Nächtliche Gedanken

Es ist halb 5 Uhr in der Nacht und mein Blick fällt zum alljährlich geschmückten Weihnachtsbaum. Auch in diesem Jahr, habe ich einiges von dem Familienschmuck verwendet, den meine Stiefmutter mir gab, als wir uns das letzte Mal sahen. Sogar ihren Holzschneemann, den sie als Kind von ihrer Mutter bekommen hat, habe ich noch mit dran gehangen. Wohl wissend, daß er mich immer wieder, an sie erinnern würde. Aber ich sagte mir, daß ich jetzt stark genug sei, daß melancholische Ziehen, in der Herzgegend, zu ignorieren.

Wie immer lief auch der Plattenspieler, mit derselben Platte alter Weihnachtslieder; als Erinnerung an zwei Weihnachten in meiner Kindheit, die es so nie wieder geben wird. Die so ziemlich einzigen, welche wirklich schön waren. Zu der Zeit wohnten wir noch im Paderborner Raum, in Niederntudorf. In Niederntudorf, ist es ein wenig bergig, zumindest kam mir das als Kind so vor und an dem Tag, hatte es sogar geschneit. Der Schnee war recht hoch und ich ging mit meiner Stiefmutter, an all den geschmückten Fenstern vorbei. Als wir irgendwann nach Hause kamen, stand da ein, mit echten Kerzen beleuchteter Weihnachtsbaum und natürlich hatte das Christkind auch, Geschenke darunter gelegt. Das zweite schöne Weihnachten, fand nur ein paar Jahre später, in Scharmede statt. Ich wurde aufs Zimmer geschickt, damit ich das „Christkind“ nicht störte, während es die Geschenke brachte. Als es fertig war, klingelte ein Glöckchen und ich durfte, die Treppe herunter kommen. Es lief eine Schallplatte, mit schönen, alten Weihnachtsliedern und der große Baum, funkelte im Licht der Kerzen. Mein Vater war berührt und selbst meine Stiefmutter, schien sich für einen Augenblick, berühren lassen, zu wollen. Zwei besondere Weihnachten, die ich trotz meiner dramatischen Familiengeschichte, nie vergessen werde!

Ich erinnere mich auch an die Weihnachten, bei meinen Großeltern. Die, welche mich wirklich liebten und die anderen, welche nicht versäumten mir zu sagen, warum mein Cousin immer mehr kriegt, wie ich. Das ich das zu verstehen hätte. Irgendwann änderte sich das verbliebene Schöne, drastisch ins Gegenteil Es wurde von meiner Stiefmutter aufgerechnet, wer, was geschenkt hatte und so wurde Weihnachten für mich, zu einem roten Tuch! Erst viele Jahre später, habe ich verstanden, daß es nun in meinen eigenen Händen liegt, Weihnachten so zu gestalten, wie ich es haben möchte!

Das tue ich nun auch, indem ich sehr viel schmücke, viel Weihnachtsmusik höre und dazu singe. Es gibt immer ein schönes Essen und das kleine, liebgewonnene Ritual, mit der Schallplatte. Das ist der einzige Zeitpunkt im Jahr, wo der Plattenspieler läuft und ich ihn, aus eben diesen nostalgischen Gründen, wieder anschließe. Doch dann, wenn die Bescherung vorbei ist, sitze ich da und werde traurig. Traurig, weil ich, bis auf meine Tante und ihren Mann, keine Familie mehr habe! Nicht, weil sie, wie meine Großeltern gestorben wären; sondern, weil sie sich gegen mich entschieden haben. Mein Vater, der nach wie vor unversöhnlich ist. Meine leibliche Mutter, die mich schon als kleines Kind, abgegeben hat und meine Stiefmutter, nebst ihren Eltern; die nie vergaßen, mich auf irgendeine Art daran zu erinnern, daß ich nicht zu ihrer Familie gehörte.

Ich habe meine Stiefmutter wirklich sehr geliebt, war sie doch seit meinem zweiten Lebensjahr bei mir und das trotz all dem Leid, welches sie mir nicht nur in meiner Kindheit, sondern auch noch all die Jahre später, zugefügt hat. Aber Gegenliebe, kann man nun mal nicht, erzwingen. So mußte ich mich vor ein paar Jahren, von ihr trennen, damit sie keine Macht mehr hat, mir jemals nochmal weh zu tun!

Trotzdem, habe ich über alle drei nachgedacht. Über die Familie nachgedacht, die ich nur für Augenblicke hatte und die dann für immer verschwand. Ich habe versucht, eine eigene zu gründen, was mir ebenfalls nicht vergönnt war. So habe ich in diesem Jahr noch genauer hin gehört, als die Schallplatte lief und mich umso intensiver, an diese zwei besonderen Weihnachten in meiner Kindheit, erinnert. Ich fragte mich, was für ein Mensch ich wohl geworden wär, wenn alles anders gelaufen wäre. Wenn ich, eine ganz normale Familie gehabt hätte, die mich geliebt und aufgebaut hätte…

Ich werde es wohl nie heraus finden. Aber ich bin froh, wenigstens Gott als meinen besten Freund und gütigen Vater zugleich zu haben. Er ist meine Familie und ich weiß, daß er mich niemals verlassen wird! Es hat viele Jahre und einen Jakobsweg lang gedauert, bis ich das verstanden habe und so muß ich doch wieder lächeln. Immer noch traurig, doch voller Zuversicht!

Ein Weihnachtslied, was mein Herz berührt und mich zum Weinen bringt

Wenn man den Namen „Helene Fischer“ hört, denkt man zu allererst an ihre großen Partyhits, die so mancher schon nicht mehr hören kann, weil sie zu oft gespielt wurden. Aber nur wenige, kennen auch die „leisen“ Töne von ihr, welche berühren und nachdenklich machen! Vor ein paar Jahren, ist sie mit diesem Lied bei der José Carreras Gala (Leukämie-Stiftung) aufgetreten und ich war so berührt, daß mir die Tränen in Strömen, die Wange herunter liefen. Das habe ich ganz selten, bei Liedern. Zu dem Zeitpunkt, hatte ich auch noch nichts mit dem Christentum oder Gott am Hut. Trotzdem, brachte mich das Lied zum Weinen. So eine Version, des Ave Maria, war mir neu. Schon gleich am Anfang hieß es nämlich:

„Ave Maria, heut`sind so viele ganz allein!“ Es war so treffend. Mein ganzes Leben, hatte ich mich immer nur, allein gefühlt. Da konnte ich von vielen Menschen umgeben sein und war doch im Herzen einsam. Weiter ging es dann ganz passend mit: „Es gibt auf der Welt so viele Tränen und Nächte voller Einsamkeit.“ Genau, diese Einsamkeit, entstammte nicht einem Partnermangel. Sondern einem Loch, einer Leere in meinem Herzen, die durch nichts zu füllen war. Einem unendlichen Schmerz und bis dahin, ungehörten Schrei nach Liebe. Dieser war so laut und stark, daß ich ihn oft mit Tabletten, betäubt hatte. Aber dies löste mein Problem nicht. Auch der nächsten Zeile, konnte ich nicht widersprechen: „Und jeder wünscht sich einen Traum, voller Zärtlichkeit.“ Und diese Zärtlichkeit, meint nicht nur die, wie man sie von einem Partner bekommen könnte. Ein allgemeines, liebevolleres Miteinander. Auch das ist Zärtlichkeit. Zartheit, anstelle der rohen Kälte, die mir oft begegnet war.

Und dann ging es auf einmal anders weiter, als zuvor und doch, noch immer eindringlich: „Und manchmal reichen ein paar Worte, um nicht mehr so allein zu sein. Aus fremden Menschen, werden Freunde und große Sorgen werden klein.“ Genau das war es, was auch mir, oft in meinem Leben gefehlt hatte. Nicht nur, es mir zu wünschen und zu ersehnen, sondern es vor allem, zu geben!

Füreinander, miteinander… So wie ich es in meinem letzten Beitrag bereits schrieb. Das sind Werte, welche die wahre Menschlichkeit, das Mensch sein ausmachen. Werte, die Du Dir immer wieder in Dein Bewußtsein rufen solltest. Da ist ein echter Mensch, am anderen Ende, der Internetverbindung. Auch wenn Du ihn nicht sehen kannst; so ist er doch wie Du selbst, nämlich aus Fleisch und Blut. Ein Mensch, der atmet wie Du. Der Wünsche hat, wie Du und der Gefühle hat, wie Du. Es ist verdammt wichtig, dieses bei allem, was wir schreiben und kommentieren, nicht zu vergessen!

Heute ist Weihnachten, das Fest der Liebe und nicht des Konsumrauschs. Eigentlich… Ich sage nichts, gegen Konsum. Ich konsumiere auch sehr gern und zwar alles mögliche. Aber was wirklich wichtig ist, sind andere Dinge.

Nämlich, den anderen wahr zu nehmen, wenn er spricht. Ihn in den Arm zu nehmen, wenn er es braucht. Ihn wirklich zu sehen, mit seinen Bedürftnissen, Stärken und Schwächen. Ihn zu unterstützen, wo es möglich ist. Einfach Mensch sein… Liebevoll sein… In der Liebe sein…

Sich der inneren Werte, wieder bewußt werden; die im Alltag und vor allem, der digitalisierten Welt, viel zu schnell wieder vergessen werden.

All das und noch viel mehr, verbinde ich, zusätzlich zu der Erinnerung an Christi Geburt, mit Weihnachten. Und genau das wünsche ich Dir Heute, Morgen und an jedem einzelnen Tag!

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten

Hier ist nun der ganze Text, zu dem wunderschönen Lied; an welchem ich mich, diesmal in einer anderen Umgebung, versucht habe:

Ave Maria (Heut sind so viele ganz allein)

Ave Maria
Heut‘ sind so viele ganz allein
Es gibt auf der Welt so viele Tränen
Und Nächte voller Einsamkeit
Und jeder wünscht sich einen Traum voller Zärtlichkeit
Und manchmal reichen ein paar Worte
Um nicht mehr so allein zu sein
Aus fremden Menschen werden Freunde
Und große Sorgen werden klein

Ave Maria
Weit ist die Reise durch die Nacht
Es gibt so viel Wege zu den Sternen
Und jeder sucht eine Hand die ihn hält
Vielleicht ist jemand so traurig wie Du
Komm und geh auf ihn zu

Verschließ‘ heut‘ Nacht nicht Deine Türe
Und öffne heut Dein Herz ganz weit
Und lass den andern Wärme spüren
In dieser kalten Weihnachtszeit

Die schönste und romantischste Liebeserklärung, die mir je zu Ohren kam

Adeles Coverversion von „Make you feel my love“, ist für mich nicht nur die schönste Version dieses Liedes; sondern darüber hinaus, noch eines der meistgespieltesten Hochzeitslieder. Es ist DIE Liebeserklärung schlechthin und ich kenne, keine schönere! Aber auch, wer gerade keinen Partner hat, den er liebt, kann diesem Lied etwas abgewinnen. Geht es hier doch, um miteinander… füreinander… Kurz, um tiefe Verbundenheit! Man kann diese in der Familie, bei wahren Freunden und sogar einem Tier finden.

Ich habe das Gefühl, daß viele Menschen nicht mehr bereit sind, dem anderen wirkliche Nähe und Zeit zu schenken. Gerade in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram, geht es vielfach nur noch darum, gesehen zu werden. Aber nicht darum, den anderen auch zu sehen! Selbst hier bei wordpress, ist man nicht davor gefeit. Da habe ich teils mehr „gefällt mir Klicks“ zu einem Beitrag mit Video gedrückt bekommen, als es auf youtube überhaupt angeschaut wurde! Das ist kein Vorwurf, nur eine Feststellung.

Es geht um schnelle Informationsbeschaffung, möglichst kurze Nachrichten und noch viel oberflächlichere Kontakte. Was heute noch toll war, ist Morgen schon vergessen. Umgekehrt dasselbe. Da kann das größte Unglück passieren, in spätestens einer Woche, fragt keiner mehr danach. Vieles was einen selbst nicht betrifft, trifft auch nicht! Zumindest nicht ins Herz. Das ist die eine Seite. Eine, die ich zudem nicht ändern kann. Aber zum Glück, gibt es noch eine andere Seite und diese handelt von Vertrauen, Hilfbereitschaft und Liebe. Dadurch, daß diese Eigenschaften nämlich so selten geworden sind, erscheinen sie mir erst Recht, wie kostbare Schätze und das, ist dann die andere Seite.

Besonders gemerkt habe ich das, als ich dieses Lied mit Dana aufgenommen habe. Es war eine komplett andere Erfahrung, als die, wie sonst immer, alleine zu meiner Hintergrundmusik (Playback) zu singen. Denn da kommt einfach nichts zurück; bis auf Streß, den ich mir selber mache, je öfter ich etwas nicht gleich hin bekomme. Passiert dasselbe mit ihr, kann ich sogar darüber Lachen und mich immer wieder motivieren.

Das ist eine ganz neue Erfahrung für mich! Gemeinschaft macht stark und bringt Freude. Einsamer Perfektionismus hingegen, macht schnell unglücklich. Lieber zusammen an etwas arbeiten, als sich alleine zu ärgern. Ich bin dankbar, für diese wunderbare Erfahrung!

In diesem Sinne, wünsche ich Dir, daß Du über all den sozialen Medien nicht vergißt, was wirklich zählt. Das Du Dir wieder Zeit nimmst, für Gemeinschaft und echte Nähe. Für die Menschen und Tiere, die an Deiner Seite sind. Nicht nur Heute, am vierten Advent; sondern, so oft es Dir möglich ist. Denn das, was Du da zurück bekommst, kann Dir keine Internetplattform bieten!

Hier wie immer noch, die deutsche Übersetzung des Liedes:

Wenn dir der Regen ins Gesicht peitscht
Und die ganze Welt hinter dir her ist,
könnte ich dich in die Arme nehmen,
damit du meine Liebe spüren kannst.

Wenn die Abendschatten nahen
und die Sterne zum Vorschein kommen
und es niemanden gibt, der deine Tränen trocknet
könnte ich dich festhalten – 1 Million Jahre lang
damit du meine Liebe spürst.

Ich weiß, dass du dich noch nicht entschieden hast,
aber ich würde dir nie etwas zuleide tun.
Ab dem Moment, als wir uns trafen,
wusste ich, wo du hingehörst.

Ich würde Hunger und Leid ertragen,
würde auf Knien die Straße runterkriechen.
Es gibt nichts, was ich nicht tun würde,
damit du meine Liebe spürst.

Die Stürme toben
über das aufgewühlte Meer und die Straße der Reue.
Auch wenn die Zeichen auf Veränderung stehen
und alles durcheinander gerät,
wirst du jetzt nur MICH sehen.

Ich könnte dich glücklich machen,
deine Träume wahr werden lassen.
Es gibt nichts, was ich nicht tun würde.
Ich gehe an die Enden der Welt für dich
damit du meine Liebe spürst.

Erinnern an das Gute im Menschen

(Um diesen Artikel vorgelesen zu bekommen, klickt bitte auf folgenden Link oder Player: https://archive.org/details/Kevelaer )

Ich erinnere mich gerade an ein Erlebnis vor 3 Jahren.

Wir waren in Kevelaer zum Adventsessen bei der Emmausbewegung eingeladen, die es sich zum Ziel gemacht hat, Menschen zu helfen, die am Ende sind. Ganz besonders den für unsere Gesellschaft sogenannten „hoffnungslosen Fällen“. Denn sie haben eines erkannt. Das niemand ein hoffungsloser Fall sein muß, wenn er es nicht selber bleiben will…

Ich war nun also gespannt darauf, wie es sein würde, auf genau die Menschen zu treffen, die auch mir vor ein paar Jahren ganz unbürokratisch aus einer großen Notlage geholfen hatten. Und das ohne mich wirklich zu kennen, oder irgendetwas als Gegenleistung von mir dafür zu erwarten. Ich hatte so viel schlechtes erlebt und Grausamkeit von den Menschen erfahren, daß es mich immer wieder zutiefst bewegte, wenn ich dann genau das Gegenteil erfahren durfte. Ich hatte mich dann auch mit Tränen in den Augen bedankt, als ich vor genau diesen Menschen stand, die mich einfach nur liebevoll anlächelten.

Das sind so Dinge, ich gebe es ja zu- die bei mir immer viel zu schnell in Vergessenheit geraten, wenn ich wegen schlechter Erlebnisse wieder total frustriert bin. Ich neige dann gern zur Verallgemeinerung, was aber so weder fair noch richtig von mir ist. Zudem mache ich es mir dadurch ja immer wieder selber schwer. Durch das „ALLES ist scheiße! ALLE sind schlecht usw.“ habe ich mir selbst schon so viel Lebensqualität und Freude weg genommen. Erschreckend!

Aber an dem Tag war ich so ergriffen, daß mir fast nonstop die Tränen runter liefen. Ich hatte Menschen vor mir, die mich ohne Vorurteile ansahen und denen es egal war, was ich alles in meinem Leben verbockt hatte. Die einfach nur warmherzig meine Hand hielten und voller Liebe mit mir redeten… das war so ein intensives Erlebnis, wie ich es auch heute kaum in Worte fassen kann. Und das will schon mal was heißen!

Diese kostbaren Augenblicke, wo ich auf Menschen treffe, die auch mal ganz unten waren. Zwar nicht auf die gleiche Art wie ich, doch das ist unwichtig. Sie waren unten, sind wieder aufgestanden und kämpften jetzt für und mit anderen. Das ist einfach nur ergreifend! Und es hat auch nicht nur damit zu tun, daß diese Menschen hier (wie ich selbst mittlerweile auch wieder) gläubige Christen sind, sondern vor allem mit Charakter. Es gibt so viele verschiedene Religionen und das ist auch völlig in Ordnung! Solange man mit seinem Glauben niemanden verletzt, kann und soll in meinen Augen ein jeder das glauben, was er will. Denn letzten Endes zählt doch nur: Die Liebe und wie ich sie durch meine Handlung ausdrücke!

Ich weiß noch immer nicht, wohin der Weg meines Herzens mich führen wird, aber ich folge ihm weiter…

Und so war er heute zum ersten Mal nach langer Zeit wieder da. In einem Augenblick der absoluten Stille, ein kleiner Hauch des inneren Friedens. Eine Erinnerung an ihn. Er hat mir kurz zugewunken und ich mußte mit einem Mal lächeln. Unter all den Tränen der Ratlosigkeit kam bei dieser schönen Erinnerung heute wieder eines in mein Herz um Hallo zu sagen und das ist:

Die Hoffung!

Ganz so, wie ich es in der Geschichte mit den 4 Kerzen beschrieb. So habe ich es auch für mich selbst erleben dürfen und das wünsche ich Dir ebenfalls. Das Du die Hoffung in Deinem Herzen nie verlierst und falls doch, sie wieder finden kannst. Dieses eine kleine Licht, das tief in Deinem Herzen brennen und nie mehr verlöschen soll!

Die vier Kerzen

(Um diesen Artikel vorgelesen zu bekommen, klickt bitte auf folgenden Link oder Player: https://archive.org/details/die4kerzen)

Zum ersten Advent möchte ich Dir gern eine kleine Geschichte erzählen. Vielleicht kennst Du sie sogar. Sie hat mich, als ich sie damals zum ersten Mal las, wirklich tief berührt und ist so wunderschön:

Die 4 Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, daß man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden- sie wollen mich nicht. Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich. Die zweite Kerze flackerte und sagte: Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen nichts von Gott wissen. Es hat keinen Sinn mehr, daß ich brenne. Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus. Leise und traurig meldete sich die dritte Kerze zu Wort: Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich zur Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die Anderen, die sie lieb haben sollen. Und mit diesem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: Aber, aber- ihr sollt doch brennen und nicht aus sein! Fast fing es zu weinen an. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden.

Ich heiße Hoffnung!

– Verfasser unbekannt