Laß mich endlich gehen, denn ich will leben und nicht nur überleben!

Mit diesem von mir interpretierten Lied, endet MEINE persönliche Erzählung, über die Befreiung, aus einer Beziehung voller Gewalt. Ich habe es gehört, als ich zum allerletzten Mal, zu dem Haus zurück ging, wo ich mit ihm gewohnt hatte. Ich wollte nur meine Sachen packen. Ganz in Ruhe, ganz friedlich… Doch mein inneres Gefühl, war voller Angst. Ich versuchte mir selbst Mut zu machen, indem ich dieses Lied von Adele „love in the dark“ auf dem Hinweg, wieder und wieder sang. Fast gelang es mir auch. Doch was mich bei meiner Ankunft erwartete, war ein Showdown, wie aus einem schlechten Film. Zerissene Jacke, zu Boden geschmissen und gegen Möbel geknallt, seine Hände an meinem Hals und eine von innen verschlossene Haustür.

Nur das vorherige, intensive Training, was ich in welcher Situation zu sagen hätte, rettete mich. So mußte ich trotz meiner Angst nicht überlegen, sondern konnte ihm jedes einzelne Wort, wie aus der Pistole geschossen, entgegen schleudern. Das irritierte ihn so sehr, daß er die Haustür wieder aufschloß und ich diesen Moment zur Flucht, nutzen konnte. Es war das letzte Mal, daß er Hand an meinen Körper gelegt hatte und ich schwor mir, dies künftig nie wieder, irgend einem Menschen zu erlauben! Meine Seele hingegen, hat er noch lange Zeit danach, weiter gequält. Bis ich ihm auch diese Macht, entzogen habe.

Ja, diese Liebe war dunkel. Sie spielte sich, in einer so unglaublich tiefen, inneren Dunkelheit ab, das ich es mit Worten, schwer beschreiben kann. Deshalb kann ich noch immer, fast jede einzelne Zeile dieses Liedes, intensiv mitfühlen. Auch wenn sich Adele in ihrem Lied, wohl eher auf das Ende einer „normalen“ Beziehung bezieht, wo sie das Gewesene wertschätzt und nicht bereut!

Ich habe diese Zeile „Ich bereue nichts“, für mich persönlich umgedeutet. Adele meinte die Beziehung und ich für mich, meinen Weggang!

Letzten Endes, erinnert mich dieses Lied daran, welche Stärke in mir ist.

Ich habe diese Beziehung überlebt!
Ich habe den Showdown überlebt!
Ich bin die geworden, die ich heute bin!

Das war ein verdammt langer Weg und er ist noch nicht zu Ende. Ich will Betroffenen Mut machen, weil ich überzeugt davon bin,

daß jede/r eine respektvolle Behandlung verdient.
daß sich niemand so erniedrigen und quälen lassen muß.
daß jeder echte Liebe verdient und nicht das Gefängnis des Täters, welches er als Liebe bezeichnet.

Dann ist mir die richtige Aufklärung, noch extrem wichtig. Es reicht nicht, nur einen Zeitungsartikel über das Thema zu lesen oder eine kurze Sensationsdoku anzuschauen. Das ist zu wenig! Um sich wirklich zu befreien und auch nicht zurück zu gehen, ist eine gute Aufklärung unerläßlich! Es ist wichtig zu begreifen, was da vor sich geht. Für die Betroffenen und das Umfeld.

Deshalb, werde ich demnächst, die Videoreihe fortsetzen. Allerdings mit dem Augenmerk, auf einer ausführlichen Aufklärung, die weit über meine eigene, persönliche Geschichte, hinaus geht. Meine Geschichte, ist nur eine von vielen Geschichten und doch folgt das Martyrium einem sehr ähnlichen Ablauf. Den werde ich erläutern. Schritt für Schritt!

Doch bevor es soweit ist, hier wie immer, die sinngemäße Übersetzung des Liedes:

Liebe in der Dunkelheit von Adele

Wende deine Augen von mir ab, damit ich gehen kann.
Ich bin viel zu beschämt, um dich zu verlassen, während du mir dabei zuschaust.
Es hört nie auf, wir waren schon einmal an diesem Punkt.
Aber dieses Mal kann ich nicht bleiben, denn ich liebe dich nicht mehr.
Bitte bleib wo du bist, komm nicht näher.
Versuch nicht, meine Meinung zu ändern.
Ich kann nicht mehr nachsichtig sein, auch wenn das unbarmherzig klingt.

Ich kann dich nicht in der Dunkelheit lieben.
Es fühlt sich an, als wären wir Ozeane weit, voneinander entfernt.
Da ist eine so große Distanz zwischen uns, wahrscheinlich sind wir schon (lange) besiegt.
Ah-yeah-yeah-yeah-yeah-yeah-yeah alles hat mich verändert.

Du hast mir etwas gegeben, ohne daß ich nicht glaubte, leben zu können.
Du darfst das nicht unterschätzen, auch wenn du daran zweifelst.
Aber ich will nicht so weiter machen, als wäre alles in Ordnung.
Je länger wir all das ignorieren, desto mehr, werden wir streiten.
Bitte brich nicht zusammen.
Ich kann dein zerbrechendes Herz nicht mit ansehen.
Ich versuche tapfer zu sein, hör auf, mich zu bitten, zu bleiben.

Wir sind nicht die Einzigen.
Ich bereue nichts.
Jedes Wort, daß ich zu Dir gesagt habe,
meinte ich auch so und ich stehe dazu, das sollst du wissen.
Es bedeutete mir die Welt,
daß du Teil meines Leben warst.
Aber ich will richtig leben und nicht nur überleben!

Und ich glaube nicht, dass du mich retten kannst!

Die Kunst des Lebens

Die Kunst des Lebens besteht darin, den Augenblick bewußt wahr zu nehmen. Wie viele Augenblicke habe ich eigentlich wirklich bewußt erlebt und wie viele einfach vorbei ziehen lassen? Wenn ich wüßte, daß ich morgen sterben muß, was würde ich heute noch erleben wollen und warum erledige ich es nicht gleich jetzt, in diesem Augenblick? Weil ich glaube unvergänglich zu sein? Weil ich die Möglichkeit des eigenen Todes einfach ausschließe? Was aber, wenn mein Leben einfach vorbei wäre? Ich will keine Angst haben, aber ich will auch nicht mehr meine Augen vor dem Leben verschließen. Soll mich diese Erkenntnis lehren, den Augenblick zu genießen und nichts aufzuschieben, da ich nie wissen kann, wann der letzte Atemzug getan ist. © Emily-Star

Bildertext:

Die Kunst des Lebens besteht darin, den Augenblick
bewußt wahr zu nehmen.
Wie viele Augenblicke habe ich eigentlich wirklich bewußt erlebt
und wie viele einfach vorbei ziehen lassen?
Wenn ich wüßte, daß ich morgen sterben muß,
was würde ich heute noch erleben wollen
und warum erledige ich es nicht gleich jetzt, in diesem Augenblick?

Weil ich glaube unvergänglich zu sein?
Weil ich die Möglichkeit des eigenen Todes einfach ausschließe?
Was aber, wenn mein Leben einfach vorbei wäre?
Ich will keine Angst haben, aber
ich will auch nicht mehr meine Augen vor dem Leben verschließen.
Soll mich diese Erkenntnis lehren,
den Augenblick zu genießen und nichts aufzuschieben,
da ich nie wissen kann, wann der letzte Atemzug getan ist.

© Emily-Star

Wege der Selbstheilung Teil 17

Das Leben besteht aus vielen Wegen und noch mehr Möglichkeiten. Wenn Du Dich gedanklich dafür öffnest und auch die kleinen Stationen würdigst, wirst Du wesentlich mehr innere Zufriedenheit erfahren, als wenn Du Dein Seelenheil nur vom erreichen eines einzigen Ziels abhängig machst! Das Leben besteht aus vielen Wegen und noch mehr Möglichkeiten. Wenn Du Dich gedanklich dafür öffnest und auch die kleinen Stationen würdigst, wirst Du viel mehr innere Zufriedenheit erfahren, als wenn Du Dein Seelenheil, nur vom erreichen eines einzigen Ziels abhängig machst! © Emily-Star

Ich habe diesen Artikel, heute noch mal nach oben gesetzt, weil er durch das Vorkommnis, leider unter gegangen war.

Die innere Einstellung

Um diesen Artikel vorgelesen zu bekommen, klick bitte auf folgenden Player:

Nun komme ich zu einem ebenfalls sehr wichtigen Teil, wenn man einen Weg zur inneren Gesundheit beschreiten will. Nämlich der inneren Einstellung zu dem, was man da tut!

Ich bin ein Mensch, der sich gerne nur auf eine einzige Sache konzentriert und diese dann aber konsequent verfolgt. Das ist an sich ja auch nicht verkehrt. Fatal hingegen, ist die Erwartungshaltung, mit der ich meine Ziele verfolge und in der es auch keine Alternativen gibt. Viele kennen das vielleicht aus ihrem Job. Du hast ein bestimmtes Ziel angestrebt und willst das unbedingt erreichen. Zum Beispiel die große Beförderung, die Dir mehr Geld und Erfolg bringt. Wenn diese dann aber einfach nicht eintritt und stattdessen ein anderer befördert wird, oder Du noch schlimmer, Deinen Job sogar verlierst, dann bist Du plötzlich am Boden zerstört und verstehst die Welt nicht mehr. Da hast Du Dich so lange abgerackert, vielleicht noch durch die ganzen Überstunden Deine Familie vernachlässigt und Dein Chef weiß das einfach nicht zu schätzen!

Wenn Du zu den typischen Daueroptimisten gehörst, dann nutzt Du dies, um endlich mal etwas anderes zu machen und findest auch sehr schnell eine Alternative.
Aber meistens gehört man eher nicht dazu und ist erst einmal am Boden zerstört. Dann kommen die Selbstzweifel und der Neid auf den Erfolg, den irgendwie immer nur die Anderen haben, ganz gleich wie sehr man sich auch abmüht.

Ich kenne das von mir selbst. Ich habe mich jahrelang bemüht Erfolg als Sängerin zu haben, aber es wurde und wurde einfach nichts. Der große Durchbruch, kam trotz der kleinen Zwischenerfolge, einfach nicht zustande! Das sorgte oft dafür, daß ich am Boden zerstört war, weil ich keine einzige Alternative, für mich in Betracht gezogen hatte. Eine Alternative, die ich ebenfalls gelten lies, sollte ich keinen Erfolg haben. Und auch die kleinen Zwischenerfolge, lies ich nicht gelten. Es gab für mich nur, das ganz große Ziel, von dem ich hoffte, daß es mich endlich glücklich machen würde. Das sah in meinen Gedanken in etwa so aus:

„Jetzt warst du schon mehrmals im Fernsehen und dich hat immer noch keiner entdeckt. Jetzt hast du schon so viele Auftritte gehabt und trotzdem hast du keinen Plattenvertrag. Dann hast du dir die Nächte um die Ohren geschlagen, um wirklich tolle youtube videos zu machen und fast keiner guckt sie. Das Leben ist ungerecht- wieso haben nur die anderen Glück und kriegen alles in den Allerwertesten geschoben? Alles was du gemacht hast, hast du ohne Hilfe getan und keiner würdigt das, sondern hat im Gegenteil auch noch was zu meckern.“

Die gedankliche Liste war da noch länger, als ich sie hier beschrieb und vor allem aber war sie sehr fatal! Durch dieses denken, sorgte ich selbst, regelmäßig dafür, daß ich frustriert und unglücklich war. Und es hat lange gedauert, bis ich das endlich kapiert habe. Wer innerlich immer nur am nörgeln ist, wird sein Ziel nur sehr schwer, bis gar nicht erreichen. So ein Denken ist mitunter die beste Anleitung zum Unglücklichsein. Als ich das erkannt habe, versuchte ich einmal meinen Gedankengang abzuändern. Mir einfach mal zu sagen:

„Du durftest schon im Fernsehen auftreten und ein paar fanden es gut. Du hattest schon so viele Liveauftritte und die Leute haben geklatscht. Du hast so tolle youtubevideos und die auch noch ganz allein gemacht, das ist eine großartige Leistung. Viele können das in der Form gar nicht und ein paar Menschen fanden die auch richtig gut! Das Leben ist eine Herausforderung und wenn du damit einfach keinen Erfolg hast, dann schau doch mal, was dir noch Freude machen könnte. Die anderen mögen vielleicht Glück haben, mit dem was sie tun- aber vielleicht will dir das Leben auch sagen, daß deine Bestimmung eine ganz andere ist. Du hast vieles gelernt und ohne Hilfe geschafft, das allein zeigt dir doch, daß du gar nicht so unfähig bist, wie du immer von dir dachtest. Und das jeder etwas zu meckern hat, stimmt ja so auch nicht. Da gab es sehr wohl einige Menschen, die deine Arbeit wirklich toll fanden. Nur hast du das in deinem Übereifer gar nicht richtig wahr genommen und jetzt fängst du einfach mal damit an!“

Dieses Umdenken war weiß Gott nicht so einfach. Besonders, da es sich nicht nur auf die Musik bezog, sondern in vielen Bereichen in meinem Kopf vorherrschte!

Zum Beispiel auch, in meiner Gesundheit. Mein Ziel war es immer, endlich all die negativen Züge und Verhaltensweisen in mir auszumerzen. Zum möglichst perfekten Menschen zu mutieren. Der schlimmste Fehler war dabei, daß ich mich stets mit anderen, verglichen habe. Und dann auch noch mit Menschen, die eine andere Ausgangsbasis hatten, als ich. Die meine Probleme, überhaupt nicht kennen und das ich dabei immer verloren habe, dürfte ja wohl klar sein. Ich zählte mir gedanklich auf, was ich alles noch nicht war, nicht erreicht hatte und deprimierte mich auch in diesem Bereich immer wieder selbst. Man braucht wirklich nicht lange zu suchen, bis man etwas findet, was ein anderer besser kann oder mehr hat.

Also versuchte ich gedanklich auch in diesem Bereich, mein Denken etwas umzustrukturieren. Anstatt mir also aufzuzählen, was ich alles nicht war, nicht konnte und nicht hatte, versuchte ich von nun an, lieber die kleinen Fortschritte zu würdigen, die ich bisher gemacht hatte und zu schätzen, was ich alles besaß! Das war und ist teilweise, immer wieder eine Herausforderung. Aber es lohnt sich, denn man wird wirklich zufriedener.

Was hat das alles, also mit Selbstheilung zu tun? Nun…

Wenn Du Dein ganzes Glück und inneres Wohlbefinden,
nur vom erreichen eines einzigen Ziels abhängig machst,
dann kann es sein, daß wenn Du es nicht erreichst,
auch keine Lust mehr hast, etwas anderes auszuprobieren.

Deshalb ist es immer besser, auch die kleinen Zwischenerfolge auf Deinem Weg anzuerkennen.
Und wenn Du dann noch ein paar Alternativziele im Hinterkopf hast,
mit denen Du ebenfalls zufrieden wärst, bist Du auch nicht so aufgeschmissen, wenn etwas nicht so funktioniert, wie Du Dir das erhofft hast!

In meinem Fall hieß das also: Okay, ich bin also bisher noch keine berühmte Sängerin geworden. Dafür schreibe ich jetzt und tobe mich anderweitig aus. Das bringt mir zwar keinen großen Ruhm und erst recht kein Geld. Aber dafür etwas, was noch viel wichtiger ist. Innere Zufriedenheit und das Gefühl, zu etwas nütze zu sein. Und das kann man eh nicht kaufen!

Und was die Gesundheit angeht, so kann ich trotzdem ich kein perfekter Mensch geworden bin, oder vielleicht gerade deshalb, ja überhaupt erst diese Möglichkeiten zur Selbstheilung weiter geben. Hätte ich diese Schwierigkeiten nicht gehabt, hätte ich darüber auch nichts schreiben können. Und im Gegensatz zu den Autoren von vielen Selbsthilferatgebern, die es für nicht gerade wenig Geld zu kaufen gibt, habe ich das, worüber ich schreibe auch wirklich ausprobiert. Ich finde das nämlich immer ein bißchen befremdlich, Weisheiten von jemanden um die Ohren gehauen zu bekommen, der überhaupt keine Ahnung von meinen Schwierigkeiten hat und für den, darüber hinaus, auch meistens alles glatt, in seinem Leben verlief.

Vielleicht war sogar das der Grund, warum ich bisher, mit dem Gesang, gescheitert bin. Denn hätte ich den ersehnten Erfolg gehabt, gäbe es diese Selbsthilfereihe wahrscheinlich nicht. Vielleicht aber kommt der Erfolg auch erst später, dann wenn er kommen soll. Wenn ich dies hier geschafft habe und dadurch vielleicht nicht nur mir selbst, sondern auch anderen geholfen. Vielleicht rede ich mir das jetzt auch nur so ein, damit es mir leichter fällt, mit meinem bisherigen Misserfolg zurecht zu kommen und einen Lebenssinn oder Berechtigung zu besitzen. Doch wie es auch immer sei, Bestimmung hin oder her. Eines ist trotzdem Fakt.

(Bildertext:)

Das Leben besteht aus vielen Wegen
und noch mehr Möglichkeiten.
Wenn Du Dich gedanklich dafür öffnest
und auch die kleinen Stationen würdigst,
wirst Du viel mehr innere Zufriedenheit erfahren,
als wenn Du Dein Seelenheil
nur vom erreichen eines einzigen
Ziels abhängig machst!

© Emily-Star

Wenn es millionen Gründe aufzugeben gäbe und nur einen einzigen, weiter zu machen, welcher wäre das für Dich?

Nun neigt sich, schon wieder ein Jahr, dem Ende zu. Nach einer inneren Rückschau auf genau dieses, fiel mir anschließend wieder ein Experiment ein, was ich im Jahr zuvor, gemacht hatte.

Es gibt eine App, mit der man eine virtuelle Flaschenpost, in alle Länder dieser Welt verschicken kann. Wer diese bekommt, kann man nicht beeinflussen und ob der Empfänger sie dann auch beantworten will, bestimmt er für sich. So fragte ich also in englisch, was für den „Flaschenpostfinder“ das Wichtigste in seinem Leben sei. Was ihm gerade in schlechten Zeiten, Kraft und Stärke zum weiter machen gibt. Ausschlag gebend für diese Idee, war das Lied von Lady Gaga „million reasons“, was ich in einem Anflug von Kreativität, auf einer Karaokeplattform, gecovert hatte.

In diesem geht es eigentlich um eine zerrüttete Beziehung, wo sie nach einem Grund sucht, diese trotzdem nicht aufzugeben. Selbst Gott, fleht sie darum an, ihr einen Weg zu zeigen. Die Gefühle und Fronten sind bereits verhärtet (darauf weist die Liedzeile, mit dem verhärteten Leder=Haut hin). Aber trotzdem ist noch etwas in ihr, was weiter kämpfen und nicht aufgeben will und genau danach sucht sie jetzt.

Ich dachte mir, dieses Lied kann man eigentlich auch, generell auf schwere Zeiten im Leben anwenden, die jeder von uns kennt. Zeiten, wo man am liebsten alles hin schmeißen und aufgeben würde. In diesen Zeiten, ist es dann extrem wichtig, etwas oder jemanden zu haben, der einen zum weiter kämpfen motiviert. Es hat mich interessiert, was das für andere Menschen ist und zwar unabhängig von ihrer Herkunft oder Religion. Ein paar haben mir auch tatsächlich darauf geantwortet. Die meisten Antworten, bezogen sich interessanterweise, fast ausschließlich auf Familie und der Glaube an Gott. Ich habe hier, falls Dich das interessiert, mal einige der original Antworten als Screenshot mit eingefügt. Am allermeisten bewegt hat mich die Antwort einer jungen Mutter, daß ihr 4 jähriger, totkranker Sohn, ihr ganzer Lebensinhalt ist und sie niemals aufgeben wird. Auch, wenn sie ihn eines Tages mal verlieren sollte und sie nicht weiß, wie lange, er noch zu leben hat. Das hat mich wirklich berührt!

Und natürlich interessiert mich auch Deine Antwort. Wenn Du möchstest, kannst Du mir in den Kommentaren schreiben, was für Dich das Wichtigste im Leben ist… was Dich in schlechten Zeiten stützt, wieder aufbaut und motiviert….

Und zum Abschluß ist hier noch, meine sinngemäße Übersetzung des Liedes:

Millionen Gründe von Lady Gaga

Du gibst mir eine Millionen Gründe, dich gehen zu lassen
Du gibst mir eine Millionen Gründe, diese Farce zu beenden
Du gibst mir eine Millionen Gründe, über eine Millionen Gründe

(Selbst) Wenn ich eine Autobahn hätte (die schnell und einfach von dieser Beziehung weg führt), würde ich mir trotzdem die Mühe machen und in die Berge rennen (wenn das die Beziehung retten würde)
Wenn du einen begehbaren Weg finden könntest, könnte ich mich endlich wieder beruhigen.
Du gibst mir eine Millionen Gründe, über eine Millionen Gründe

Ich verneige mich zum beten
Ich versuche, das Schlimmste besser erscheinen zu lassen
Gott, zeig mir einen Weg,
Um durch seinen harten Schutzpanzer (im Text als sein getragenes oder gehärtetes Leder bezeichnet) , zu ihm durchzudringen

Ich habe einhundert Millionen Gründe, zu gehen
Aber Schatz, ich brauche nur einen guten, um zu bleiben

Mein Kopf steckt in einem Zyklus, ich schaue weg und starre
Es ist als hätte ich, bei vollem Bewußtsein, aufgehört zu atmen
Denn du gibst mir eine Millionen Gründe, über eine Millionen Gründe

Und wenn du etwas sagst, was du auch so meinen könntest
Ist es schwer zu begreifen, welche Teile ich überhaupt glauben kann
Denn du gibst mir eine Millionen Gründe, über eine Millionen Gründe

Oh baby, mein Herz blutet, blutet ey..
Kannst du mir nicht geben was ich brauche, brauche?
Jeder Herzensbruch macht es schwer, weiterhin an uns zu glauben
Aber Schatz, ich brauche nur einen guten Grund, um zu bleiben
Sag mir, dass du der Gute, der gute Grund sein wirst

Nächtliche Gedanken

Es ist halb 5 Uhr in der Nacht und mein Blick fällt zum alljährlich geschmückten Weihnachtsbaum. Auch in diesem Jahr, habe ich einiges von dem Familienschmuck verwendet, den meine Stiefmutter mir gab, als wir uns das letzte Mal sahen. Sogar ihren Holzschneemann, den sie als Kind von ihrer Mutter bekommen hat, habe ich noch mit dran gehangen. Wohl wissend, daß er mich immer wieder, an sie erinnern würde. Aber ich sagte mir, daß ich jetzt stark genug sei, daß melancholische Ziehen, in der Herzgegend, zu ignorieren.

Wie immer lief auch der Plattenspieler, mit derselben Platte alter Weihnachtslieder; als Erinnerung an zwei Weihnachten in meiner Kindheit, die es so nie wieder geben wird. Die so ziemlich einzigen, welche wirklich schön waren. Zu der Zeit wohnten wir noch im Paderborner Raum, in Niederntudorf. In Niederntudorf, ist es ein wenig bergig, zumindest kam mir das als Kind so vor und an dem Tag, hatte es sogar geschneit. Der Schnee war recht hoch und ich ging mit meiner Stiefmutter, an all den geschmückten Fenstern vorbei. Als wir irgendwann nach Hause kamen, stand da ein, mit echten Kerzen beleuchteter Weihnachtsbaum und natürlich hatte das Christkind auch, Geschenke darunter gelegt. Das zweite schöne Weihnachten, fand nur ein paar Jahre später, in Scharmede statt. Ich wurde aufs Zimmer geschickt, damit ich das „Christkind“ nicht störte, während es die Geschenke brachte. Als es fertig war, klingelte ein Glöckchen und ich durfte, die Treppe herunter kommen. Es lief eine Schallplatte, mit schönen, alten Weihnachtsliedern und der große Baum, funkelte im Licht der Kerzen. Mein Vater war berührt und selbst meine Stiefmutter, schien sich für einen Augenblick, berühren lassen, zu wollen. Zwei besondere Weihnachten, die ich trotz meiner dramatischen Familiengeschichte, nie vergessen werde!

Ich erinnere mich auch an die Weihnachten, bei meinen Großeltern. Die, welche mich wirklich liebten und die anderen, welche nicht versäumten mir zu sagen, warum mein Cousin immer mehr kriegt, wie ich. Das ich das zu verstehen hätte. Irgendwann änderte sich das verbliebene Schöne, drastisch ins Gegenteil Es wurde von meiner Stiefmutter aufgerechnet, wer, was geschenkt hatte und so wurde Weihnachten für mich, zu einem roten Tuch! Erst viele Jahre später, habe ich verstanden, daß es nun in meinen eigenen Händen liegt, Weihnachten so zu gestalten, wie ich es haben möchte!

Das tue ich nun auch, indem ich sehr viel schmücke, viel Weihnachtsmusik höre und dazu singe. Es gibt immer ein schönes Essen und das kleine, liebgewonnene Ritual, mit der Schallplatte. Das ist der einzige Zeitpunkt im Jahr, wo der Plattenspieler läuft und ich ihn, aus eben diesen nostalgischen Gründen, wieder anschließe. Doch dann, wenn die Bescherung vorbei ist, sitze ich da und werde traurig. Traurig, weil ich, bis auf meine Tante und ihren Mann, keine Familie mehr habe! Nicht, weil sie, wie meine Großeltern gestorben wären; sondern, weil sie sich gegen mich entschieden haben. Mein Vater, der nach wie vor unversöhnlich ist. Meine leibliche Mutter, die mich schon als kleines Kind, abgegeben hat und meine Stiefmutter, nebst ihren Eltern; die nie vergaßen, mich auf irgendeine Art daran zu erinnern, daß ich nicht zu ihrer Familie gehörte.

Ich habe meine Stiefmutter wirklich sehr geliebt, war sie doch seit meinem zweiten Lebensjahr bei mir und das trotz all dem Leid, welches sie mir nicht nur in meiner Kindheit, sondern auch noch all die Jahre später, zugefügt hat. Aber Gegenliebe, kann man nun mal nicht, erzwingen. So mußte ich mich vor ein paar Jahren, von ihr trennen, damit sie keine Macht mehr hat, mir jemals nochmal weh zu tun!

Trotzdem, habe ich über alle drei nachgedacht. Über die Familie nachgedacht, die ich nur für Augenblicke hatte und die dann für immer verschwand. Ich habe versucht, eine eigene zu gründen, was mir ebenfalls nicht vergönnt war. So habe ich in diesem Jahr noch genauer hin gehört, als die Schallplatte lief und mich umso intensiver, an diese zwei besonderen Weihnachten in meiner Kindheit, erinnert. Ich fragte mich, was für ein Mensch ich wohl geworden wär, wenn alles anders gelaufen wäre. Wenn ich, eine ganz normale Familie gehabt hätte, die mich geliebt und aufgebaut hätte…

Ich werde es wohl nie heraus finden. Aber ich bin froh, wenigstens Gott als meinen besten Freund und gütigen Vater zugleich zu haben. Er ist meine Familie und ich weiß, daß er mich niemals verlassen wird! Es hat viele Jahre und einen Jakobsweg lang gedauert, bis ich das verstanden habe und so muß ich doch wieder lächeln. Immer noch traurig, doch voller Zuversicht!