Gedanken für Zwischendurch Teil 6

Wir sind nicht nur schwarz/weiß! Wir bestehen aus so unendlichen vielen Farben, die in ihrem Mischverhältnis jedes Mal so anders sind- so daß jeder Mensch ein kostbares und einzigartiges Farbenspiel ergibt... Warum verdrängen? Warum anpassen? Warum immer die Farben der anderen tragen wollen? Wo doch unsere Farbe die ist, welche die Welt noch ein bißchen bunter macht? Wo doch jede Farbe so einzigartig und schön ist und zusammen mit anderen Farben, eine solche Pracht erwirken kann? Warum trauen wir uns so oft nicht- Farbe zu bekennen? © Emily-Star

Farbe bekennen

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Wer hat sich schon nicht einmal in seinem Leben dabei erwischt, wie er dachte: „Wenn ich doch nur so wäre, wie …“ Ja selbst wenn es so wäre, wenn das ginge und Du einfach in den Körper desjenigen rutschen könntest, was wäre dann eigentlich? Wärst Du dann wirklich glücklicher? Meinst Du irgendein Mensch auf der Welt, lebt absolut sorgenfrei und hat nie etwas (für ihn) schlimmes erlebt? Ich habe in meinem Leben oftmals gedacht „Ich wäre so gerne wie das beliebteste Mädchen der Schule, die berühmte Sängerin oder wer auch immer“. Über die Jahre habe ich aber auch bei den Menschen, wo ich vermutete, daß alles toll läuft und sie überglücklich sein müßten fest gestellt, daß es eben nicht so war. Auch sie hatten negative Erfahrungen und Schicksalsschläge erleben müssen. Das worum es dann wirklich geht, ist die Fähigkeit damit umzugehen. Wie man darauf re-agiert und was man aus sich und seinem Leben macht. Und am besten geht das, wenn man sich selbst so annimmt wie man ist.

Heute will ich mit niemanden mehr tauschen. Auch wenn jemand mehr Geld hat, besser aussieht als ich oder über Talente verfügt, die ich nicht habe. Denn nichts der drei Dinge bedeutet auch automatisch glücklicher zu sein. Über die Grundbedürfnisse hinaus (wie essen trinken und eventuell ein Dach über dem Kopf ), ist kein materielles Gut, völlig egal was auch immer Du besitzen magst in der Lage, Dich auf Dauer glücklich zu machen und Dir inneren Frieden zu schenken! Es kommt eine kurze Begeisterung, wenn Du es hast, aber sie wird nicht bleiben. Zumindest nicht so intensiv, wie am Anfang. Du kannst selbst im luxuriösesten Haus, schnellsten Auto und den teuersten Kleidungsstücken stecken und unglücklich sein. Und auch das beste Aussehen garantiert Dir kein glückliches Leben. Ich habe auch immer gedacht, wenn ich jetzt die Narben nicht hätte, etwas mehr wiegen würde und noch schönere Haare oder strahlend weiße Zähne hätte, dann wäre ich glücklicher. Irrglaube! Irgendjemand hat da mal eine Schönheitsnorm fest gelegt- wieso eigentlich? Wenn wir alle gleich aussehen würden, wo bliebe dann noch die Vielfalt? Es ist nicht so einfach sich anzunehmen, wie man ist, ich weiß. Denn wer sucht der findet immer etwas, was sich verbessern ließe. Wer sucht, findet immer Gründe unzufrieden zu sein und so seine Energie zu verschwenden, die er besser für etwas anderes nutzen könnte. Wie zum Beispiel das Beste aus seinen Talenten zu machen, die er hat. Und da die alle so unterschiedlich stark ausgeprägt sind, macht doch gerade das die Welt so lebendig und bunt. Wie ein schöner Blumenstrauß 🙂

Bildertext:

Wir sind nicht nur schwarz/weiß!
Wir bestehen aus so unendlichen vielen Farben,
die in ihrem Mischverhältnis jedes Mal so anders sind-
so daß jeder Mensch ein kostbares und einzigartiges
Farbenspiel ergibt…

Warum verdrängen? Warum anpassen?
Warum immer die Farben der anderen tragen wollen?
Wo doch unsere Farbe die ist,
welche die Welt noch ein bißchen bunter macht?

Wo doch jede Farbe so einzigartig und schön ist
und zusammen mit anderen Farben
eine solche Pracht erwirken kann?
Warum trauen wir uns so oft nicht-
Farbe zu bekennen?

© Emily-Star

In den Armen des Engels, fliege ich fort von hier

Dieses Lied Angel, im Original von Sarah McLachlan, kennst Du wahrscheinlich. Besonders, wenn Du den romantisch/tragischen Fantasyfilm „Stadt der Engel“ gesehen hast. Doch so tragisch er auch endete, so ist in ihm dennoch, eine kleine Botschaft für Dich, versteckt. Ein Trost, eine Sehnsucht, ein Hunger nach Leben- der auch im Schmerz, noch irgendwo tief in Dir ist. Manchmal fängt man erst zu leben an, wenn der Tod, schon an die Tür geklopft hat.

Genauso ist es auch mit diesem Lied. Es handelt sowohl von Dunkelheit und Verzweiflung, die Du nur allzugut kennst; wie auch von Hoffnung und Trost!

Wie oft habe ich dieses Lied gehört oder gesungen? Manches Mal sogar, mit Tränen in den Augen und einem verzweifelten Blick, gen Himmel. In Momenten, wo ich glaubte am Ende zu sein und daß, der Schmerz mich auffrißt! Doch dann, war sie plötzlich wieder da. Ganz kurz. Die Sehnsucht, die Hoffnung…

Die Hoffnung auf bessere Zeiten. Den Glauben, doch noch inneren Frieden, finden zu können…

Und so träumte ich mich in Gedanken, in genau diese Arme. Damals war ich nicht gläubig und trotzdem, war da irgendetwas in mir, was an diesen Engel glauben wollte. Doch wenn es Engel gab, mußte es auch einen Gott geben. Ich war wirklich zwiegespalten. Gab es Engel, gab es einen Gott? Damals wußte ich es nicht. Doch heute ist das glücklicherweise anders. Mein Jakobsweg, hat mir das gezeigt. Heute weiß ich, dieser Engel in dem Lied, steht für Hoffnung und den Weg zu einem neuen Morgen. Ob nun hier, oder in der jenseitigen Welt.

Aber auch, wenn Du wie ich früher, lieber noch nichts von Gott und einem Engel hören willst, ist das dennoch ein sehr schönes Lied. Wenn Du in Dein Herz hörst, dann kannst Du vielleicht fühlen, wie es Dir trotz all der Schwere und Last, eine gewisse Hoffnung vermitteln will. Einen kleinen Trost, in Dein Herz hinein legen. Und sei es nur für einen Augenblick. Das würde ich mir so sehr wünschen!

Hier ist nun, zu meiner von mir im Video gesungenen Version, die deutsche Übersetzung des Liedes, für Dich:

Engel von Sarah McLachlan

Verbringst all deine Zeit mit Warten
auf die zweite Chance
auf die Pause, die es rechtfertigt
Es gibt immer einen Grund
um sich nicht gut genug zu fühlen
und am Ende des Tages ist es schwer
Ich brauche etwas Ablenkung
oh, schöne Befreiung
Erinnerungen sickern durch meine Adern
lassen mich leer und schwerelos sein und vielleicht werde ich heute Nacht etwas Frieden finden

In den Armen des Engels
fliege ich fort von hier
Aus diesem dunklen, kalten Hotelraum
und der Endlosigkeit die du fürchtest
Du wirst aus den Trümmern deiner
stummen Träumerei gezogen
Du bist in den Armen des Engels
mögest du hier etwas Trost finden

Des geraden Lebens so müde
und überall, wo du hingehst
sind Geier und Diebe hinter dir
und der Sturm stürmt weiter
Du baust weiterhin deine Lügen
die du für alles erfindest, was du nicht hast
Es macht keinen Unterschied
Entfliehe noch ein letztes Mal
Es ist einfacher zu glauben
an dieses süße Verderben
all diese glorreiche Trauer
die mich auf meine Knie zwingen

In den Armen des Engels
fliege ich fort von hier
Aus diesem dunklen kalten Hotelraum
und der Endlosigkeit die Du fürchtest
Du wirst aus den Trümmern deiner
stummen Träumerei gezogen
Du bist in den Armen des Engels
mögest du hier etwas Trost finden

Du bist in den Armen des Engels
mögest du hier etwas Trost finden
hier etwas Trost finden

Wege der Selbstheilung Teil 15

Aggression, die Du gegen einen anderen richtest, läßt Dich nicht heilen. Sondern erzeugt stattdessen, wieder eine Gegenaggression. Das ist dann wie beim Ping Pongspiel. Und da willst Du doch nicht wirklich dran teil nehmen, oder? © Emily-Star

Stimmungen mit Musik beeinflussen Teil 3

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Wenn ich frustriert war, dann machte ich mir sehr kraftvolle schnelle Musik an. Ich schrie und tanzte dazu. Was das tanzen angeht, so sah das sicherlich nicht so grazil aus, wie damals in der Ballettschule. Aber das ist auch unwichtig. Es ist im Grunde die kraftvolle Bewegung, um die es dabei geht. Jede Art von körperlicher Betätigung, wo Du Dich so richtig auspowern kannst. Und da zum Beispiel aufputschende Musik, Dir dabei noch mehr hilft, schau daß Du Dir währenddessen auch genau diese anmachst. Du kannst natürlich auch ein Lied nehmen, was Dich an eine Situation erinnert, die Dich richtig wütend macht.

Und wenn Du dann tanzt, joggst oder Dich wie auch immer bewegst, dann konzentriere Dich unbedingt auf all Deine Wut. Hole sie so richtig in Dein Bewußtsein. Und dann versuche Dir vorzustellen, wie Du sie mit jeder Bewegung aus Dir heraus läßt.

Du kannst auch so tun, als ob Du boxt. Was Du Dir dabei vorstellst, nun ja, obliegt ja Dir 😉 Du tust damit ja keinem weh. Im Gegenteil, Du läßt dieses Gefühl endlich mal heraus, ohne es (oft ungewollt) immer wieder mal an Deine Mitmenschen zu verteilen! Wichtig ist dabei, daß Du alles gibst. Versuche Dich wirklich in dieses Gefühl hineinzusteigern und dann laß es heraus. Mit jedem Tanzschritt, mit jedem Laufschritt, mit jedem Schrei, oder jedem Boxhieb (in die Luft oder ins Kissen). Auch wenn die Versuchung groß ist, aber Du boxt in der Realität bitte keinem ins Gesicht, ganz gleich wie sehr er es Deiner Meinung nach auch verdient hätte. In Deinen Gedanken hingegen, kannst und solltest Du Dich da völlig frei fühlen. Es wird immer so viel vom verzeihen geredet. Man darf nicht wütend sein und soll alles sofort verzeihen. Dem Anderen vielleicht auch noch die andere Wange hin halten! Ich sehe das nicht so. Ich bin kein Verfechter von Rache, aber jeder hat das Recht wütend über eine Verletzung zu sein, die ihm zugefügt wurde oder eine Ungerechtigkeit, die erfahren hat.

Dieses ganze scheinheilige und unrealistische Gequatsche vom verzeihen per Finger schnipsen, ist meiner Meinung nach Unsinn! Du hast das Recht wütend, verletzt und eingeschnappt zu sein. Das ist menschlich und absolut in Ordnung. Keiner hat Dir zu sagen, wie Du zu empfinden hast! Du empfindest wie Du nun einmal empfindest, basta. Das kann man nicht weg argumentieren oder schön reden. Dafür mußt Du Dich auch nicht rechtfertigen oder entschuldigen! Und wer behauptet verziehen zu haben, ohne seine Wut zuvor heraus zu lassen, der hat es meiner Meinung nach nicht verziehen, sondern nur verdrängt. Und mittlerweile wissen wir ja. Verdrängt heißt nicht gleichzeitig auch vergessen.

„Verdrängt“ bedeutet: Wirken aus dem Unterbewußtsein!

Plötzlich wütend zu sein und nicht mehr zu wissen warum. Angeblich war es ja die berühmte „Zahnpastatube“, die schon wieder offen da liegt oder irgendeine andere Lapalie, die uns gerade ausflippen lies… Oder etwa doch nicht? Keine Ahnung, ich habe es schon zu gut versteckt. Hinter all den klugen Sprüchen und vernünftig, lieben Argumenten. Ich rede mir jetzt mal ein, daß es bestimmt die Zahnpastatube war, denn die bringt mich schließlich auch immer wieder auf die Palme. Tja so ist das, wenn man seine Wut nie heraus lassen durfte. Dann sucht man sich unbewußt eben andere Sündenböcke. Denn egal wie sehr wir das Faß auch füllen, irgendwann ist es voll und dann wird immer wieder etwas von der Wut heraus schwappen. Und wer unbewußt Gründe sucht, der findet! Der regt sich dann über die kleinsten Kleinigkeiten auf, ohne auf die Idee zu kommen, daß ihn eigentlich was ganz anderes aufregt. (Im übrigen gibt es bei uns das Zahnpastatubenproblem Gott sei Dank nicht. Aber es ist halt, das wohl bekannteste Beispiel, warum man sich, wegen unwichtigen Dingen streiten kann. Der Eine läßt sie immer offen da liegen und der Andere regt sich deshalb jeden Tag künstlich aufs Neue auf. Und das alles nur, weil man aus welchen Gründen auch immer nicht sagen kann, was einen wirklich stört. Vielleicht weil man es auch schon so gut verdrängt hat, daß man es selber gar nicht mehr weiß.)

Aber zurück zum heraus lassen. Du darfst und sollst auch Deine Wut fühlen und ihr Raum geben. Aber tue das für Dich. Mit Hilfe der Musik hast Du ein weiteres Werkzeug dazu in der Hand. Denn sie putscht Dich auf und das kannst Du ganz gezielt nutzen, indem Du Deine ganze Energie in Deine körperliche Bewegung gibst. So lange, bis Du merkst, daß Du Dich beruhigt hast. Ich habe versucht meine Wut weg zu meditieren. Das ging nicht, denn die Wut ist ein aktives Gefühl. Sie wünscht sich eine Aktion von Dir. Du kannst sie meiner Erfahrung nach auch nicht aussitzen. Zumindest stelle ich mir das äußerst frustrierend und sehr langwierig vor. Sondern sie nur los werden, indem Du sie erst einmal zuläßt und ihr dann Raum durch Bewegung gibst. Power Dich aus.

Damit tust Du im übrigen nicht nur Dir selbst einen großen Gefallen, sondern auch noch denen, die Deine schlechte Laune immer wieder mal abkriegen, obwohl sie oftmals gar nichts damit zu tun haben. Sie mögen sie vielleicht auslösen. Aber oftmals sind die Verursacher ganz Andere. Wie dem auch sei. „Sei wütend, so viel Du willst, aber mache das mit Dir aus. Selbst wenn der Andere es noch so verdient hätte. Aggression, die Du gegen einen Anderen richtest, läßt Dich nicht heilen, sondern erzeugt stattdessen wieder eine Gegenaggression. Das ist dann wie beim Ping Pongspiel. Und da willst Du doch nicht wirklich dran teil nehmen, oder?“

Bildertext:

Aggression,
die Du gegen einen Anderen richtest,
läßt Dich nicht heilen,
sondern erzeugt stattdessen
wieder eine Gegenaggression.

Das ist dann wie beim Ping Pongspiel.
Und da willst Du doch nicht
wirklich dran teil nehmen, oder?

© Emily-Star