das natürlich. Wenn man eine Gruppe von Schlägern anlächelt, könnte das im Zweifelsfall, falsch aufgefaßt werden. Aber die meisten Menschen gehören ja, Gott sei Dank nicht, in diese Kategorie. Es bleiben also noch, genug andere, für dieses Experiment übrig.) Und noch während ich sie anlächelte, sagte ich mir innerlich die Worte: „Du bist Liebe!“ Das machte es mir leichter zu lächeln. Man kann natürlich auch etwas anderes, nettes denken. Es geht nur darum, daß wenn man einen positiven Gedanken dabei im Kopf hat, das Lächeln erstens leichter fällt und zweitens nicht so verkrampft wirkt.

In 80% der Fälle stellte ich fest, daß die Menschen die ich so anlächelte, irgendwann auch zurück lächelten. Das fand ich einfach unglaublich! Da habe ich erst mal gemerkt, was der Satz: „Was Du aussendest, bekommst auch zurück!“ wirklich bedeutet. Ich mache das teilweise heute noch und freue mir dann jedes Mal fast ein Loch in den Bauch, wenn ich es geschafft habe, daß meine Zielperson zurück lächelt.

Bei uns im Supermarkt gibt es zum Beispiel eine Kassiererin, die irgendwie immer schlecht drauf ist. So eine richtige Zicke. Und zu genau der, habe ich dann versucht, ganz besonders nett zu sein. Aber nicht auf eine unterwürfige, angstvolle Art und Weise. Sondern auf eine eher liebe- und verständnisvolle. Ich dachte mir dann „Ich weiß nicht, was du hast, aber vielleicht läuft es in deinem Leben, derzeit nicht so gut. Vielleicht hast du auch das Gefühl, daß dich sowieso keiner mag und du dir deshalb auch keine Mühe mehr geben willst, durch eine andere Reaktion von dir, auch eine andere Erfahrung zu machen. Oder aber, diese Unfreundlichkeit ist ein Schutzschild, getreu dem Motto: „Wenn ich grimmig gucke, traut sich auch keiner, mich anzumachen!“ Und genau deshalb, schicke ich dir jetzt dieses Lächeln!“ Und dann, nach fast einem dreiviertel Jahr, habe ich es endlich geschafft. Sie lächelte zum ersten Mal zurück und hatte darüber hinaus, sogar noch ein paar nette Worte für mich übrig. Ich finde das wirklich faszinierend!

In unserem Inneren, sehnen wir uns alle nach Freundlichkeit. Wünschen wir uns, gemocht zu werden. Nur verhalten wir uns selten dementsprechend. Wir machen es uns lieber erst einmal leicht und fahren das Schutzschild hoch getreu dem Motto: „Ich gucke mal lieber grimmig, dann macht mich auch keiner dumm an!“ Manchmal mag das durchaus sinnvoll sein! Wir sollten nur aufpassen, daß wir das nicht, zur Gewohnheit werden, lassen!

Es ist wirklich ein tolles Experiment und kostet Dich auch keinen Cent, wenn Du das einfach mal ausprobierst und dann schaust, was das mit Dir macht. (Also wie Du Dich danach fühlst, wenn es geklappt hat.)

Auf die Art verbessere ich übrigens ab und zu meine Laune. Denn von zehn Leuten, sind es bei mir, auf jeden Fall, immer acht, wo es funktioniert und ein Lächeln zurück kommt! 😉

Übrigens fanden Forscher heraus, daß wenn man lächelt, im Gehirn Glückshormone frei gesetzt werden und zwar unabhängig davon, ob es ein echtes oder ein künstliches Lächeln ist. Je länger man lächelt, desto besser fühlt man sich! Und nicht nur das, während wir lächeln, sind wir zudem noch körperlich schmerzunempfindlicher, können leichter lernen, empfinden weniger Ängste und haben eine bessere Grundwahrnehmung.

Die Wirkung des Lachens ist da sogar noch effektiver. Nur fällt es uns viel schwerer, uns ein echtes Lachen abzuringen, als ein Lächeln. (Mir zumindest!) Und wie schon beschrieben, unser Gehirn kann nicht nicht unterscheiden, ob das Lächeln echt ist oder nicht. Die Reaktion wird also trotzdem kommen. Je länger wir das durchhalten, umso wirkungsvoller ist es. Und wenn wir durch unser Lächeln, dem anderen auch noch eins abringen, schenken wir nicht nur uns ein bißchen Freude, sondern auch ihm.

Bildertext:

Forscher fanden heraus,

daß wenn man lächelt,
im Gehirn Glückshormone frei gesetzt werden und zwar unabhängig davon,
ob es ein echtes oder künstliches Lächeln ist.

Je länger man lächelt,
desto besser fühlt man sich!

Wenn Du es also schaffst durch Dein Lächeln,
Deinem Gegenüber ebenfalls eines abzuringen,
schenkst nicht nur Dir,
sondern auch ihm einen zwar kurzen,
aber dennoch glücklichen Moment!

© Emily-Star

6 Befrei Dich! Mein Weg aus einer Beziehung voller Gewalt – Teil 5

Diese Folge, habe ich in Erinnerung an den heutigen Tag vor 4 Jahren gedreht, wo ich ihn über Nacht endgültig verließ und mich auf meinen langen Weg, in die Freiheit begab.

Hier geht es um Gewalt in der Partnerschaft. Sei sie nun psychisch, emotional oder körperlich. Meine Geschichte für Dich! Anonyme und professionelle Hilfe findest Du unter:

Frauen: www.hilfetelefon.de , www.re-empowerment.de
Männer: www.maennerberatungsnetz.de

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ berät unter der Rufnummer 08000 116 016 und online auf http://www.hilfetelefon.de zu allen Formen von Gewalt – rund um die Uhr und kostenfrei. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch Bekannte, Angehörige und Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wenden.

In der Praxis weist das Hilfetelefon gewaltbetroffene Männer, die anrufen, nicht ab. Sie werden nach Möglichkeit beraten und, soweit vorhanden, über für Männer geeignete Anlaufstellen informiert.

So fertig und voller Angst sah ich aus, als ich 2013 gerade ins Frauenhaus gekommen war:

emily-star im frauenhaus

Hier ist der DAMALIGE Zeitungsartikel unter dem Namen „Nina“ von 2013, der mir helfen sollte, eine Wohnung zu finden:

Südkurier Artikel