7 Befrei Dich! Mein Weg aus einer Beziehung voller Gewalt – Teil 6

Hier geht es um Gewalt in der Partnerschaft. Sei sie nun psychisch, emotional oder körperlich. Meine Geschichte für Dich! Anonyme und professionelle Hilfe findest Du unter:

Frauen: www.hilfetelefon.de , www.re-empowerment.de
Männer: www.maennerberatungsnetz.de

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ berät unter der Rufnummer 08000 116 016 und online auf http://www.hilfetelefon.de zu allen Formen von Gewalt – rund um die Uhr und kostenfrei. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch Bekannte, Angehörige und Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wenden.

In der Praxis weist das Hilfetelefon gewaltbetroffene Männer, die anrufen, nicht ab. Sie werden nach Möglichkeit beraten und, soweit vorhanden, über für Männer geeignete Anlaufstellen informiert.

Gedanken für Zwischendurch Teil 7

Das Leben hat mehr zu bieten, als sich alles bieten zu lassen! © Emily-Star

Du bist, was Du denkst oder sich nicht alles bieten zu lassen

(Um diesen Artikel vorgelesen zu bekommen, klickt bitte auf folgenden Link oder Player: https://archive.org/details/gedankenfuerzwischendurchteil7 )

Du bist, was Du denkst, daß Du bist!
Was andere über Dich denken, vergiß es! Wichtig ist, was Du selbst über Dich, Deinen Körper und Deine Fähigkeiten denkst!

Oftmals war mir gar nicht klar, daß vieles, was ich über mich glaubte, mir nur eingeredet wurde. Eigentlich gar nicht meinem eigenen Gedankengut entsprach. Ich habe es einfach nur übernommen- fraglos. Und das tragische daran war, daß es dann auch exakt so wurde. Mir geschah (wie es schon in der Bibel steht- nach meinem Glauben.) Diesen dann wieder abzustreifen und durch neue Glaubenssätze auszutauschen, war ein schweres Unterfangen und an vielen Punkten arbeite noch heute.

Das schwierige an inneren Veränderungen ist, daß sich dann auch, das „Außen“ verändert. Das ist nicht immer leicht zu akzeptieren und kann erst mal Angst machen.

Dazu ein Beispiel. Ich hatte mal gute Bekannte, mit denen kam ich immer nur dann klar, wenn es mir möglichst schlecht ging. Entweder, genauso schlecht wie ihnen, oder noch schlechter. Das war so eine Leidensgemeinschaft. Ich selbst fühlte mich zu dem Zeitpunkt in der Rolle der leidenden und schwachen Person, die stets Rat brauchte und beschützt werden wollte, auch ganz wohl. Sie hingegen redeten mir immer gut zu, wie es schon viele andere, in meinem Leben, vor ihnen getan hatten. Irgendwann aber, gefiel mir diese Rolle nicht mehr, wollte ich diese Person einfach nicht mehr sein. Ich entsann mich nach und nach, daß ich nun nicht mehr, das hilflose Kind von damals, war. Das, welchem immer eingeredet wurde, wie dumm und unfähig es sei. Und das alles daran setze, dem „Außen“ zu gefallen. Das Kind, was nie erwachsen wurde. Das nicht mitbekommen hatte, daß es nun selbst Entscheidungen treffen konnte. Erst als der Leidensdruck zu groß wurde und es gesagt bekam, daß es wahrscheinlich keine 80 Jahre alt werden würde. Erst da und auch nur ganz langsam wurde ihm klar, daß das Leben mehr zu bieten hat, als sich alles bieten zu lassen!

Erst da, wachte ich so richtig auf. Ich schrieb ja bereits in einem anderen Beitrag (Geboren um zu leben oder das zweite Talent) davon. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich nie BEWUSST gelebt, ich hatte einfach alles, nur passieren lassen. Auch, wenn manchmal das Gefühl in mir laut wurde, daß das Leben an mir vorbei huscht, tat ich doch nichts dagegen.

Und genau das, wurde dann jedoch, anders. Nach und nach. Ich entdeckte die Kämpferin in mir und fing an mich langsam aus dieser Rolle, die ich jahrelang inne hatte, zu befreien. Ich sah gar nicht mehr ein, wieso ich eher sterben sollte, als andere. Und jeden Tag darauf warten, daß die Krankheit wieder ausbricht.

Also trainierte ich das Laufen und es klappte ja auch. Nach einiger Zeit konnte ich wieder ohne Schiene laufen. Ich lernte auch mal nein zu sagen oder meine Meinung zu äußern. Kurz: Ich begriff, daß das Leben zu kurz ist, um es jedem Recht machen zu wollen! Ich begann mich nun zu fragen, was ich erleben wollte, wie ich gern wäre und begann dies auch umzusetzen. Anstelle von: Was andere von mir erwarten und wie sie mich wohl am liebsten haben! Während es mir damit, langsam immer besser ging, geschah etwas seltsames im Außen. Meine Bekannten, von denen ich annahm, daß sie sich über diese innere Wandlung freuten, versuchten mich auf einmal in meine alte Rolle zurück zu drängen. Mit Sätzen wie: „Das bist doch nicht du!“ und vielem anderem. Ich antwortete darauf, daß ich das sehr wohl bin und entdeckt habe, daß mehr in mir ist, als nur diese leidende Person. Daraufhin wandten sie sich von mir ab. Das tat mir schon sehr weh, dachte ich doch, daß es meine Freunde sind. Aber das waren sie nicht! Nüchtern betrachtet, waren wir nur eine Leidensgemeinschaft, aus der ich ausschied. Den Preis, des Verlustes ihrer Bekanntschaft, mußte ich nun in Kauf nehmen. Und wenn man eh kaum Menschen kennt, dann ist das gar nicht so einfach. Dennoch war ich nicht allein. Ich merkte in dem Augenblick, wer mein Freund ist und wer nicht. Auch lernte ich neue Bekannte kennen. Ich zog automatisch Menschen an, die nun zu meinem neu entdeckten Inneren paßten und das wiederum bestärkte mich, immer weiter zu machen. Außerdem machte es mir klar, was der Satz bedeutet: „Veränderst Du Dich im Inneren, verändert sich auch das Außen!“

Manchmal kommt sie schon noch, die kleine innere Stimme, die alte Doktrinen wiederholt. Und wenn sie sagt „Wie blöd bist du eigentlich?“ oder andere negative Dinge, dann antworte ich im Geiste „Das Leben ist zu kurz, um dir weiter zuzuhören!“ Das ist im Augenblick, mein neuer Leitspruch. Er nimmt mir viele Ängste. Wie auch die vorm schwimmen. Ich denke, so viel wie ich in den letzten 2 Jahren geschwommen bin, bin ich in meinem ganzen Leben nicht geschwommen. Ich habe mir vorgenommen, meinen Körper wieder auf Vordermann zu bringen. Und das klappt immer besser. Die verkümmerte Rückenmuskulatur (wie mein Arzt sagte), wird wieder aufgebaut. Schluß mit Rücken- und Kopfschmerzen. Wie ich in einem anderen Eintrag bereits schrieb: Das Leben beginnt immer wieder neu. Und jetzt kann ich das auch fühlen und vor allem nutzen. Und siehe da, ich fühle mich besser als je zuvor und bin gespannt, was noch alles passiert.

Bildertext:

Das Leben hat mehr zu bieten,
als sich alles bieten zu lassen!

© Emily-Star

6 Befrei Dich! Mein Weg aus einer Beziehung voller Gewalt – Teil 5

Diese Folge, habe ich in Erinnerung an den heutigen Tag vor 4 Jahren gedreht, wo ich ihn über Nacht endgültig verließ und mich auf meinen langen Weg, in die Freiheit begab.

Hier geht es um Gewalt in der Partnerschaft. Sei sie nun psychisch, emotional oder körperlich. Meine Geschichte für Dich! Anonyme und professionelle Hilfe findest Du unter:

Frauen: www.hilfetelefon.de , www.re-empowerment.de
Männer: www.maennerberatungsnetz.de

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ berät unter der Rufnummer 08000 116 016 und online auf http://www.hilfetelefon.de zu allen Formen von Gewalt – rund um die Uhr und kostenfrei. Die Beratung erfolgt anonym, vertraulich, barrierefrei und in 17 Fremdsprachen. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch Bekannte, Angehörige und Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wenden.

In der Praxis weist das Hilfetelefon gewaltbetroffene Männer, die anrufen, nicht ab. Sie werden nach Möglichkeit beraten und, soweit vorhanden, über für Männer geeignete Anlaufstellen informiert.

So fertig und voller Angst sah ich aus, als ich 2013 gerade ins Frauenhaus gekommen war:

emily-star im frauenhaus

Hier ist der DAMALIGE Zeitungsartikel unter dem Namen „Nina“ von 2013, der mir helfen sollte, eine Wohnung zu finden:

Südkurier Artikel

Gedanken für Zwischendurch Teil 6

Wir sind nicht nur schwarz/weiß! Wir bestehen aus so unendlichen vielen Farben, die in ihrem Mischverhältnis jedes Mal so anders sind- so daß jeder Mensch ein kostbares und einzigartiges Farbenspiel ergibt... Warum verdrängen? Warum anpassen? Warum immer die Farben der anderen tragen wollen? Wo doch unsere Farbe die ist, welche die Welt noch ein bißchen bunter macht? Wo doch jede Farbe so einzigartig und schön ist und zusammen mit anderen Farben, eine solche Pracht erwirken kann? Warum trauen wir uns so oft nicht- Farbe zu bekennen? © Emily-Star

Farbe bekennen

(Um diesen Artikel vorgelesen zu bekommen, klickt bitte auf folgenden Link oder Player: https://archive.org/details/GedankenFrZwischendurchTeil6 )

Wer hat sich schon nicht einmal in seinem Leben dabei erwischt, wie er dachte: „Wenn ich doch nur so wäre, wie …“ Ja selbst wenn es so wäre, wenn das ginge und Du einfach in den Körper desjenigen rutschen könntest, was wäre dann eigentlich? Wärst Du dann wirklich glücklicher? Meinst Du irgendein Mensch auf der Welt, lebt absolut sorgenfrei und hat nie etwas (für ihn) schlimmes erlebt? Ich habe in meinem Leben oftmals gedacht „Ich wäre so gerne wie das beliebteste Mädchen der Schule, die berühmte Sängerin oder wer auch immer“. Über die Jahre habe ich aber auch bei den Menschen, wo ich vermutete, daß alles toll läuft und sie überglücklich sein müßten fest gestellt, daß es eben nicht so war. Auch sie hatten negative Erfahrungen und Schicksalsschläge erleben müssen. Das worum es dann wirklich geht, ist die Fähigkeit damit umzugehen. Wie man darauf re-agiert und was man aus sich und seinem Leben macht. Und am besten geht das, wenn man sich selbst so annimmt wie man ist.

Heute will ich mit niemanden mehr tauschen. Auch wenn jemand mehr Geld hat, besser aussieht als ich oder über Talente verfügt, die ich nicht habe. Denn nichts der drei Dinge bedeutet auch automatisch glücklicher zu sein. Über die Grundbedürfnisse hinaus (wie essen trinken und eventuell ein Dach über dem Kopf ), ist kein materielles Gut, völlig egal was auch immer Du besitzen magst in der Lage, Dich auf Dauer glücklich zu machen und Dir inneren Frieden zu schenken! Es kommt eine kurze Begeisterung, wenn Du es hast, aber sie wird nicht bleiben. Zumindest nicht so intensiv, wie am Anfang. Du kannst selbst im luxuriösesten Haus, schnellsten Auto und den teuersten Kleidungsstücken stecken und unglücklich sein. Und auch das beste Aussehen garantiert Dir kein glückliches Leben. Ich habe auch immer gedacht, wenn ich jetzt die Narben nicht hätte, etwas mehr wiegen würde und noch schönere Haare oder strahlend weiße Zähne hätte, dann wäre ich glücklicher. Irrglaube! Irgendjemand hat da mal eine Schönheitsnorm fest gelegt- wieso eigentlich? Wenn wir alle gleich aussehen würden, wo bliebe dann noch die Vielfalt? Es ist nicht so einfach sich anzunehmen, wie man ist, ich weiß. Denn wer sucht der findet immer etwas, was sich verbessern ließe. Wer sucht, findet immer Gründe unzufrieden zu sein und so seine Energie zu verschwenden, die er besser für etwas anderes nutzen könnte. Wie zum Beispiel das Beste aus seinen Talenten zu machen, die er hat. Und da die alle so unterschiedlich stark ausgeprägt sind, macht doch gerade das die Welt so lebendig und bunt. Wie ein schöner Blumenstrauß 🙂

Bildertext:

Wir sind nicht nur schwarz/weiß!
Wir bestehen aus so unendlichen vielen Farben,
die in ihrem Mischverhältnis jedes Mal so anders sind-
so daß jeder Mensch ein kostbares und einzigartiges
Farbenspiel ergibt…

Warum verdrängen? Warum anpassen?
Warum immer die Farben der anderen tragen wollen?
Wo doch unsere Farbe die ist,
welche die Welt noch ein bißchen bunter macht?

Wo doch jede Farbe so einzigartig und schön ist
und zusammen mit anderen Farben
eine solche Pracht erwirken kann?
Warum trauen wir uns so oft nicht-
Farbe zu bekennen?

© Emily-Star

In den Armen des Engels, fliege ich fort von hier

Dieses Lied Angel, im Original von Sarah McLachlan, kennst Du wahrscheinlich. Besonders, wenn Du den romantisch/tragischen Fantasyfilm „Stadt der Engel“ gesehen hast. Doch so tragisch er auch endete, so ist in ihm dennoch, eine kleine Botschaft für Dich, versteckt. Ein Trost, eine Sehnsucht, ein Hunger nach Leben- der auch im Schmerz, noch irgendwo tief in Dir ist. Manchmal fängt man erst zu leben an, wenn der Tod, schon an die Tür geklopft hat.

Genauso ist es auch mit diesem Lied. Es handelt sowohl von Dunkelheit und Verzweiflung, die Du nur allzugut kennst; wie auch von Hoffnung und Trost!

Wie oft habe ich dieses Lied gehört oder gesungen? Manches Mal sogar, mit Tränen in den Augen und einem verzweifelten Blick, gen Himmel. In Momenten, wo ich glaubte am Ende zu sein und daß, der Schmerz mich auffrißt! Doch dann, war sie plötzlich wieder da. Ganz kurz. Die Sehnsucht, die Hoffnung…

Die Hoffnung auf bessere Zeiten. Den Glauben, doch noch inneren Frieden, finden zu können…

Und so träumte ich mich in Gedanken, in genau diese Arme. Damals war ich nicht gläubig und trotzdem, war da irgendetwas in mir, was an diesen Engel glauben wollte. Doch wenn es Engel gab, mußte es auch einen Gott geben. Ich war wirklich zwiegespalten. Gab es Engel, gab es einen Gott? Damals wußte ich es nicht. Doch heute ist das glücklicherweise anders. Mein Jakobsweg, hat mir das gezeigt. Heute weiß ich, dieser Engel in dem Lied, steht für Hoffnung und den Weg zu einem neuen Morgen. Ob nun hier, oder in der jenseitigen Welt.

Aber auch, wenn Du wie ich früher, lieber noch nichts von Gott und einem Engel hören willst, ist das dennoch ein sehr schönes Lied. Wenn Du in Dein Herz hörst, dann kannst Du vielleicht fühlen, wie es Dir trotz all der Schwere und Last, eine gewisse Hoffnung vermitteln will. Einen kleinen Trost, in Dein Herz hinein legen. Und sei es nur für einen Augenblick. Das würde ich mir so sehr wünschen!

Hier ist nun, zu meiner von mir im Video gesungenen Version, die deutsche Übersetzung des Liedes, für Dich:

Engel von Sarah McLachlan

Verbringst all deine Zeit mit Warten
auf die zweite Chance
auf die Pause, die es rechtfertigt
Es gibt immer einen Grund
um sich nicht gut genug zu fühlen
und am Ende des Tages ist es schwer
Ich brauche etwas Ablenkung
oh, schöne Befreiung
Erinnerungen sickern durch meine Adern
lassen mich leer und schwerelos sein und vielleicht werde ich heute Nacht etwas Frieden finden

In den Armen des Engels
fliege ich fort von hier
Aus diesem dunklen, kalten Hotelraum
und der Endlosigkeit die du fürchtest
Du wirst aus den Trümmern deiner
stummen Träumerei gezogen
Du bist in den Armen des Engels
mögest du hier etwas Trost finden

Des geraden Lebens so müde
und überall, wo du hingehst
sind Geier und Diebe hinter dir
und der Sturm stürmt weiter
Du baust weiterhin deine Lügen
die du für alles erfindest, was du nicht hast
Es macht keinen Unterschied
Entfliehe noch ein letztes Mal
Es ist einfacher zu glauben
an dieses süße Verderben
all diese glorreiche Trauer
die mich auf meine Knie zwingen

In den Armen des Engels
fliege ich fort von hier
Aus diesem dunklen kalten Hotelraum
und der Endlosigkeit die Du fürchtest
Du wirst aus den Trümmern deiner
stummen Träumerei gezogen
Du bist in den Armen des Engels
mögest du hier etwas Trost finden

Du bist in den Armen des Engels
mögest du hier etwas Trost finden
hier etwas Trost finden